#6 Gesundheitsgeflüster der Podcast

#6 Gesundheitsgeflüster der Podcast Einen Scheiß muss ich!

Einen Scheiß muss ich! – warum Du sein darfst, wie Du bist!

Warum ein Podcast mit dem Thema „Einen Scheiß muss ich“?

Nach den Vorstellungen anderer zu leben macht uns krank

So viele Menschen kennen ihr Wesen nicht, weil sie versuchen, jeder Forderung, die an sie gestellt wird, auch nachzukommen. Sie sind nicht mehr sie selbst, sondern Menschen, die von anderen unter Druck geformt werden. Die, die formen, werden dabei wiederum von jemandem unter Druck geformt. Das Ergebnis eine verformte, gestresste und kranke Gesellschaft. Hierzu sei gesagt, dass der Stress durch Menschen zu den Hauptgründen für Depression oder Burnout zählt.

Grenzen zu setzen ist gesund und wichtig

Ein Nein ist ein Nein und ein Ja ein Ja. Wir sind alle verletzlich, jeder einzelne von uns und aus Angst verletzt zu werden, tragen wir Panzerungen und Masken. Die Verletzlichkeit bleibt dennoch, wir lächeln, auch wenn wir verletzt werden und geben einfach noch etwas mehr Glitzer auf unsere Maskerade. Daher sind Sprüche wie „Hinfallen. aufstehen, Krone richten weitergehen!“ so beliebt.

Die Grube der Bescheidenheit

Unser Gegenüber will sich im Spiegel sehen, also einen einschätzbaren Menschen ohne unbequemes eigenes Profil und Wachstumspotential. Daher stammen solche Geburtstagswünsch wie „Bleib wie Du bist“, oder die Poesiealbumsprüche “ Sei wie das Veilchen im Moos, sittsam, bescheiden und rein, und nicht wie die stolze Rose, die stets bewundert will sein“. Nichts macht uns daher so große Angst wie ein Mensch, der seinen Panzer abgelegt hat, nicht konform ist, um zu wachsen und frei zu leben.

So kommt es, dass eine ganze Gesellschaft ein Leben lebt, das nicht das eigene ist, leidet, krank wird, sich betäubt, kränker wird, härter gegen sich selbst und andere wird und den Maskenstab weiter an die nächste Generation gibt.

Du selber bist verantwortlich

Wie oft höre ich, ich will doch nur gesehen und wahrgenommen werden als Mensch. Oder wie viele Beziehungen scheitern, weil die Partner erwarten, dass der andere sie durch den Panzer sehen und verstehen kann? Die Panzerung und die Maskerade verhindert das aber.

In Beziehungen festzustecken, deren Langlebigkeit davon abhält, ob Erwartungen erfüllt werden oder nicht, ist kräftezehrend und frustrierend.

Mit diesem Podcast nehme ich an der Blogparade „Einen Scheiß muss ich“ von Elke-Schwan-Köhr – Federführend Media teil. Zuerst dachte ich, dass mir zum Thema gar nichts einfallen würde, doch dann musste ich mich sogar zwischen mehreren Themen entscheiden.

55 Antworten auf „#6 Gesundheitsgeflüster der Podcast“

  1. Liebe Annette,

    ein toller Podcast Beitrag.
    Leider gibt es viele Menschen, die nicht in der Lage sind ihre innere Meinung auch nach außen zu transportieren. Aus Angst womöglich irgendwann alleine dazustehen. Verstehen kann ich diese Menschen schon, andererseits vertrete ich die Meinung, dass sich nur etwas ändern kann, wenn ich auch den Mund aufmache und sage, was mir nicht passt. Denn es ist genauso wie du es sagst: „Einen Scheiß muss ich“.

    Liebe Grüße,
    Mo

  2. In letzter Zeit musste ich auch so oft mit einer Maske rumrennen! Auf Arbeit funktionieren, obwohl mir gar nicht danach zumute war! Nun hab ich fast Urlaub und weiß nicht, ob ich den genießen kann. Ich wünschte, man könnte einfach nur mit dem Finger schnipsen und es wäre wieder wie vorher! Was auch nicht ideal war, aber wesentlich besser als jetzt. Sorry, aber das passte gerade 🙁

    1. Liebe Jana,
      man kann es lernen seine Maske abzulegen. Wenn Du in dieser Richtung Hilfe brauchst können wir gerne ein Coaching beginnen.
      Alles Liebe
      Annette

  3. Liebe Annette du sprichst mir aus der Seele. Tolle und sehr treffende Worte hast du da gewählt. So viele meines Umfelds sind in letzter Zeit gescheitert und können einfach nicht mehr. Anstelle von Aufstehen und für sich selbst Einstehen, gingen sie den einfachen Weg der Anpassung und des Gemochtwerdens. So ungesund ist die Welt zur Zeit.

