Schilddrüsenunterfunktion Ursache für Sodbrennen

Sodbrennen und Magensäure

Unser Magen produziert täglich zwischen 1,5 und 2,5 Liter Magensaft, ein Liter davon ist Magensäure. Produziert der magen zu viel Säure, können Probleme entstehen. Zuerst treten die Probleme nur nach bestimmten Mahlzeiten auf. Das berühmte Sodbrennen nach Krapfen – einem fettigen, süßen Hefegebäck – oder nach Hefekuchen, gehören hierher. Nach einer solchen Mahlzeit drückt sich die Magensäure leicht nach oben in Richtung Speiseröhre, die dann als erstes geschädigt wird.

Aber auch der Magen, der normalerweise einen guten Eigenschutz gegen seine Magensäure hat, wird auf Dauer in Mitleidenschaft gezogen. Insbesondere wenn zu der schlechten Ernährung noch Stress und Medikamenteneinnahme, wie Schmerzmittel hinzukommt. Auch Übergewicht und koffeinhaltige Getränke können hier fördernd wirken. Soweit so gut, wo ist jetzt aber der Zusammenhang mit einer Schilddrüsenunterfunktion?

 

Schilddrüse & Sodbrennen
Schilddrüse & Sodbrennen

Nicht immer wird Sodbrennen von zu viel Magensäure ausgelöst!

Sodbrennen wird  nicht immer von zu viel Magensäure (Hyperazidität)  ausgelöst. Im Gegenteil, vielen Patienten mangelt es an Magensäure (Hypoazidität)! Das führt dazu, dass der Magenbrei nicht ausreichend aufgeschlossen wird und länger im Magen verweilt. Dadurch drückt er sich ebenfalls Richtung Speiseröhre und es kommt zu Sodbrennen.

Magensäure ist außerdem unabdingbar für eine gesunde Verdauung. Sie gewährleistet unsere Eiweißeverdauung  und die Aufnahme von Vitamin B12, Kalzium, Eisen, Zink und anderen Mineralstoffen. Fehlt Magensäure,  kommt es zu Beschwerden im Verdauungstrakt und zu Vitamin- und Mineralstoffmangel. Dieser Vitamin- und Mineralstoffmangel kann nicht durch Einnahme von Vitaminen und Mineralien ausgeglichen werden. Die fehlende Magensäure verhindert die Aufnahme.  Eine intravenöse oder intramuskuläre Zufuhr ist hier anfänglich notwendig,  um den Mangel auszugleichen. Immer noch die Frage, was hat das mit der Schilddrüsenunterfunktion zu tun?


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Wie kann das kommen?

Unser gesamtes Hormonsystem unterliegt Regelkreisen, in denen alle Funktionen miteinander in Zusammenhang stehen. Eine Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion) bei der ja zu wenig Schilddrüsenhormon gebildet wird führt dazu, dass auch das Gewebshormon Gastrin, das für die Bildung der Magensäure verantwortlich ist, nicht ausreichend gebildet werden kann.

Wer an einer Schilddrüsenunterfunktion leidet, leidet an einer verminderten Stoffwechselaktivität. Deshalb sind die Magendrüsen ebenfalls in der Unterfunktion und produzieren zu wenig Magensäure.


 

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Leiden Sie an einer Autoimmunthyreoditis (Hashimoto-Thyreoiditis), die ebenfalls eine Schilddrüsenunterfunktion zur Folge hat, dann kann es auch sein, dass Sie eine sogenannte chronische Gastritis Typ A entwickelt haben. So ist es mir ergangen. Eine Hashimoto Thyreoiditis ist eine behandlungsbederftige Erkrankung (auch wenn die Schulmedizin das Gegenteil behauptet!), denn die Gefahr weitere Autoimmunerkrankungen zu entwickeln steigt deutlich an, wenn schon eine Autoimmunerkrankung vorliegt. Bei der Typ A Gastritis handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung,  bei der der Körper die magensäurebildenden Belegzellen angreift. Die Folge ist eine verminderte Magensäureproduktion und wegen der schlechten Verwertung von Vitamin B12 tritt häufig eine Blutarmut (Anämie) auf. Eine autoimmune Gastritis begünstigt die Entstehung von Magenkrebs.

Was ist zu tun?

Wenn Sie nicht wissen, ob Ihr Sodbrennen von zu viel oder zu wenig Magensäure herrührt, können Sie diese einfachen Test, selbst durchführen.

Trinken Sie nüchtern 60 ml Rote-Beete-Saft. Beobachten Sie in der Folge Ihren Urin und Stuhl. Tritt eine Rotfärbung auf, leiden Sie mit sehr großer Wahrscheinlichkeit an einem Magensäuremangel.

Rote-Beete-Saft
Rote-Beete-Saft

Nehmen Sie auf nüchternen Magen ein Glas Wasser mit einem vollen Teelöffel Natriumbicarbonat zu sich. Wenn es innerhalb der nächsten 5 Minuten zu Aufstoßen kommt, leiden Sie an zu viel Magensäure. Natriumbicarbonat neutralisiert Magensäure und es entsteht CO2. Ein Gas, das dann durch Aufstoßen entweicht.

Natriumbicarbonat
Natriumbicarbonat

Wichtig!

Wer an zu wenig Magensäure leidet,  sollte auf gar keinen Fall Medikamente wie Omeprazol, also Protonenpumpenhemmer (PPIs) einnehmen!

Sie wünschen eine Beratung oder möchten eine individuelle Therapie?

Kontaktieren Sie mich per Email: info@annette-pitzer.de oder rufen Sie mich gerne an Tel. Nr. 02771-833434.

Informationen finden Sie auch auf meiner Homepage:

Schilddrüsengesundheit

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