Was hat Multiple Sklerose (MS) mit Ihrem Darm zu tun?

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Die Autoimmunerkrankung Multiple Sklerose (MS), vielleicht doch gar nicht so autoimmun?

Wie bei allen Autoimmunerkrankungen geht die Wissenschaft davon aus, dass der Körper infolge eines fehlgeleiteten Immunsystems ein Organ ganz grundlos angreift und zerstört.

MS ist die häufigste entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems. Dabei werden die Nervenhüllen, die Myelin-Hüllen vom Immunsystem angegriffen und zerstört.

Multiple Sklerose und Mikrobiom

Sind Darmbakterien die Auslöser für MS?

Gleich zwei relativ neue Studien geben Hinweise darauf, dass MS möglicherweise von Darmbakterien ausgelöst werden könnte.

Jeder von uns trägt eine Vielzahl von Darmbakterien als wichtige Lebensgemeinschaft im Darm mit sich herum. Ist die Darmflora, oder wie es seit neuestem heißt das Mikrobiom, gesund, ist der Mensch gesund. Ohne unseren mikrobiellen Darmbesatz sind wir verloren, denn die Bakterien des Darms verdauen maßgeblich unsere Nahrung und wandeln sie in für den Körper nutzbare Bauteile um.

Die Zusammensetzung unseres Mikrobioms ist aber nicht bei jedem Menschen gleich. Sie hängt von vielen Faktoren ab.

Was hat Einflüsse auf unser Mikrobiom?

Als erstes unsere Geburt. Werden wir auf dem natürlichen Geburtsweg geboren, nehmen wir die Keime unserer Mutter auf, die dann durch das Stillen noch ergänzt werden.

Werden wir aber durch einen Kaiserschnitt geboren und nicht gestillt, haben wir schon einen viel schlechteren Start in Hinsicht auf unser Mikrobiom. Meist siedeln sich dann Krankenhauskeime im Darm an was unserer Darmgesundheit nicht zuträglich ist.

Jede Nahrung, die mit Giftstoffen belastet ist, jede Medikamenteneinnahme und Antibiotikaeinnahme verändert im Laufe des Lebens unser Mikrobiom.


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Wie hängt das Mikrobiom mit dem Immunsystem zusammen?

Das Immunsystem wird durch die Auseinandersetzung mit den Darmbakterien geschult. Darmbakterien sind demzufolge ein Trainingslager für Immunzellen. Hier lernt das Immunsystem zu unterscheiden zwischen Bakterien, die uns schaden können, und denen, die uns nützen. Es lernt also zu unterscheiden zwischen gehört zu uns und ist ein Feind. Dies ist aus meiner Sicht schon ein sehr wichtiger Hinweis auf das aus dem Ruder laufen bei einer sog. Autoimmunerkrankung.


Mikrobiom
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Multiple Sklerose und Mikrobiom, zwei Studien

Die erste interessante Studie einer internationalen Großarbeitsgruppe von den Max-Planck-Instituten für Neurobiologie und für Biochemie ist zwar nur eine Mausmodellstudie, die aber wirklich sehr richtungsweisend ist. In der Studie wurde Stuhl von MS-Patienten auf gesunde Mäuse übertragen. Innerhalb kurzer Zeit löste diese Übertragung bei den Tieren eine MS-ähnliche Hirnentzündung (spontane autoimmune Enzephalomyelitis) aus.

Die zweite Studie ist nicht minder interessant, es handelt sich um eine Zwillingsstudie. Forscher vom Max-Planck-Institut für Neurobiologie in Martinsried untersuchten Zwillinge, von denen nur ein Zwilling an MS erkrankt war. Da die Genetik von eineiigen Zwillingen gleich ist, konnte man genetische Faktoren als Erklärung für die MS-Erkrankung ausschließen. Das Augenmerk lag dabei auf der Zusammensetzung des Mikrobioms. Auch hier wurde nur Stuhl vom gesunden und vom erkrankten Zwilling auf gesunde Mäuse übertragen. Das Ergebnis war identisch mit der ersten Studie. Dar Stuhl des an MS erkrankten Zwillings löste bei den betroffenen Mäusen wieder eine MS-ähnliche Hirnentzündung (spontane autoimmune Enzephalomyelitis) aus. Der Stuhl des gesunden Zwillings hingegen nicht.

Welche Bakterien stehen im Verdacht?

Daraufhin wurde das Mikrobiom identifiziert. MS-Erkrankte waren signifikant häufiger mit Akkermansia muciniphila und Acinetobacter calcoaceticus besiedelt als die Gesunden. Die Bakterienart Parabacteroides distasonis war dagegen bei den MS-Patienten reduziert.

Was nützt uns dieses Wissen?

Sehr viel. Unsere Darmflora hängt stark von unserer Nahrung ab. Mit dem, was wir essen, beeinflussen wir, welche Bakterien unseren Darm besiedeln und welche nicht.