  4. Der Satz ist großartig: Eine Scheiß muss ich…
    Denn wem bin ich denn Rechenschaft schuldig? Nur mir selbst und sonst niemanden.
    Dass ich deswegen mich nicht wie ein Axt im Wald anderen gegenüber finde ich ebenfalls logisch. Denn so wie ich behandelt werden möchte, behandel ich auch andere.
    Aber klar mit dem Fokus – einen Scheiß muss ich 🙂

    Liebe Grüße, Katja

  5. Liebe Annette,

    ein toller Beitrag und Podcast mit einem Thema, dass sehr zum Nachdenken anregt!

    Weißt Du, ich habe meinen Kindern immer gesagt, dass sie, so wie sie sind, toll und gut sind. Eben richtig. Im Kindergarten wurde ihnen das dann auch von den Erzieherinnen vermittelt. Gut gemacht! In der Schule allerdings werden sie für jedes „sie selbst und eben nicht wie die anderen“-sein bestraft! Jeder muss in die Schubladen passen, angepasst sein und am Besten noch vergleichbar. Wenn sie dann erwachsen sind, sollen sie wieder Unique sein…. schwierig!

    Lieben Gruß, Bea.

    1. Liebe Bea,
      ja schwierig. Aber Eltern, Familie und Freunde können da durch ihre Vorbildfunktion und durch Achtsamkeit zum Glück gegensteuern. Aber Du hast natürlich recht in der Lebenszeit in der wir als Menschen am empfindsamsten sind und alles ungefiltert zu uns durchdringt und als wahr aufgenommen wird werden wir am stärksten geprägt und leider oft auch verletzt.
      Alles Liebe
      Annette

  6. Liebe Annette,
    Chapeau, vielen Dank für diesen tollen Podcast, deine offenen Worte und auch für deine persönlichen Einblicke!
    Beim Hören hab ich mich immer wieder dabei ertappt, energisch zustimmend zu nicken. Ich könnte jetzt hier eine ellenlange Antwort tippen, will’s aber einfach dabei belassen:
    Danke für diesen wertvollen Beitrag zur Blogparade!
    Ganz liebe Grüße
    Elke

    1. Liebe Elke,
      jetzt bin ich errötet und ein bisschen Stolz, so ein Lob von einem Profi ist etwas ganz besonderes. Danke.
      Alles Liebe
      Annette

  7. Hallo Annette, schön deine Stimme zu hören 🙂 toller Beitrag, Danke – genau dass, man muss sein Leben nicht von anderen triggern zu lassen sondern man sollte sich frei bewegen, so, wie man es für richtig hält… liebe Grüße Bettina

    1. Liebe Melanie,
      manche Verhältnisse (Arbeit, Ausbildung, Schule, Studium) lassen die Einstellung nicht zu. Da bist Du dann nicht in der prävalierten Situation zu machen was Du willst.
      Alles Liebe
      Annette

  8. Spannendes Thema, das du da anschneidest. Hierzu würde mir einiges einfallen, da ich in meinem Freundes- und Bekanntenkreis gerade eine einschneidende Phase erlebe. Gesellschaftskonform – man kann es auch konservativ nennen – zu leben, sprich, Haus mit eigenem Garten, Heirat und Kinder zerrt an so manchen Menschen in meinem Umfeld. Dies kritisch anzusprechen, wie ich es bereits einige Male versucht habe, stößt aber meist auf Unverständnis. Anstatt zu hinterfragen wird nach außen ein perfektes Bild vermittelt – wie es im Inneren aussieht ist ein anderes Thema…

    Liebe Grüße,
    Sigrid

    1. Liebe Sigi,
      auch die andere Variante, nicht Gesellschaftskonform dafür in Cliquen in denen es darauf ankommt wie schräg Du bist, wie hipp Du bist löst genau dasselbe aus. ich habe mich bewusst für ein Leben auf dem Land mit eigenem Haus und Garten entschieden und habe dafür lukrative Shop-Angebote im Ausland abgelehnt. für mich die beste Entscheidung, da sie meinem Wesen entspricht.
      Alles Liebe
      Annette

  9. Oh ja das Selbstmitgefühl ist verdammt wichtig. Viel zu oft lassen wir zu, dass andere unsere Grenzen überschreiten und uns damit verletzten oder stressen. Vielen ist das aber gar nicht so klar und dann wundert sie sich, wieso, weshalb, warum man so reagiert wie man reagiert. Man muss wieder lernen auf seine eigene innere Stimmung zu hören und zu vertrauen.

