Morgenroutine im Ayurveda

Ayurvedische Morgenroutine


Der Beitrag enthält Werbelinks (Affiliate Links) & Produktempfehlung 

Morgenroutine – Guter Morgen, guter Tag

Was heute Forscher durch das relativ junge Forschungsfeld der Epigenetik belegt haben, ist in die alte ayurvedische Lehre schon vor 5000 Jahren eingeflossen: Unsere Gesundheit ist weder Zufall, Schicksal noch Genetik, sondern durch unser Verhalten und unsere Lebensumstände bedingt.

Mach Dir keine Sorgen, oder gar Vorwürfe, wenn Du bisher nicht wirklich aktiv an Deiner Gesundheit mitgearbeitet hast. Beginne einfach heute damit und zwar in kleinen, machbaren Schritten, die dann zur Routine werden. Werde Dir Schritt für Schritt Deiner Handlungen und deren Wirkung auf Deine Gesundheit gewahr und ändere, was Dir nicht gut tut.

Leben im Einklang

Im Ayurveda werden Rhythmen und Zyklen in der Lebensweise berücksichtigt, um Körper und Geist in Harmonie zu bringen. Wer seinen Körperrhythmus berücksichtigt, dem gelingt es zum Beispiel, seine Verdauung zu regulieren und so ein gesünderes Leben zu führen.

Tageszeiten und Doshas

Denen Doshas werden bestimmte Tageszeiten zugeordnet. Jedes Dosha ist zu ganz bestimmten Zeiten des Tages aktiv. Der Tag ist in 6 Zeitabschnitte á 4 Stunden eingeteilt.

Vata: 2:00 – 6:00 Uhr
Die optimale Zeit zum Aufstehen und zum Meditieren. Der Stoffwechsel arbeitet in dieser Zeit auf Hochtouren.

Kapha: 6:00 – 10:00 Uhr
Wem es möglich ist, sollte das Frühstück erst nach 09:00 Uhr zu sich nehmen, denn zur Kapha-Zeit ist unsere Verdauung relativ träge. Daher am besten etwas leicht Verdauliches essen.

Pitta: 10:00 – 14:00 Uhr
Zur Mittagessenszeit, heizt das Feuer des Pitta unsere Verdauung ein. Pitta- und Kapha-Typen können nun voll aufdrehen und einmal um den Block laufen, während der Vata  entspannen sollte.

Vata: 14:00 – 18:00 Uhr
Nun ist unsere Kreativität und Kommunikationsfähigkeit auf ihrem Maximum. Also die optimale Zeit zum Arbeiten. Wer nicht arbeiten muss, kann diese Zeit zum Sport nutzen, dann kommt er am Abend besser zur Ruhe.

Kapha: 18:00 – 22:00 Uhr
Die  Verdauung läuft wieder auf Sparflamme, daher besser früh und leicht essen. Jetzt ist wieder eine gute Zeit zum Meditieren und  für eine ruhige Yogasession, um danach in einen ruhigen und tiefen Schlaf zu fallen.

Pitta: 22:00 – 2:00 Uhr
Das Dosha Pitta übernimmt und aufgrund der nun ausgeschütteten Wachstumshormone regeneriert der Körper und wir können Gewicht verlieren.

Morgenroutine für einen guten Start in den Tag

Am Morgen kann eine ayurvedische Morgenroutine den Körper beim Entgiften unterstützen. Die Routine nimmt 45-60 Minuten in Anspruch.

Frühes Aufstehen ist viel leichter als Du denkst. Da zwischen 2 Uhr und 6 Uhr Vata aktiv ist, ist es leichter, in dieser Zeit aufzustehen, als zum Beispiel um 8 Uhr wenn Kapha (die Schwere) aktiv ist.

Es gibt eine empfohlenen Aufsteh- und Schlafengehzeit für jede der drei Konstitutionen:

  • Vata: 6 Uhr aufstehen, 22 Uhr Schlafen gehen
  • Pitta: 530 Uhr aufstehen, 22-23 Uhr Schlafen gehen
  • Kapha: 430 Uhr aufstehen, 22 Uhr Schlafen gehen

Ich weiß, dass jetzt viele versucht sind, das Lesen dieses Beitrags zu beenden, doch versuch es doch einmal. Lass Dir Zeit dabei und taste Dich immer besser an die Zeit heran, die Deinem Dosha entspricht. Lobe Dich auch für die winzig kleinen Fortschritte, die Du dabei machst.

