Schmerz

Schmerz
Schmerzkrankheit
chronische Schmerzen
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Schmerzen lindern
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Schmerz – ein unangenehmes Erlebnis

Fast mein gesamtes Leben bin ich chronisch schmerzkrank, ich weiß also, worüber ich schreibe. Dennoch leide ich wenig, da ich mit meinem Schmerz schon sehr lange arbeite. Ja, es ist möglich, Schmerzen erträglicher zu machen und die Schmerzintervalle auszudehnen. Genauso ist es möglich, zu genesen und schmerzfrei zu werden.

Wahre Redensarten, die Wut erzeugen

Gutgemeinte Redensarten sind für mich als chronische Schmerzpatientin und sicherlich auch für meine Patienten, milde gesagt, ein Ärgernis. Dazu gehören Sprüche wie „Lass Schmerz Dein Lehrmeister sein“, „Der Schmerz zeigt Dir Deine Grenzen“ oder „Der Schmerz, den Du heute fühlst ist die Stärke, die Du morgen spürst“. Wenn Du gerade fluchend, heulend und hadernd mit Deinem Schmerz kämpfst, kannst Du solche verbalen Ergüsse jedoch echt nicht brauchen! Und dennoch sind sie zutreffend!

Was ist Schmerz und ist er für irgendetwas gut?

Die International Association for the Study of Pain definiert Schmerz folgendermaßen: »Schmerz ist ein unangenehmes Sinnes- oder Gefühlserlebnis, das mit tatsächlicher oder potenzieller Gewebeschädigung einhergeht oder von betroffenen Personen so beschrieben wird, als wäre eine solche Gewebeschädigung die Ursache.« Schwammig, oder?

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Ein Schmerzreiz dient jedenfalls dem Schutz vor Schlimmerem. Wie kann ich mir das denn vorstellen? Wenn ich meine Hand auf die heiße Herdplatte lege, dann veranlasst mich der Schmerz dazu, die Hand zurückzuziehen. Kurz gesagt werden dadurchschlimmere Verbrennungen vermieden. Der Schmerzreiz dient also als Warnglocke.

Schmerz – der Mechanismus

Nervenende, sogenannte Nozizeptoren sind für das Empfinden von Schmerz verantwortlich. Sie reagieren auf Druck, Hitze, Kälte und Verletzungen. Wenn eine gewisse Schwelle überschritten wird, werden sie aktiv und warnen uns vor einer Gewebeschädigung.

Erstaunlich ist, dass 80% aller Nervenfasern außerhalb des Gehirns und des Rückenmarks Teil des Schmerzwahrnehmungssystems sind. Warum empfinden wir dann nicht ständig Schmerz?

Die Nozizeptoren schaukeln sich hoch. Man kann es sich wie eine kritische Masse vorstellen. Es müssen erst über 30% der Nozizeptoren Botenstoffe ausschütten, damit weitere aktiv werden. Stell Dir das wie eine Menschenmenge vor. Zuerst fängt einer an zu schreien, schließen sich hier und da andere Menschen an, wird die Menschenmenge immer unruhiger. Hat die Anzahl der schreienden Menschen dann einen Schwellenwert überschritten, fangen immer mehr an zu schreien und das ganze System kippt.

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Schmerzmittel, ja oder ?

Chronische Schmerzen können, wenn sie unzureichend behandelt werden, Spuren im Zentralnervensystem hinterlassen und so den Schmerzreiz erhöhen. Das Gehirn erlernt den Schmerzmechanismus ähnlich wie eine Sprache.

Soweit die Theorie. Auch ich habe am Anfang meiner Schmerkarriere viele Jahre lang starke Medikamente genommen, um den Schmerz zu unterdrücken. In meinem Fall verstärkte dieses Vorgehen aber meine Probleme. Am schlimmsten Punkt hatte ich dann 6 Monate ohne Pause Schmerzen, die auch durch die stärksten Medikamente nicht mehr zu beeinflussen waren.

