Schlafmythen und Schlaftypen

Schlafmythen und Schlaftypen

Über märchenhafte Schlafmythen und reale Schlaftypen

Wer kennt sie nicht, die Schlafmythen wie „Der gesündeste Schlaf, ist der vor Mitternacht“, „Ältere Menschen benötigen weniger Schlaf“, „ Schlaf kann man nachholen“? „ Man braucht acht Stunden Schlaf täglich“, „Lange schlafen ist gesund“. Ist denn etwas dran an diesen Schlafmythen?

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Der Schlaf vor Mitternacht ist der gesündeste. Wirklich?

Nein! Wichtig sind die ersten vier Stunden Schlaf, denn in ihnen erholt sich der Körper am besten, da hier die meisten Tiefschlafphasen auftreten. In einer Tiefschlafphase erholen sich Körper und Gehirn am besten. Nachdem wir eingeschlafen sind, verlangsamen sich unsere Atmung und unser Herzschlag. Der Blutdruck und die Körpertemperatur sinken ab. Es tritt eine Muskelentspannung ein, aufgrund derer keine Reize mehr weitergeleitet werden.  Etwa nach 30 Minuten beginnt der Tiefschlaf. Nun regenerieren unsere Zellen und das Immunsystem wird gestärkt. In der zweiten Tiefschlafphase  beginnt der REM-Schlaf. In dieser Phase  verarbeitet unser Gehirn, mit Hilfe von Träumen, unsere Tageseindrücke. Dieser Zyklus wiederholt sich bis zu sechs Mal in der Nacht.

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Brauchen ältere Menschen wirklich weniger Schlaf?

Nein! Richtig ist allerdings, dass viele ältere Menschen tagsüber kleine Schlafphasen einlegen. So verteilt sich der Schlafbedarf auf die 24 Stunden des Tages. Wer dann noch früher ins Bett geht, hat das Gefühl, kaum noch Schlaf zu benötigen, da er natürlich früh am Morgen aufwacht. Häufig führt das zu der Einnahme von Schlafmitteln mit negativen gesundheitlichen Folgen.

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Fakt ist, Einsamkeit und Langeweile sind für ein verändertes Schlafverhalten verantwortlich. Außerdem nehmen die Tiefschlafphasen mit zunehmendem Alter ab. Aus meiner Erfahrung liegt das daran, dass immer mehr Menschen Schlafmittel einnehmen, die nur eine Betäubung auslösen, nicht aber einem normalen Schlafrhythmus entsprechen.

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Kann man auf Vorrat schlafen?

Nein. Schlaf lässt sich nicht bevorraten wie Kartoffeln im Keller. Unser Körper braucht täglich Regeneration, es ist nicht möglich, ein Depot anzulegen.

Braucht jeder Mensch acht Stunden Schlaf?

Nein! Durchschnittlich schlafen zwar viele Erwachsene acht Stunden, dennoch kommen auch viele mit sechs Stunden aus,  oder andere brauchen neun Stunden. Statistisch gesehen lebt der am längsten, der regelmäßig sieben Stunden schläft.

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Ist es gesund, lange zu schlafen?

Nein! Wer länger schläft als es seinem Schlafrhythmus entspricht, schadet sich! Wer zu lange schläft, hat ein erhöhtes Risiko, krank zu werden und stirbt statistisch gesehen früher. Langes Schlafen fördert Übergewicht und Depressionen.

Schlaftypen – über Eulen und Lerchen

Die klassischen Schlaftypen werden in Lerchen und Eulen eingeteilt. Ich bin eindeutig eine Lerche. Augen auf, fröhlich aus dem Bett und ohne Gemurre in den Tag starten. Ich singe, besser rede sofort darauf los und brauche keinerlei Anlaufzeit. Abends ist dann aber schnell die Luft raus und ich gehe, wenn möglich, mit den Hühnern ins Bett.

Lerche
Bild Pixabay dimitrisvetsikas

Die Eule dagegen ist ein Nachtvogel (Nachtmensch). Am aktivsten ist eine Eule ab 21 Uhr. Bettgehzeit ist, wenn die Sonne aufgeht. Kann sie ihren Rhythmus nicht leben und muss sich in einen gesellschaftlich anerkannten Rhythmus zwängen, leidet die Eule. Morgens ist nichts mit ihr anzufangen.

Eule
Bild Pixabay Lepale

Warum gibt es Lerchen und Eulen?

Ob Du als Lerche oder als Eule geboren bist, liegt an Deinen Genen, die Deine innere Uhr steuern. Willentlich kannst Du nichts daran ändern!

Da unsere Konventionen und unser Arbeitsaltag meist keine Rücksicht auf unsere Chronobiologie nehmen, werden viele Menschen gezwungen, gegen ihren angeborenen Rhythmus zu leben. Dies führt dann zu Krankheiten und Unproduktivität. Wer seinem Schlaftyp entsprechend lebt ist leistungsfähiger, glücklicher und bleibt länger gesund.

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8 Antworten auf „Schlafmythen und Schlaftypen“

  1. Ein total interessanter Artikel, liebe Annette! Ich habe darin so einiges neues zum Thema Schlaf erfahren.
    Ich bin auch eher der Lerchentyp aber da mein Rhythmus so durcheinander ist, bin ich nachts auch oft eine Eule. Probleme mit dem Aufstehen morgens habe ich aber nie.
    Ich bin wohl ein bisschen was von allem 🙂
    Liebe Grüße, Kay.
    http://www.twistheadcats.com

  2. Schöner Beitrag! Ich bin irgend wie ein Mischtyp, ich kann sofort morgens raus, hab noch nie in meinem Leben verschlafen und die Snooze Taste ist mir unbekannt, kann aber auch am Besten Abends dann am produktivsten werden. War auch irgendwie schon immer so. Die meisten meiner Kinder sind Eulen, bis auf Nr. 4 die ist eine Lerche und macht uns zur Zeit spätestens um 5.00Uhr wach ;-).
    So hat man richtig was vom Tag.

    LG aus Norwegen
    Ina

  3. Ich bin weder Eule noch Lerche. Wenn mir die Sonne fröhlich ins Gesicht scheint, dann komme ich leichter aus dem Bett als wenn es dunkel ist. Dann bin ich ein Mensch der schwer aus dem Bett kommt und dann erst einmal eine halbe Stunde für sich braucht. Und abends? Da kann ich auch mal erst um 23 Uhr ins Bett hüpfen. Manchmal aber auch schon um 20 Uhr. Bei mir ist das alles davon abhängig wie mein Tag war (Stress bedingt).

    Aber der Beitrag war wieder super informativ. Vielen Dank dafür.

    Liebe Grüße,
    Mo

  4. Ich bin eine Eule, kann aber natürlich nicht so lange aufbleiben, bis die Sonne aufgeht, auch wenn ich das auch schon ein paar mal geschafft habe 🙂 Dank Alltag, Schule, Arbeit, Stress, muss ich mich oft zwingen, früher zu schlafen, auch wenn ich noch gar nicht müde bin! Aber der Wecker klingelt morgens unaufhörlich, also muss das sein! Aber wie du schon schreibst, ist morgens mit einer Eule nicht viel anzufangen 🙂 Zum Glück muss ich nie so früh zur Arbeit!

    Liebe Grüße
    Jana

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