Atmung ist Leben

Bewusst atmen und leben Atmung ist Leben Atmen Die heilende Kraft der Atmung Gesundheitsgeflüster

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Atmen

Auch wenn wir die meiste Zeit unbewusst atmen, ist die Atmung die Körperfunktion, die wir bewusst steuern können. Atmung ist Leben, weil atmen lebensnotwendig ist. Pro Minute atmen wir deshalb circa 6 Liter Luft ein und aus. Täglich führen wir mindestens 17300 Atemzüge aus. In der Lunge findet dann in den Bronchien und Alveolen (Lungenbläschen) der Gasaustauch statt. Der Sauerstoff der Luft wird vom Blut aufgenommen und das im Körper anfallende CO2 (Kohelndioxid) wird im Austausch abgegeben und verlässt den Körper beim Ausatmen.

Eckhart Tolle sagt: „Ein bewusster Atemzug – ein und aus – ist eine Meditation“

Atmung ist Leben

Die Vorstellung, dass Atem gleich Leben ist, wurde bereits in der Schöpfungsgeschichte erwähnt. Gott hauchte dem Menschen Atem ein und er wurde zur lebendigen Seele. Bemerkst Du die enge Verbindung zwischen Atem und Seele? Jeder, der schon einmal Angst hatte, weiß, dass er in dieser Situation die Luft angehalten oder ganz flach geatmet hat. Emotionen spiegeln sich in der Atmung wider. Aber auch die Atmung kann sich im Körper manifestieren. Wer an Dauerstress leidet, dessen Atemfrequenz ist dauerhaft verändert, sodass es zur Unterversorgung mit Sauerstoff kommen kann. Die umgangssprachlichen Redewendungen zeigen es ebenfalls auf:

  • Die Spannung war atemberaubend
  • Endlich kann ich wieder frei durchatmen
  • Erleichtert aufatmen
  • Es herrschte eine atemlose Stille
  • Es nimmt mir die Luft zum Atmen
  • Ich muss Dampf ablassen
  • Ich wagte kaum zu atmen
  • Jemandem etwas husten
  • Jetzt muss ich erst einmal Luft holen
  • Man fühlte die erstickende Atmosphäre
  • Mir blieb vor Schreck die Luft weg
  • Mir stockte der Atem
  • Seiner Wut Luft machen

Unsere Atmung ist eng mit unserem vegetativen Nervensystem, bestehend aus Sympathikus und Parasympathikus, verbunden.

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Das vegetative Nervensystem reguliert dabei alle unwillkürlichen Prozesse in unserem Körper, also auch unsere Atmung. Somit ohne unser Zutun. Wir müssen uns nicht daran erinnern, dass es jetzt an der Zeit ist, einen neuen Atemzug zu nehmen, denn die Atmung funktioniert völlig eigenständig. Doch wir können die Atmung auch willentlich beeinflussen. So bildet unsere Atmung eine Brücke zwischen den unwillkürlichen und den willkürlichen Prozessen in unserem Körper. Spannend, oder?

Ach ja, unsere Einatmung aktiviert den Sympathikus und sorgt für eine höhere Energieladung, während die Ausatmung den Parasympathikus aktiviert und für Entspannung sorgt. Du siehst, Atmung ist Leben.

Die Atemsteuerung

Die Medulla oblongata („verlängertes Hirn“) ist ein Teil des Hirnstamms, in dem unser Atemzentrum sitzt. Dort wird gesteuert, wann und wie viel wir atmen. Dazu messen Chemorezeptoren den Kohlendioxidgehalt im Blut und lösen beim Überschreiten eines bestimmten Wertes die Atmung aus.

Was hat die Körperhaltung mit der Atmung zu tun?

Wir sitzen häufig und nicht gerade. Schau Dich einmal um, wie man in Deiner Umgebung sitzt, oder beobachte doch einmal Dein eigenes Sitzverhalten. Wer im Stuhl hängt, belastet nicht nur die Wirbelsäule, sondern klemmt auch Zwerchfell und Bauchmuskulatur ein. In dieser Haltung ist entspanntes und freies Atmen aber nicht möglich.