Desweiteren können wir unsere Darmflora bestimmen lassen. Das geht mit einem einfachen Stuhltest. Bei Auffälligkeiten können wir dann mit Pro- und Präbiotika gezielt unser Mikrobiom stabilisieren.

Diese Studien sind bahnbrechender, als wir es uns bisher vorstellen konnten, denn das Mikrobiom hat ebenfalls Einfluss auf Depression, Alzheimer, Autismus und Bluthochdruck.

Lassen Sie sich diese einfache, präventive Maßnahme der Darmsanierung nicht entgehen. Gerne helfe ich Ihnen dabei.

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Sie haben Fragen?

Holen Sie sich den Rat einer Expertin. Das spart auf lange Sicht Geld und gewährleistet, dass Sie die richtige Darmtherapie durchführen.

Mehr Infos finden Sie unter: http://annette-pitzer.de/darmgesundheit

Lesen Sie auch: https://blog.annette-pitzer.de/gesunder-darm-stabile-psyche/

 

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29 Antworten auf „Was hat Multiple Sklerose (MS) mit Ihrem Darm zu tun?“

  1. Interessanter Ansatz, wenn doch wieder mal nur so einfach wäre! Andre Studien sagen was anderes.Da spielt sicher ganz viele Faktoren zusammen. Gespannt wie sich das entwickelt.

    LG aus Norwegen
    Ina

    1. Liebe Ina,
      MS ist sicherlich eine Erkrankung, die mehr als einen Auslöser hat. Doch wenn ich präventiv einen davon streichen kann ist schon viel erreicht.
      Alles Liebe
      Annette

  2. Wenn ich über mich als Erkrankte, mein Stuhlverhalten und die dazugehörigen Probleme sowie eine andere MS Bekannte mit etlichen Darm OPs nachdenke, könnte da direkt ein Zusammenhang bestehen. Es ist keinesfalls unglaubwürdig.

  3. Ich finde es immer wieder interessant und spannend zu sehen woher manche Krankheiten kommen oder wodurch sie aufgeläst werden könne. Die Medizin ist wirklich eine Sache für sich und eine ganz komplexe noch dazu.

    Viele liebe Grüße Anja

  4. Ein sehr spannender Artikel und du hast das schön einfach aufbereitet. Medizin ist ja nicht immer so einfach zu verstehen. Ich finde es eh auch interessant für wie viele Krankheiten der Darm auch verantwortlich ist und wie sehr wir da mit der Ernährung gegensteuern können.

  5. Dass die Gesundheit oft im Darm liegt, habe ich ebenfalls schon erfahren müssen. Eine Darmsanierung an sich habe ich auch schon ausprobiert. Vor allem nach Antibiotikagabe mache ich das regelmäßig. Der Ansatz, generell die Darmgesundheit bei Autoimmunerkrankungen im Blick zu haben, ist für mich sehr interessant, da ich selber zwei AIE habe.

    Herzliche Grüße
    Sandra

  6. Über diesen Zusammenhang habe ich bisher noch nichts gehört oder gelesen. Ich hoffe dass der Wissenschaft bald ein Durchbruch gelingt … denn MS ist eine schlimme Krankheit.

    Liebe Grüße
    Verena

  7. Wieder ein wirklich informativer Beitrag. Leider kenne ich einige Menschen in meinem Bekanntenkreis die mit dieser Krankheit leben müssen. Den Artikel werde ich gleich weiter empfehlen.

    Liebe Grüße,
    Mo

  8. Es ist manchmal sehr interessant woher manche Krankheiten kommen können. Habe mich bisher nicht mit MS befasst. Aber ich mache öfter eine darmsanierung, das sehr hilfreich für mich ist. Lg Melissa

  9. Ein sehr interessanter Beitrag, eine Freundin und meine Cousine sind von MS betroffen. Ich selber habe von den Darmbakterien die Auslöser sein können r noch nie etwas gehört, werde den Artikel auf jeden Fall weiterschicken.
    Liebe Grüße
    Sigrid

  10. Hallo Annette,
    ein sehr informativer Bericht, im näheren Umfeld habe ich keinen der daran erkrankt ist. Aber eine Freundin meiner Schwiegermutter ist an MS erkrankt. Werde sie mal auf deinen tollen Beitrag hinweisen.
    Liebe grüße Nadine

  11. Das wäre ja bahnbrechend, wenn endlich was gefunden wäre womit man MS aufhalten oder heilen könnte. Da bin ich ja gespannt, wie die Forschung da weitergeht.

    Lieben Gruß, Bea

  12. Oh mein Gott, mega interessant! Vorallem, darauf wäre ich ja nie gekommen!! Mein Cousin und eine Bekannte haben MS.
    Ich bin heilfroh, dass ich weitgehendst gesund bind.

    Vielen Dank für den tollen Bericht!

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