Morgenroutine – Schritt für Schritt

Verbinde Dich mit der Quelle

Beginn Deinen Tag damit, dass Du entweder noch im Bett oder nach dem Aufstehen ein Gebet sprichst, eine Meditation machst, ein Mantra wiederholst. Wenn Dir das zu spirituell ist, dann führe doch ein Dankbarkeitstagebuch.

Kalte Waschungen

Wasche Dein Gesicht und Deine Augen mit kaltem Wasser. Die Augen sollten dabei geöffnet sein. Das ist ganz besonders für Menschen, die eine Pitta und Kapha Konstitution haben, sinnvoll, da beide zu Augenkrankheiten neigen.

Zungenreinigung

Mithilfe eines Zungenschabers oder eines Löffels schabst Du Deine Zunge vom bakteriellen Belag frei, der sich über Nacht dort angesammelt hat. Das dauert nur wenige Sekunden, schützt vor Mundgeruch und verhindert, dass Toxine und Mikroorganismen zurück in den Körper gelangen können.

Ölziehen

Um fettlösliche Stoffwechselgifte und Bakterien aus dem Mundraum zu entfernen, gibt man einen Teelöffel Sesamöl in den Mund und bewegt diesen so lange, bis sich die Menge im Mund unangenehm anfühlt. Danach in den Mülleimer spucken und die Zähne mit einer fluoridfreien Zahncreme putzen.

Ölziehen
Werbung: Mit dem Code Gefluester15 bekommst Du 15% Rabatt auf Deinen Einkauf.

Nasenreinigung (Nasya)

Das kann am Anfang schwierig sein. Eine sinnvolle Anschaffung ist ein Nasenkännchen. Fülle es mit warmen 0,9 % Salzwasser und spüle die Nase aus. Auch ist es sinnvoll, die Nase mit ayurvedischem Spezialnasenöl zu spülen.  Nasenöle wirken abschwellend, antibakteriell, befeuchtend und regenerierend auf die Nasenschleimhaut und stärken die Atemwege. Gib dafür einen Tropfen Nasenröl auf Deinen Finger und bringe es in das Nasenloch ein. Die Shrotas (Leitungsbahnen im Ayurveda) werden geöffnet und die Sekretion der Nasensekrete angeregt. Außerdem ist es eine wirksame Vorbeugungsmaßnahme gegen Erkältungen und bei Einschlafschwierigkeiten.

Warmes gefiltertes Wasser trinken

Trinke drei Gläser warmes, gefiltertes Wasser. Wenn Dir zu Anfang drei Gläser zu viel sind, beginn mit einem und steigere Dich langsam.

Darmentleerung

Bevor Du frühstückst, solltest Du den Darm entleert haben. Meist funktioniert das mit der Zeit alleine durch das Trinken des warmen Wassers. Wer dennoch Probleme hat, kann mit Dreifruchtpulver vor dem zu Bett gehen seinen Darm ankurbeln.

Ölmassage

Möchtest Du Dein Gewebe gesund, kräftig und geschmeidig erhalten, ist eine Selbstmassage mit warmem Öl eine wunderbare Möglichkeit dafür. Eine Ölmassage senkt Vata und erhält jung.

Die Öle werden über die Haut ins Gewebe aufgenommen und wirken ausgleichend auf die Doshas. Sie nähren das Gewebe und ziehen fettlösliche Gifte heraus.

Ölmassage

Werbung: Mit dem Code Gefluester15 bekommst Du 15% Rabatt auf Deinen Einkauf.

Duschen

15 Minuten nach der Ölmassage ist es Zeit, das Öl wieder abzuwaschen. Benutze eine milde schadstofffreie Seife oder ein Duschgel.

Nun bist Du durch Deine Morgenroutine topfit für Deinen Tag!

46 Antworten auf „Morgenroutine im Ayurveda“

  1. Ich habe tatsächlich schon festgestellt, dass ich besser aufstehen kann, wenn der Wecker früher klingelt. Früher bin ich um 7:20/7:30 Uhr aufgestanden und es war eine Qual. Neuerdings klingelt der Wecker um 06:40 Uhr und da komme ich viel besser hoch!
    Liebe Grüße,
    Emilie

  2. Ich beschäftige mich derzeit auch mit dem Thema Ayurveda – allerdings eben eher in Sachen Ernährung. Das ist so ein komplexes und interessantes Thema und ich freue mich, hier noch Weiteres darüber zu erfahren.
    Ganz liebe Grüße
    Sandra

  3. Ich bin auch ein Frühaufsteher. Meine innere Uhr weckt mich auch am Wochenende oder im urlaub zwischen 5 Uhr und 5:30. Man schafft auch mehr, wenn man früh aufsteht. Abends nach 21 Uhr sind ja ohnehin die wenigsten noch produktiv. Ayurveda mache ich noch nicht, aber da ich einiges an meinem Lebensstil ändern will, soltle ich das mal genauer anschauen.