Die heilende Kraft der Atmung

Bestimmt hat Dir auch schon einmal jemand gesagt, Du sollst einfach einmal tief durchatmen, um Dich zu beruhigen. Wir wissen intuitiv, dass eine ruhige und tiefe Atmung Körper und Geist beruhigt. Denn eine verlangsamte Atmung wirkt sich positiv auf Ängste, Panik, Stress und den Blutdruck aus. Das bewusste Atmen unterstützt körperliche Heilungsprozesse und außerdem unsere spirituelle Entwicklung. Wer seinen Atem bewusst einsetzt, kann deshalb die Kraft des Atmens nutzen.

Atemübung

Damit Dein Körper die optimale Menge an Sauerstoff aufnehmen kann, praktizieren wir nun die Vollatmung.  Die Vollatmung wird praktiziert durch Brust-, der Flanken- und der Bauchatmung.

Setze Dich aufrecht auf Deinen Stuhl und atme dann ruhig ein und aus. Lege nun eine Hand auf Deine Brust. Beobachte das Heben und Senken des Brustkorbs. Wichtig ist, dass Du in den unteren Brustkorb atmest. 

Legen nun Deine Hand auf Deinen Bauch. Der Bauch sollte sich während des Atmens bewegen. Beim Einatmen nach außen, beim Ausatmen nach innen. Atme also bei der Einatmung bewusst gegen Deine Hand an.

Zuletzt legst Du Deine Hände links und rechts auf die Flanken. Atme nun erneut gegen Deine Hände an und spüre, wie sich die Rippen nach außen schieben. So wird gewährleistet, dass sich die Lunge auch seitlich ausdehnt und mehr Sauerstoff aufnehmen kann.

Wiederhole die Übung so lange, bis sich mit jedem Atemzug der gesamte Rumpf mit Brustkorb, Bauch und Flanken bewegt.

48 Antworten auf „Atmung ist Leben“

  1. Liebe Annette,

    ein interessantes Thema hast du hier aufgegriffen. Damit habe ich mich auch schon beschäftigt. Ich finde Shaolin Mönche extrem spannend und auch sie greifen auf diverse Atemübungen und Techniken zurück.
    Daher habe ich sehr gern deine Ausführungen gelesen.

    Liebe Grüße,
    Mo

    1. Liebe Mo,
      Atemtechniken gibt es in vielen Kulturen und spirituellen Richtungen. Alleine daran kann man die Wichtigkeit von bewusstem Atmen schon erkennen.
      Annette

  2. Ich denke auch, dass wir oft vergessen, richtig durchzuatmen. Vielen Dank für deine Tipps. Ich habe gerade beim Lesen des Artikels mich wieder gerade hingesetzt und tief ein- und ausgeatmet.
    Liebe Grüße,
    Steffi

  3. Genau darüber habe ich mich heute schon mit einem Lebenscoach unterhalten! Als hättest Du gelauscht 😉

    Bewusstes Atmen gehört auch unbedingt zur Meditation. Und wie wichtig das richtige Atmen ist, lernt man in einer Schwangerschaft und vorallem während der Geburt!

    Lieben Gruß, Bea.

  4. Wieder einmal eine sehr interessante Sichtweise, liebe Annette! Auf die Sprichwörter habe ich in dem Zusammenhang noch nicht geachtet. Das mit der geraden Position wurde mir insbesondere in der Schwangerschaft klar, da die Organe sowieso schon weniger Platz haben und ich immer gerade sitzen musste, um richtig zu atmen oder essen zu können.
    Viele Grüße
    Wioleta von http://www.busymama.de

  5. Hallo Annette, wir atmen 20.000 Mal am Tag, Sauerstoff ist unser wichtigstes Lebensmittel 🙂 ich finde deinen kleinen Bericht dazu plus die Übung gelungen, werde ich mir zu Herzen nehmen, Danke und liebe Grüße Bettina

  6. Hallo,

    wieder mal ein sehr interessanter und ausführlicher Beitrag und ehrlich? Ich habe mir über das Atem nie Gedanken gemacht,da es leider für mich bisher selbstverständlich war, daher nehme ich den Beitrag gerne zum Nachdenken an und einige Übungen.

