Detox-Kur für Beziehungen

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Belastende Beziehungen

Wie gestalten sich Deine Beziehungen? Gibt es viel Stress mit maulenden Freunden, faulen Kollegen, anstrengenden Familienmitgliedern oder Deinem Partner? Fragst Du Dich, was Du dagegen tun kannst? Auch hier hilft ein Frühjahrsputz.

Wünschst Du Dich immer öfter auf die Insel?

Wer ständig erreichbar ist, steht auch ständig unter Strom. Und das meine ich in doppeltem Sinne. Handys strahlen und belasten unseren physischen Körper, das ist hinlänglich bekannt. Aber auch die permanente Bereitschaft, auf Telefonate und Nachrichten reagieren zu müssen ist erstzunehmender Stress.

Eine Patientin wünschte sich sehnlichst ihr Handy zu verlieren. Da die Dinger aber teuer sind, passte sie natürlich darauf auf. Warum wollte sie ihr Handy gerne loswerden? Sie mochte sich einfach einmal nur für sich verantwortlich fühlen. Sich den fordernden Anrufe ihrer erwachsenen Kinder, den belehrenden ihrer Mutter und den jammernden ihrer Schwiegermutter und den nicht enden wollenden Tiraden ihrer Freundin über ihren fremdgehenden Mann entziehen.

Natürlich liegen ihr diese Menschen am Herzen, doch die eingefahrenen Muster in den Beziehungen setzen ihr extrem zu. Sie selbst wird gar nicht gehört und hängt an ihrem Telefon und übt sich im stillen Dulden. Danach muss Schokolade als Trostpflaster herhalten, was sich schon auf ihr Gewicht auswirkt und sie wieder unglücklich macht.

Wenn Du von Energiefressern umgeben bist

Solche Beziehungen sind wie schwarze Löcher, sie ziehen alles Lebendige, Lichtvolle an und es verschwindet in der Dunkelheit.

Mir ging es jahrelang mit bestimmten Patienten ebenso. Ich war der Mülleimer für ihre „Probleme“. Sie kotzten sie bei mir aus und zogen dann gut gelaunt von dannen. Die Therapie, wenn man denn von einer solchen sprechen kann, wenn keine Weiterentwicklung gewünscht ist, bestand im Abladen und nicht in einer Veränderung. Ich, der „Mülleimer“ wurde immer unzufriedener und fühlte mich sogar körperlich krank.

Der magische Schutzschild
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Der erste Schritt

Wenn uns Beziehungen nicht gut tun, ist es wichtig, uns das bewusst zu machen. Auch wenn wir unseren Partner, die Kinder, Mutter… lieben, muss die Beziehung zu ihnen verändert werden, sonst verleugnen wir unsere Liebe zu uns selbst.

Konflikte ansprechen, aber richtig!

Klar kann man es strategisch versuchen. Bevor die Tochter sagen kann „Mama kannst Du heute die Kinder nehmen“, könnte man, sofort nachdem man das Telefonat angenommen hat sagen „ Schön, dass Du anrufst, aber ich bin auf dem Sprung, ich gehe zum Yoga und danach treffe ich noch meine Freundin Lisa“. Langfristig wieder ein anstrengendes Unterfangen, das, wenn man nicht aufpasst, auch noch leicht enttarnt wird.

Wer Konflikte offen anspricht, fährt da langfristig besser und kann entspannter seine gewonnene Lebenszeit genießen. Die Botschaft, die vermittelt wird, ist wichtig. Mache Deinem Herzen Luft, ohne in Vorwürfe zu verfallen. Lass Deine Tochter wissen, dass Du Deine Enkelkinder liebst, aber auch ein Recht auf ein eigenes Leben hast. Mach Dir im Vorfeld Gedanken darüber, wann und wie oft Du bereit bist, die Kinder zu betreuen und kommuniziere das liebevoll aber klar. Vermeide anklagende Formulierungen und übe das Gespräch, damit Du Deine Emotionen im Zaum halten kannst. Das ist wichtig, da Du auf Widerstand stoßen wirst. Bleibst Du klar und fokussiert, ist es möglich, den Konflikt ohne viel zerbrochenes Porzellan zu bewältigen.

Von der Sprachlosigkeit in Beziehungen
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Beziehungsbalance

Wenn es Dir gelingt Deine Gefühle frühzeitig zu kommunizieren, kommt es erst gar nicht zu solchen unausgeglichenen unbefriedigenden Beziehungskonstellationen. Wenn Du das Gefühl hast, in einer Beziehung immer öfter auf Krawall gebürstet zu sein, horche genau in Dich hinein und finde den Grund dafür heraus. Sprich darüber und ändere das, was Dich stört.

Loslassen

Und manchmal haben sich Beziehungen einfach erledigt. Niemand muss auf lange Sicht Beziehungen pflegen, die einen belasten. Trau Dich, sie zu beenden. Ja, ich meine im schlimmsten Fall auch Familienbeziehungen. Toxische Beziehungen kosten Dich Nerven und machen auf lange Sicht krank. Das Leben ist zu wertvoll, um seine Zeit damit zu verschwenden.

