Beziehungskiste

Beziehungskiste

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Beziehungskiste – Liebe ist kompliziert

Liebe, die schönste Sache der Welt. Wir sammeln schöne und weniger schöne Momente in unserer Beziehungskiste, jedoch neigt der Inhalt der Beziehungskiste dazu, im Laufe der Jahre unübersichtlich zu werden. Vieles sammelt sich an. Einiges verstaubt, anderes wird überlagert, verknickt oder zerreist. Auch in unseren Beziehungen macht es hin und wieder Sinn, den Deckel der Beziehungskiste zu öffnen und nach dem Rechten zu schauen.

Fehler eingestehen

Beziehungskonflikte, Differenzen und Uneinigkeit in einer Beziehung beinhalten das Potential des Wachstums und der Heilung tief liegender Verletzungen bei beiden Partnern. Der erste Schritt, um ein Beziehungsproblem zu lösen, ist das Eingestehen, dass etwas falsch läuft. Leugnen wir das Problem, bleiben wir in emotionaler Aufruhr und Dissoziation stecken. Das führt auf lange Sicht zu einem größeren Problem in der Beziehung.

Es ist also wichtig, uns unsere Fehler einzugestehen, ganz besonders dann, wenn wir aufgebracht sind und besonders dann, wenn wir glauben, im Recht zu sein.

Übernehmen wir für unsere Emotion des Aufgebrachtseins bis hin zum Zorn keine Verantwortung, verpassen wir die Chance, das Muster in unserem Leben zu erkennen und über die Erkenntnis zu heilen.

Was bringt uns in Rage?

Mal ganz ehrlich, am meisten sind wir getroffen, wenn eine Äußerung, eine Handlung, eine Unterlassung einen Knopf in uns drückt, der eine tiefe Prägung von Unsicherheit oder eine Verletzung triggert. Das Problem liegt in uns, nicht im Außen. Gelingt es uns einmal genau das zu erkennen und die Verantwortung dafür zu übernehmen, uns dieses Defizit einzugestehen, kann Heilung erfolgen.

Ein Beispiel

Der Partner hat schon wieder vergessen den Müll raus zu bringen. Kaum ist er in der Tür, überfallen wir ihn mit Vorwürfen. Wir schütten Gift und Galle über ihn, aus. Vielleicht schämt er sich sogar dafür, dass er so unzuverlässig ist, doch jetzt steht er für ein mini Vergehen mit dem Rücken an der Wand. Er zückt nun ebenfalls sein verbales Schwert und stürzt sich in den Kampf.

War es wirklich der Müll?

Was für ein Gefühl hat der vergessene Müll in uns ausgelöst? Ich werde nicht ernst genommen. Ich bin es nicht wert, dass man…. Meine Wünsche sind nicht wichtig.

Wenn wir unseren inneren Konflikt annehmen, also immer auch den Fehler in einer Auseinandersetzung in unserem Inneren suchen, geben wir unserem höheren Bewusstsein die Anweisung, nach Lösungen zu suchen.

https://blog.annette-pitzer.de/blog/2017/10/09/die-opferrolle/ziehungskiste
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Vergib

Wenn wir es schaffen, in einer Konfliktsituation unsere Emotionen genau zu betrachten, ist es wichtig, den Schritt der Vergebung zu gehen. Vergeben wir uns unseren Fehler, vergeben wir unserem Partner. Ok, wir haben überreagiert, doch dafür gibt es einen Grund. Sprechen wir offen über unsere Gefühle und Beweggründe, ist es für unseren Partner leicht, mit uns zusammenzuleben. Es wird für ihn auch leicht, seine Fehler anzunehmen und zu korrigieren. Das bedeutet, er wird an seinem Müllproblem arbeiten müssen.

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Wir üben, gemeinsam für unsere Gefühle und Handlungen die volle Verantwortung zu übernehmen. So kommen wir aus dem Schuldzuweisungspiel heraus und beginnen eine Partnerschaft auf Augenhöhe. Je weniger Groll wir hegen, desto schneller finden wir aus der Opferrolle heraus. Die Opferrolle hindert uns daran zu heilen und benötigt einen Täter. In einer solchen Konstellation kann keine liebevolle Partnerschaft auf Augenhöhe erblühen. Übernimm die volle Verantwortung für Deine Taten und Deine Gefühle.

54 Antworten auf „Beziehungskiste“

  1. Liebe Annette.
    Wohl wahr, wohl wahr. Eine Kollegin von mir war schon öfter in so einer Zwickmühle. Hat aber jetzt auch erkannt, dass die Konflikte eher aus ihr selbst kommen, statt dass ihr Partner immer die „Schuld“ trägt.
    Werde ihr den Artikel dennoch mal weiterleiten.

    Liebe Grüße,
    Mo

  2. Hey Annette,
    die Bücher, gerade „Liebe Radikal“ finde ich sehr interessant aber auch das was du schreibst ist richtig und wichtig. Uns selbst die Fehler eingestehen und mal einen Schritt auf unseren Partner zu zu gehen, anstatt gleich verbal um uns zu schmeißen. Wir sollten versuchen, uns in ihn hineinzuversetzen und versuchen empathisch zu bleiben, versuchen es sachlich zu erklären und in aller Ruhe. Alles andere finde ich persönlich nicht förderlich.

    Das Buch werde ich mir mal genauer ansehen.

    Liebste Grüße,
    Merry.