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Entgiftung

Daraufhin folgte ich dem Rat meines Mentors Prof. Herget und setzte alle Medikamente ab. Eine zugegebenermaßen unbeschreiblich harte Zeit. Dann begann ich zu entgiften und die Schmerzen wurden immer weniger. Nach dieser Erfahrung habe ich vielmehr nie wieder ein Schmerzmedikament eingenommen. Um Deine Frage zu beantworten, ja ich hatte auch weiterhin heftige Schmerzattacken, aber viel weniger als zuvor. Und ja, ich gehörte auch weiterhin zu den chronischen Schmerzpatienten.

Was kann die Naturheilkunde bei chronischen Schmerzen tun?

Sehr viel, meiner Meinung nach mehr als die Schulmedizin. Aufgrund meiner eigenen Leidensgeschichte erlernte ich eine Menge Techniken, die Schmerzen lindern oder sogar die Schmerzsymptome verschwinden lassen. Nicht jede Technik beeinflusste meinen Schmerz, doch meinen Patienten kommen sie alle zugute. Nein, es gibt sie nicht die eine Technik, oder Therapie für jeden Schmerz. Wäre ja auch zu schön, oder? Man muss geduldig sein und gemeinsam mit seiner Therapeutin ausprobieren, was die beste Wirkung zeigt.

Was meine Hormone mit meinen Schmerzen zu tun hatten

Mit 50 begannen meine Hormone langsam in Unordnung zu geraten und mit 54 war ich in der Menopause.  Ich vermutete schon immer, dass meine Schmerzen eng an meine Hormone gebunden waren, nun hatte ich Gewissheit. Meine Schmerzen sind fast verschwunden. Wäre das Schmerzgedächtnis so wichtig wie angenommen wird, dürfte ich heute nicht weitgehend schmerzfrei sein.

Gibt es das Schmerzgedächtnis doch nicht?

Das bedeutet nicht, dass es das Schmerzgedächtnis nicht gibt, wir sollten aber auch jenseits von Theorien denken. Viele Menschen profitieren anfänglich von Schmerzmitteln. Dennoch ist der Preis für den Körper sehr hoch. Alle haben mehr oder weniger starke Nebenwirkungen und verursachen aus diesem Grund Langzeitschäden im Körper.

Die alternative Schmerztherapie kann dafür sorgen, dass weniger Schmerzmedikamente benötigt werden und bietet außerdem Chancen sie ganz los zu werden.

Schon lange helfe ich Menschen ihren Weg mit und aus dem Schmerz zu finden. Gerne helfe ich auch Dir dabei ((Tel. Nr. 02771-833434, E-Mail: info@annette-pitzer@gmx.de).

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48 Antworten auf „Schmerz“

  1. Glücklicherweise habe ich in meinem Leben bisher sehr selten mit Schmerz zu tun gehabt. Bis auf die Geburt meiner Tochter und die bevorstehende Geburt des zweiten Kindes… Ansonsten bin ich bis auf ein paar hartnäckige Verspannungen im Rücken recht schmerzfrei. Dein Beitrag ist aber sehr interessant und hilft hoffentlich dem ein oder anderen Schmerzpatienten!

    Liebe Grüße
    Britta von http://www.fraufreigeist.de

    1. Liebe Wioleta,
      Skoliose bedeutet bei weitem nicht Schmerz. Such Dir eine kompetente integrative Schmerztherapie, dann wirst Du sehen, was möglich ist.
      Alles Liebe
      Annette

  2. Hallo liebe Annette, seit meinem schweren Autounfall, bin ich in Schmerztherapie, mittlerweile nehme ich Morphium weil nichts mehr hilft und ich so einiges nicht mehr einnehmen darf, da ich nur noch eine Niere habe. An manchen Tagen geht es mir gut aber es gibt zu viele Tage wo es mir schlecht geht. Aber ich komme zurecht. Seit dem ich meinen Blog habe, bin ich etwas abgelenkt was mir sehr gut tut.
    Gerne nehme ich einen Tipp an. Auf meinem Blog habe ich über meinen Unfall berichtet , hab ihn gestern von blogspot auf meinem neuen Blog geholt , wenn du magst, dann schau mal vorbei.
    Liebe Grüße Katrin
    https://icefee-testet.de/ein-schwerer-autounfall-der-mein-leben-veraenderte/

    1. Lieb Katrin,
      such Dir zusätzlich eine alternative integrative Schmerztherapie, denn nur wer den Blickwinkel ändert und neues ausprobiert findet neue Wege aus dem Schmerz.
      Alles Liebe
      Annette

  3. Ich versuche Schmerzmittel auch so gut es geht hinauszuzögern! Zum Glück brauche ich sie nicht oft und habe auch keine chronischen Schmerzen! Toi toi toi.