  4. Das sind tolle Anregungen. Ich denke ich mach auch mal wieder Ölziehen. Das funktioniert bei mir prima. Ich muss mich nur dran erinnern, am Morgen 🙂

  5. Ölziehen mache ich auch ab und an und das Glas warme Wasser habe ich früher auch getrunken und dann aus den Augen verloren. Sollte ich mal wieder machen.
    Liebe Grüße
    Anja von Castlemaker.de

  6. Das ist ein hoch interessanter Beitrag. Die Morgenroutine klingt sehr schlüssig. Wovon ich noch nie gehört habe, ist die Nasenreinigung – das stelle ich mir schwierig vor, glaube aber, dass das echt etwas nutzen könnte. Das Trinken von warmen Wasser kenne ich – da funktioniert die Darmentleerung nach einiger Zeit wirklich gut.
    Danke für die Zusammenfassung.
    LG
    Carina

  7. Bei den Konstitutionstypen ist definitiv etwas dran. Ich bin ganz eindeutig einer dieser Typen … allerdings nicht was das Aufstehen in der Früh betrifft. Das ist definitiv nicht meine Zeit. Aber einige deiner vorstellten Morgenrituale werde ich ab jetzt wieder häufiger einbauen. Danke!

    lg
    Verena

  8. Dann werde ich mal versuchen herauszufinden was ich eigentlich für ein Typ bin… Einige der Dinge habe ich schon in Angriff genommen. Das frühere Aufstehen zum Beispiel. Da bin ich allerdings noch Meilenweit von den Uhrzeiten entfernt die du hier auflistest. Aber das wird bestimmt auch noch =) Danke für die Inspiration!

  9. Mit meiner ganz persönlichen Morgenrutine starte ich völlig anders in den Tag.
    Eines allerdings passt in deinen zeitlichen Angaben für mich – als vorwiegend Vata – garnicht. Meine Kreativität hat in der späteren Mittagszeit ein echtes Loch 🙂

    Liebe Grüße, Katja

    1. Liebe Katja,
      um diese Uhrzeit haben die Nieren ihre Hochzeit. sind diese durch etwas geschwächt, dann hat mein ein Tief.
      Alles Liebe
      Annette

  10. Frühes Aufstehen ist so gar nichts für mich, ich bin nämlich eine geborene Nachteule und geh manchmal erst um 3 ins Bett! 🙂

    Frühstücken mag ich auch nicht, aber trotzdem fand ich den Beitrag sehr interessant! Das Zungenschaben will ich mal ausprobieren!

    Liebe Grüße
    Jana

  11. Ooookay, ich finde das toll, ehrlich. Ich bin allerdings kein Typ vom früh ins Bett gehen (22-23 Uhr ist für mich sehr früh) und wenn andere aufstehen, gehe ich ins Bett. Natürlich konnte ich das früher nicht, weil ich einen festen Job hatte (mit Arbeitgeber und Öffnungszeiten). Das hat mir jahrelang nicht gut getan, gegen meinen persönlichen Biorythmus so extrem anzugehen. Ein Grund, warum ich ihn nun so hinnehme, weil ich es einfach kann. Natürlich muss ich mit den Kindern aufstehen, weil diese in die Schule müssen. Allerdings lege ich mich danach wieder hin. Ich bin seitdem deutlich fitter und komme gut durch MEINEN Tag.

    Die anderen Rituale mache ich nun irgendwie automatisch so. Das Ölziehen wollte ich bald mal anfangen. Das muss ich unbedingt ausprobieren.

    Und ich bin ja richtig froh, dass ab 14 Uhr bei mir die Kreativität durchstartet, denn da mache ich Hausaufgaben mit den Kindern – die fordern oft ein hohes Maß an Kreativität *lach*!

    Lieben Gruß, Bea.