    Ich habe die Bücherreise von „Am Arsch vorbei geht“ mal gelesen, vielleicht kennst du die, die sind auch sehr gut. Hatte hierzu bei auch mal ein paar Rezensionen geschrieben.

    Viele Grüße Eileen von http://www.eileens-good-vibes.de

  10. Hallo Anette!

    Ein sehr interessantes Thema. Einfach mal auf unsere Gefühle hören und das dann auch durchziehen, ist nicht immer einfach. Erst gestern bin ich viel früher als für mich üblich und auch viel früher als für die runde „normal“ von einem Sonnwendfeuer heimgegangen. Jede Phase meines Körper hat mir gesagt, dass ich Ruhe brauche. Also habe ich das einfach getan und gönne mir die Ruhe, die ich gerade brauche.

    Liebe Grüße
    Sabrina

    1. Liebe Sabrina,
      wir lernen das in der heutigen Zeit einfach nicht mehr. Das Ergebnis ist eine gestresste, kranke Gesellschaft.
      Alles Liebe
      Annette

  11. Ein tolles Thema für einen Podcast. Auch ich habe je nach Gegenüber Schwierigkeiten meine ehrliche Meinung zu sagen und mich selber zu bleiben. Ich übe aber fleissig! Bei meinen Freunden und meiner Familie fällt mir das aber leicht.

    1. Liebe Petra,
      das ist interessant, denn gerade bei Familie und Freunden fällt es den meisten Menschen besonders schwer authentisch zu sein. Die Angst ausgestoßen zu werden ist am größten.
      Alles Liebe
      Annette

  12. Oh ja das kenne ich nur zu gut! Besonders als arbeitende Mutter muss man so oft sein Gesicht wahren und lange Zeit habe ich das Spiel mitgespielt. Das endete dann in Panik Attacken, mit den ich heute noch zu kämpfen habe. Das Opfer der Gesellschaft 🤷‍♀️
    Viele Grüße
    Wioleta von http://www.busymama.de

    1. Liebe Wioleta,
      es zu erkennen ist immer der erste Schritt in die richtige Richtung. Erst Erkenntnis, dass Wandlung.
      Alles Liebe
      Annette

  13. Toller Podcast den ich sehr gerne gehört habe! Super, dass du auf dieses Thema aufmerksam machst. Man sollte wirklich viel öfter zu sich und seiner Meinung und Ansichten stehen und sich nicht reinreden lassen.

  14. Wie wahr… die Vorstellungen Anderer über das eigene LEben schränken eine manchmal sehr stark ein. Aber man muss auch stark sein, um sich dem zu wiedersetzen.
    Liebe Grüße,
    Emilie

  15. Einen tollen Podcast hast du. Leider ist der Aufnahme, durch das „Grundrauschen“, etwas schwer zu folgen, da man immer das fiepen im Ohr hat. Der Artikel dazu gefällt mir auch recht gut.

  16. Danke für den interessanten Beitrag. Ich bin eher jemand, der sehr oft Nein sagt, aber das gefällt leider vielen nicht.
    Wie man es also macht, ist es nicht o.k. und dann kommt das schlechte Gewissen…
    Liebe Grüße
    Anja von Castlemaker.de

  17. Hallo, ein sehr guter Beitrag von dir! Habe mir das Audio angehört und stimme dir in ganz vielen Punkten zu. Auch ich mag überhaupt nicht wenn Leute mich verändern wollen, habe aber sehr lange gebraucht mich durchzusetzen und nicht immer doch nach zu geben… Ganz liebe Grüsse, Janina

  18. Einen tollen Podcast hast du. Leider ist der Aufnahme, durch das „Grundrauschen“, etwas schwer zu folgen, da man immer das fiepen im Ohr hat. Der Artikel dazu gefällt mir auch recht gut.

  19. Erwartungen anderer Menschen zu erfüllen, macht nur unglücklich. Für viele Menschen ist es aber wirklich verstörend, wenn man authentisch ist. Ich finde das aber viel besser, als mit Menschen verkehren zu müssen, die unecht und „hinterrücks“ sind.
    LG
    Carina

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.