    Liebe Grüße
    Jana

  4. Liebe Annette,

    ein interessanter und auch ein ehrlicher Beitrag von dir. Vielen Dank.
    Schmerz ist wirklich ein ziemlich großes Thema und auch sehr vielschichtig. Hatte neulich ein interessantes Gespräch mit einem Schmerztherapeuten.

    Liebe Grüße,
    Mo

  5. Schmerzen sind ja bekanntlich nicht gleich Schmerzen. Ich leide zum Glück nur selten an irgendwelchen Schmerzen. Meine Schwester leidet jedoch dauerhaft unter Schmerzen in der Hand.

  6. Hallo Annette,
    Danke für den sehr lehrreichen Beitrag. Ich bin ein Gegener, gleich wegen jedem Wehwehchen zu einem Mitel zu greifen. Aber ich habe, im Vergleich zu Dir und einigen der obigen Kommentaren auch wahrlich keine Grund zum klagen. Vielmehr müsste ich dankbar sein, das wir gesund sind. Leider sehen wir das allzu oft als Selbstverständlichkeit.

    Verspielte Grüßle,
    Simone

  7. Liebe Annette, ich bin froh das ich gesund bin und nur selten mit Schmerzen zu tun habe. Einzig Kopfschmerzen plagen mich hin und wieder, aber das habe ich gut im Griff und kann mich glücklich fühlen. Ich hoffe das bei Blogbeitrag dem einen oder anderen hilft. LG, Cindy

  8. Dieser Beitrag ist wie für mich gemacht. Ich bin seit genau 6 Monaten Schmerzpatientin … und ich kannte davor Schmerzen…aber keine dauerhaften. Ich bekomme meine Schmerzen nur mit Morphinen in den Griff … aber ich versuche sie nur im Notfall zu nehmen. Wenn ich etwas vorhabe und mich bewegen können muss. Ich werde jetzt einmal Alternative Schmerztherapie probieren.

    lg
    Verena

    1. Liebe Verena,
      ich kann es Dir nur empfehlen. Meine Schmerzen begannen mit 6 Jahren und nur die alternative Schmerztherapie hat mir langfristig geholfen. Auch Du wirst die Therapie finden, die für Dich wirksam ist.
      Alles Liebe
      Annette

  9. Hallo Annette,
    Danke für den interessanten Beitrag. Spannend, dass Du gute Erfahrungen mit dem Medikamenteabsetzen gemacht hast. Ich bin auch eher überzeugt davon, nicht gleich alles zu medikamentieren – aber ich habe auch keine Dauer-Schmerzen oder ähnliches, wofür ich natürlich dankbar bin.
    Alles Liebe Dir und vor allem: GESUNDHEIT

  10. Du leidest so lange schon unter Schmerzen? Das ist ja furchtbar! Entgiftung hilft bei so vielem. Auch bei bzw. nach Krebs, da wirkt es teils Wunder! Ich denke an Dich, Annette und wünsche Dir alles alles Liebe! Meinst Du , dass Deine Schmerzen nochmal komplett weg gehen? LG! Sirit

    1. Liebe Sirit,
      darüber habe ich noch nie nachgedacht. Hört sich sicherlich schräg an, aber so nehme ich dem Schmerz seine Macht. An Tagen an denen ich schmerzfrei bin denke ich keine Sekunde an Schmerzen.
      Alles Liebe
      Annette

  11. Chronische Schmerzen müssen etwas Schreckliches sein. Vor allem die Abhängigkeit von Medikamenten und die Angst vor den Schmerzen selbst stelle ich mir als sehr belastend vor. Zum Glück bin ich davon nicht betroffen. Danke für deinen Beitrag, er hat mir sehr viel Einsicht in dieses Thema gegeben.
    LG
    Carina