  12. Wirklich ein richtig toller Beitrag, der mich motiviert hat doch mal früher aufzustehen und nicht alles auf die schnelle zu machen 🙂 Hab den Beitrag auf jeden Fall gleich mal gespeichert.
    Liebe Grüße,
    Saskia

    1. Liebe Melanie,
      unsere Leben sind nicht immer und in jeder Phase mit dem was optimal für unsere Gesundheit wäre kompatibel..
      Alles Liebe
      Annette

  13. Sehr spannend, muss ich sagen! Habe mich mit Ayurveda bislang nicht beschäftigt, finde das Konzept dahinter aber durchaus richtig. Wenn ich den Tagesablauf hier lese, kollidiert das allerdings sehr mit meiner persönlichen Empfindung wann ich am fittesten bin und am besten arbeiten kann etc. Vor allem 14-18 Uhr sind eigentlich meine Tiefpunkte. 😀 Aber man darf es sicherlich auch nicht wortwörtlich nehmen. Ich werde mich auf jeden Fall mal etwas damit beschäftigen. 🙂

    Liebe Grüße
    Sarah

    1. Liebe Sarah,
      es spielen viele Faktoren hinein. Wer zwischen 14 Uhr und 18 Uhr sehr viel isst, hat ein Leistungstief. Vielleicht trifft das ja bei Dir zu.
      Alles Liebe
      Annette

    1. Liebe Claudia,
      es gibt so viele Arten eine Morgenroutine zu entwickeln, da ist für jeden etwas dabei.
      Alles Liebe
      Annette

  14. Das klingt alles ganz schlüssig und ich bin weit davon entfernt, eine vernünftige und gesunde Morgenroutine zu haben. Ich bin immer hektisch und viel zu spät dran! Ich nehm mir mal das Ölziehen vor, hab davon schon so viel gutes gelesen!

  15. Hallo, ein sehr schöner und interessanter Beitrag 🙂 Aber der Satz „Unsere Gesundheit ist weder Zufall, Schicksal noch Genetik, sondern durch unser Verhalten und unsere Lebensumstände bedingt.“ der macht mich stutzig… Also für Vieles ist man bestimmt verantwortlich aber einiges denke ich ist schon auch einfach Veranlagung bzw. Schicksal… Liebe Grüsse, Janina

    1. Liebe Janina,
      es gibt nur sehr wenige genetische Erkrankungen, denen man ausgeliefert ist. Natürlich gibt es auch Umwelteinflüsse, Unfälle etc. die wir nicht beeinflussen können.
      Alles Liebe
      Annette

  16. Ich merke, dass ich produktiver bin, wenn ich früh aufstehe. Dazu muss aber die vorangegangene Nacht auch gut gewesen sein. Mit Kind ist das nicht immer leicht, deswegen genieße ich es auch, morgens mit meiner Maus noch im Bett zu kuscheln und einfach später aufzustehen.

    Viele Grüße
    Natascha

  17. Ohje, früh aufstehen, das gestaltet sich schon daher schwer bei mir, da ich den halben Monat Nachtschichten habe und somit eigentlich nie in einen normalen Tag- Nacht- Rythmus komme. Selbst an meinen freien Tagen bleibe ich ewig wach und gehe morgens dann schlafen. Dennoch finde ich einige Aspekte sehr gut, das mit der Nasenreinigung und dem Nasenöl werde ich dringend mal versuchen, da ich große Probleme mit meiner Nasenschleimhaut habe und so gut wie immer Nasenspray zum einschlafen brauche.

    Ein wirklich toller Beitrag, manchmal wünschte ich einen normalen 8-17 Job zu haben. So eine tolle Morgenroutine hat schon seine Reize.

    Liebe Grüße
    Sarah

    1. Liebe Sarah,
      da übst Du in einen Beruf aus, der sich auf lange Sicht nicht positiv auf Deine Gesundheit auswirkt. Pass gut auf Dich auf.
      Alles Liebe
      Annette

  18. Ich beschäftige mich seit kurzem mit der ayurvedischen Medizin, aktuell machen wir auch eine 4 Phasen Kur die 4 Monate dauert. Wir gehen immer gegen 20/21 Uhr ins Bett und stehen gegen 04.30 Uhr auf.

    In dem aktuellen Buch das ich lese werden die einzelnen Doshas noch behandelt, daher fand ich denen Beitrag als kleinen Einblick schon mal interessant.

    Liebe Grüße Eileen von http://www.eileens-good-vibes.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.