    Lg
    Steffi

    1. Liebe Steffi,
      für uns alle ist atmen selbstverständlich, aber es ist eben auch ein großartiges Tool um etwas für seine Gesundheit zu tun.
      Alles Liebe
      Annette

  7. Bewusst zu atmen hilft wirklich Stress zu reduzieren. Ich versuche mich immer daran zu erinnern, wenn ich mich aufrege ;o). Bevor ich dann vielleicht etwas vorschnell sage, atme ich einmal tief durch. Das hilft zu beruhigen und verschafft Zeit. Besonders an der Nase nehmen muss ich mich wegen der schlechten Haltung. Auch ich sitze viel zu „schläfrig“ in meinem Bürosessel. Danke für die Einblicke in die „Atmung“.
    LG
    Carina

  8. Guten Abend, wieder mal ein sehr interessanter Beitrag von dir! Das mit den Atemübungen finde ich super spannend, muss das mal ausprobieren. Ganz liebe Grüsse, Janina

  9. Total interessanter Beitrag!
    Ich mache zwar schon jahrelang Pilates, wo man auch auf die Atmung achten sollte, was ich irgendwie nie wirklich hinbekommen habe… Aber erst so richtig mit „Der Kraft der Atmung“ auseinander gesetzt habe ich mich in der Schwangerschaft – bei der Geburt hat mir das richtige Atmen sooo viel gebracht!

    Alles Liebe, Katii

  10. Hallo Annette, da hast du recht, dass Atemübungen so sinnvoll, entspannend und gesund sind! Hab mich vor Jahren damit auch mal beschäftigt und dann wieder vergessen. Aber man sollte wohl wirklich dran bleiben., stimmt, wird man fitter und wacher. Und wenn man schon bei Eckhart Tolle bleibt… dann kommt noch hinzu, dass mal das Gedankenkarussel aufhört, wenn man sich nur aufs Atmen konzentriert.

  11. Wieder mega interessant. Hab wieder einiges neues erfahren und dazu gelernt. Hab mich im vergangenen Jahr auch mehr mit meiner Atmung beschäftigt und bin ein paar Problemchen auf den Grund gegangen.

    Atemübungen mache ich untertags immer wieder gerne, vor allem wenn es wieder extrem stressig zugeht!

    Liebe Grüße,
    Verena von whoismocca.com

  12. Es ist faszinierend, was wir mit einer richtigen Atmung alles beeinflussen können. Vielen Dank für die vielen Tipps und auch für die Buchempfehlung. Das Buch von Markus Schirner setze ich mal auf meine Leseliste!

    Liebe Grüße
    Jana

  13. Vielen Dank für den wieder einmal sehr interessanten Beitrag! Atemübungen können wirklich sehr hilfreich sein, da stimme ich zu. Ich mache manchmal welche zum Einschlafen, da es wirklich sehr entspannend ist!

  14. Toller Artikel, Annette!
    Ich setze meine Atmung in bestimmten Momenten sehr bewusst ein. Dass sich „mein innerer Stress“ bereits nach dem ersten Atemzug reduziert, wurde mir mit Hilfe des Biofeedback- Verfahren sogar einmal sehr verdeutlicht. Richtiges Atmen ist für so viel mehr noch wichtig (z.B. auch gutes Sprechen), dass wir uns immer mal wieder daran erinnern sollten! Danke dafür! 🙂

  15. Seit ich mich mit der Meditation beschäftige ist hier die Atmung sehr in meinen Fokus gerückt. Stressbewältigung fällt mir dadurch viel leichter. Ich finde es toll das du hier eine kleine Übung dazu schreibst.

    Und alle die es noch nicht ausprobiert haben, probiert es aus, es ist eine tolle Erfahrung sich selbst gut um sich zu kümmern.

    Viele Grüße Eileen von http://www.eileens-good-vibes.de

  16. In der Uni hatten wir damals auch Atemübungen trainiert, aber ich wende sie leider zu selten an. Ich werde mir deine gleich noch mal in Ruhe durchlesen!

    Liebe Grüße
    Jana

  17. Dass die Atmung wichtig ist, lese ich immer wieder. Und ich ertappe mich zu oft dabei, nicht richtig zu atmen. Vor allem wenn ich mich über etwas ärger. Da sind die Atemübungstipps sehr hilfreich und ich werde sie viel mehr beherzigen.

    1. Liebe Tanja,
      Ärger und Stress blockieren den Energiefluss und die Atmung. Gerade in diesen Situationen kann bewusstes Atmen sehr hilfreich sein.
      Alles Liebe
      Annette

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