  12. Eine Zeit lang hatte ich richtig oft Kopfschmerzen, sodass nun manche Tabletten bei mir schon gar nicht mehr wirken. Ich bin daher sehr froh, dass die Schmerzen weniger geworden bin und versuche, erst einmal ohne Medikamente auszukommen. Vielleicht soltle ich mich mal mit Naturheilkunde beschäftigen 🙂

    1. Liebe Carry,
      sicherlich gibt es auch in Deiner Nähe eine kompetente Heilpraktikerin, der Weg dorthin lohnt sich sicherlich.
      Alles Liebe
      Annette

  13. Hallo und danke für den sehr interessanten und informativen Beitrag! Zum Glück habe ich nur selten Kopfweh oder so und da ich ein totaler chemischer Tablettengegner bin nehme ich nur ganz ganz selten etwas. Ganz liebe Grüsse, Janina

  14. Das ist ein guter informativer Beitrag für meine Mama – die kämpft nun auch schon seit Jahren mit bestimmten Schmerzen! Ich persönlich bin ja kein Schmerzmittelfan und versuche es immer so lang wie möglich ohne auszuhalten!

    Liebe Grüße,
    Verena von whoismocca.com

  15. Ich bin ein Mensch, der recht schmerzunempfindlich ist. Ärzte wie auch Schwestern im Krankenhaus bewundern mich immer wieder, was ich doch für ein Stehaufmännchen bin. Es heißt ja immer, dass man nie unter Schmerzen leiden soll und etwas dagegen unternehmen soll, damit sich der Schmerz nicht im Schmerzgedächtnis bleibt – ich selber versuche aber immer, bis zu einem bestimmten Punkt auszuhalten und erst wenn gar nichts mehr geht, nehme ich etwas dagegen.
    Liebe Grüße an Dich
    Sandra

    1. Liebe Sandra,
      treten die Schmerzen selten und heftig auf kann man sicherlich etwas dagegen einnehmen. Leidet man unter chronischen Schmerzen, helfen die Schmerzmedikamente sowieso oft gar nicht mehr, oder lösen sogar aufgrund ihrer Zusammensetzung die nächste Schmerzattacke aus. Das nennt man Tabletteninduzierter Schmerz. In diesem Fall sollte man sich nach Alternativen umsehen.
      Alles Liebe
      Annette

  16. Ich muss dir in diesem Beitrag absolut zustimmen. Ich habe täglich mit Schmerzen zu tun, die durch meine beiden Bandscheibenvorfälle zurückzuführen sind. Allerdings hab ich mich von Anfang an gegen Schmerzmittel entschieden, da ich zum Zeitpunkt, als ich die Vorfälle diagnostiziert bekommen habe, voll gestillt habe. Natürlich gibt es Tage, wo ich mal ein Ibu einnehme, aber das mache ich wohl eher wegen der Kopfschmerzen. Die Rückenschmerzen blende ich aus, nur bei längerem Sitzen werde ich dran erinnert. Danke für deinen Beitrag.
    Liebe Grüße
    Tanja

    1. Liebe Tanja,
      es gibt wunderbare Möglichkeiten bei Rückenschmerzen die durch Bandscheibenproblemen ausgelöst werden. Meist ist es gar kein Vorfall, sondern eine Bandscheibenvorwölbung, die reversibel ist.
      Alles Liebe
      Annette

  17. Liebe Annette, zum Glück habe ich sehr selten mal Schmerzen und bin froh darum keine chronischen Schmerzen zu haben. Ab und an plagen mich Kopfschmerzen in Form von Migräne und da helfen leider nur Tabletten und wenn ich das zu spät einnehme, kann man mich für den Rest des Tages abschreiben. Da hilft nur noch alles abdunkeln und schlafen.

  18. Ich befinde mich seit 4 Jahren in einer Schmerztherapie, mir geht es damit ganz gut, aber die Nebenwirkungen sind schon heftig . Wenn ich könnte, dann würde ich einen anderen Weg gehen.
    Liebe Grüße Katrin

    1. Liebe Katrin,
      jeder kann, erst einmal parallel, andere Wege finden und gehen. Such Dir eine kompetente Therapeutin und fang einfach an.
      Alles Liebe
      Annette

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