    1. Liebe Merry,
      unser Verstand ist in manchen Situationen leider nicht unser Chef. Gerade dann nicht, wenn wir uns verletzt und in die Ecke gedrängt fühlen. Oft warten wir viel zu lange um ein Problem anzusprechen und stehen dann schon mit dem Rücken an der Wand.
      Alles Liebe
      Annette

  3. Dieser Post passt wie die Faust aufs Auge. Mich hat beim Lesen vieles berührt, weil ich mich gerade in dieser Situation befinde.
    Ich glaube das Konflikte vor allem aus mehreren Dingen, die in einem Moment zusammen kommen entstehen und dann wird es plötzlich ein Heiden Chaos. Weil man in Rage dann auch falsch kommuniziert. Ich halte es so, versuche es zumindest, mich selbst erst mal abzuregen und dann vernünftig über die Sache nachzudenken.

    1. Liebe Yva,
      eine gute Strategie. Doch wenn der Kessel so richtig Druck hat funktioniert das nicht immer, zumindest bei mir nicht.
      Alles Liebe
      Annette

  4. Es gibt zwar nicht viele Vorteile, Single zu sein, aber immerhin gibt es so keinen Beziehungstrouble. Trotzdem hätte ich gern jemand, mit dem ich mich ins Abenteuer Liebe stürzen könnte. 🙂

    Liebe Grüße
    Jana

    1. Liebe Katja,
      ja das sehe ich auch so. Aber wenn es nicht funktioniert leiden wir in engen Beziehungen mehr, oder?
      Alles Liebe
      Annette

  5. Ich habe in letzter Zeit auch viel darüber nachgedacht, was eigentlich hinter solch kleinen Konflikten steckt. Meist hat es viel weniger mit dem Anlass zu tun als man denkt.

    1. Liebe Andrea,
      schau mal was da im Untergrund gärt, denn der Tropfen der das Fass zum überlaufen bring ist meist nicht das Problem.
      Alles Liebe
      Annette

  6. Es sehr schöner Beitrag! Leider hört man es doch recht oft, wie sich Partner übereinander beschweren (oder auch Arbeitskollegen): „Immer muss ich dies machen und nie macht die andere Person das!“ Aber wenn man mal selbst schaut, was die andere Person immer erledigt, was man selbst nicht macht, sieht die Welt doch wieder ganz anders aus oderß 🙂 Tolle Worte und schön auf den Punkt gebracht.

    Liebe Grüße
    Nadine von tantedine.de

    1. Liebe Nadin,
      einfach einmal einen Schritt zurücktreten und die Situation von außen betrachten ist für mich in solchen Situationen immer hilfreich.
      Alles Liebe
      Annette

  7. Liebe Annette, toller Beitrag! Liebe ist das schönste Gefühl auf der Welt, hat die meiste Macht auf Erden! Aber ist auch harte Arbeit, wenn man sie erhalten will! Ich stimme Deinem Beitrag voll zu. Man muss auch kompromissbereit sein, sonst wird das mit der längerfristigen Liebe nix!

    Lieben Gruß, Bea.

  8. Sehr schön geschrieben, diese Thematik ist sehr wichtig. Durch die Achtsamkeit habe ich das bereits zu verstehen bekommen. Oft sind es genau diese kleinen Punkte die das Fass zum Überlaufen bringen und oftmals fragt man sich nach dem Streit am nächsten Tag wieso das Ganze so eskalieren konnte. Reflektion ist da schon sehr wichtig. Umso wichtiger, wenn man es kurz vor der eigentlichen Diskussion schafft sich dem eigentlichen Problem wie du es im Beispiel geschrieben hast zu stellen.

    Viele Grüße Eileen von http://www.eileens-good-vibes.de

  9. Liebe Anette, Was für ein schöner und auch tiefgründiger Post, der mich sehr zum Nachdenken angeregt hat. Ich denke, Reflektion ist hier ein ganz besonders wichtiges Stichwort. Wären Menschen selbstreflektierter, würden sie viel achtsamer miteinander umgehen – zumindest habe ich das für mich so festgestellt. Ganz unabhängig davon, ob in einer Partnerschaft oder zwischenmenschlichen Beziehungen. Nur ist es halt oft einfacher, die Schuld bei jemand anderes zu suchen, als in sich selbst zu gehen …

    Liebst, Sarah-Allegra
    https://www.fashionequalsscience.com/

    1. Liebe Sarah-Allegra,
      sich selbst zu reflektieren erfordert zu Anfang etwas Mut, lohnt sich aber in jeder Hinsicht.
      Alles Liebe
      Annette

  10. Ein interessanter Beitrag! Ich finde ja auch, dass eine gute Beziehung nur mit viel Kommunikation und Kompromissen funktionieren kann. Das klappt bei mir jetzt seit 10 Jahren so. Gemeinsam sind wir stark.
    Alles Liebe,
    Theresa

  11. Liebe Anette.
    Schöner Beitrag.
    Wichtig in einer Beziehung ist auch die Kommunikation.
    Und wie du sagst, etwas zugeben und sich eingestehen, dass man an manchen Sachen auch nicht ganz unschuldig ist.

  12. Ich finde es sehr wichtig sich mi t so etwas auseinanderzusetzen. Mein Freund und ich sind jetzt auch im 7.ten Jahr und es wird nicht einfacher – man muss anfangen zu arbeiten und verstehen, reden, zuhören – aber solange man weiß wofür man es macht ist das ein wunderschöner Prozess <3

    Lieben Gruß,
    Anni von https://www.yogagypsy.de

  13. Beziehungen sind nicht nur einfach existent, man muss an ihnen arbeiten, jeden Tag. Ich glaube, es ist auch notwendig die eigenen Wünsche dem Partner zu artikulieren. Denn auch wenn man sich jahrelang kennt, heißt das nicht, dass man alles übereinander weiß.
    LG
    Carina

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