36 Antworten auf „Detox-Kur für Beziehungen“

    1. Liebe Sunita,
      die einzige Möglichkeit sein ganzes Potential zu leben ist es sich aus einer toxischen Beziehung zu lösen.
      Alles Liebe
      Annette

  1. Liebe Annette,

    ein guter Artikel, der auch wichtig ist. Manche Menschen brauchen mehr den Schubs in die richtige Richtung, da kann dein Beitrag hier super helfen.
    Ich habe schon früh für mich Lösungen gefunden, um die sogenannten „Energie Vampire“ wieder loszuwerden. Egal ob andere Menschen oder die gar die liebe Technik, manchmal muss ein Umdenken einfach sein.

    Herzlichst,
    Mo

  2. Ich finde regelmäßiges Aufräumen und Ausmisten extrem wichtig. Dabei meine ich nicht nur den Kleiderschrank sondern auch das Seelenleben, Beziehungen, Handy und Co. Hin und wieder Dinge und Beziehungen zu überdenken ist extrem befreiend.

    Liebe Grüße, Katja die httüs://auszeitgeniesser.de

  3. Ich habe auch ein paar Energiefresser in meine Umgebung und weiß genau, wie sich das anfühlt! Leider wohnen die Menschen, die mir wirklich gut tun, viel zu weit weg 🙁

    Liebe Grüße
    Jana

  4. Das kenne ich von Freundschaften zu gut! Zum Glück habe ich schon alle Menschen, die mir nicht tut taten, losgelassen. Sollte man auch immer weiter tun!

    Liebe Grüße
    Lisa

  5. Hey, das ist ein sehr interessanter Artikel! Ich dachte erst, du meinst nur partnerschaftliche Beziehungen – aber es sind ja noch viele weitere Ebenen mit einbezogen. Und genau die zehren ja auch im Alltag an den Kräften. Und dann wird es Zeit für Detox!
    Liebe Grüße,
    Marie

  6. Auch ich hatte, wie wahrscheinlich jeder, diese schlechten Freunde und kenne das Mülleimer sein nur zu gut. Nicht umsonst heißt es „wenn du wissen willst, wer deine wahren Freunde sind, bekomme ein Baby“. Da hat man plötzlich nicht mehr die Zeit und weniger Nerven, sich ausschließlich mit Problemen anderer auseinandersetzen und lässt los. Und das tut wirklich gut!
    Viele Grüße
    Wioleta von http://www.busymama.de

    1. Liebe Wioleta,
      nur wie viele Babys soll man im Laufe des Lebens bekommen, diese Strategie funktioniert nur zeitlich begrenzt und auch nur für Mütter.
      Alles Liebe
      Annette

  7. Du sprichst wahre Worte aus in deinem Artikel. Leider ist es nicht ganz einfach, sich von Menschen zu trennen, mit denen man lange Zeit verbracht hat, auch wenn man weiß, dass sie einem nicht gut tun. Aber wir sollten alle mehr auf uns achten.

    Viele Grüße
    Corinna

  8. Ich habe ja eine ganz einfache Methode: jede Beziehung, die mir schadet, wird abgebrochen.
    Zu oft habe ich gebrochene Menschen gesehen. Darauf verzichte ich dankend.

  9. Liebe Annette,

    das ist ja so wahr, was du schreibst.
    Man sollte den Mut haben, der anderen Person konstruktiv mitzuteilen, was man sich für die Beziehung wünscht; was man verändern möchte. Idealerweise teilt man dies als Hamburger-Prinzip mit. Erst was Gutes, dann das Toxische und dann wieder mit was Positiven abschließen.

    LG, Janine

  10. Liebe Annette,

    oh ja, Beziehungen können so kompliziert sein. Ich versuche wirklich bei mir mittlerweile abzuwägen, welche mir wirklich wichtig sind und welche nur belasten.
    Deinen Tipp mit der Kommunikation finde ich übrigens richtig klasse! 🙂

    Liebe Grüße,

    Tabea

  11. Ich achte, nachdem ich früher leider oft ausgenutzt wurde, heute sehr darauf, mit welchen Menschen ich befreundet bin. Diese Menschen sollen mir gut tun und mich positiv beeinflussen und mir nicht meine Energie rauben.

    Gruss
    Natascha

  12. Liebe Annette, das ist ein toller Gedankenanstoß. Ich habe vor Jahren diese Erfahrung sowohl im Kreis der Familie als auch im Kreis der Freunde erfahren und aussortiert. Natürlich ist es anfangs komisch und auch schwer aber auf lange Sicht betrachtet ein Segen. Man kann es eben nicht allen Recht machen und umgekehrt kümmern sich oftmals diese Leute auch nicht um einen, wenn man es mal braucht. Leider leider die Realität. Aber umso schöner, dass du hierüber ein wenig aufklärst.

    Die Arbeit von Therapeuten habe ich schon immer sehr bewundert, ich finde es ist ein harter Job aber er kann – wenn das Gegenüber bereit ist – auch so viel einem geben.

    Viele Grüße Eileen von http://www.eileens-good-vibes.de

    1. Liebe Eileen,
      danke, dass Du Deine Erfahrung hier mit uns teilst. Als Therapeutin zu arbeiten erfordert eine noch größere Achtsamkeit bezüglich Patient-Therapeut-Beziehung als im Privaten.
      Alles Liebe
      Annette

  13. Ich kenne das und habe in den letzten Monaten auch Menschen aus meinem Leben verbannt, die mir nicht gut tun. Was bringen „Freunde“, denen egal ist, wie es dir geht? Wieso Leuten nachtrauern, die nicht mal eine Minute haben um ne Whatsapp zu schreiben. Von Anrufen ganz zu schweigen…

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