Scheidentrockenheit

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Wechseljahre mehr als Hitzewallungen

Sehr viele Frauen leiden in den Wechseljahren und ganz besonders danach an Scheidentrockenheit. Bei der Scheidenhaut handelt es sich um ein feuchtes, mehrschichtiges Plattenepithel. Wie dick und stabil dieses feuchte Plattenepithel ist, hängt von der Produktion der Geschlechtshormone ab und ändert sich deshalb innerhalb des Menstruationszyklus und insbesondere in der Menopause und danach.

Bei der geschlechtsreifen Frau besteht das Plattenepithel aus circa 20 bis 30 Zelllagen. Als Kind und nach den Wechseljahren befindet sich der weibliche Körper dagegen in einer nicht hormonellen Phase. Durch einen Mangel am weiblichen Geschlechtshormon Östrogen ist in dieser Zeit das feuchte Plattenepithel auf wenige Zellschichten reduziert und büßt aus diesem Grund mechanische und biologische Schutzfunktionen ein.

Jucken, brennen, Trockenheit

Das kann zu Jucken und Brennen im Intimbereich, Trockenheitsempfinden, Infektionsanfälligkeit bis hin zu Scheidenentzündungen (Kolpitis) führen. Außerdem kann es zu wiederkehrende Harnwegsinfekten oder Pilzinfektionen und zu Schmerzen beim Geschlechtsverkehr (Dyspareunie) kommen. Obwohl fast jede Frau davon in den Wechseljahren, aber auch in Zeiten von Hormonschwankungen oder durch die Anti-Baby-Pille betroffen ist, wird selten darüber gesprochen. Linderung versprechen hormonhaltige Cremes und Vaginaltabletten. Doch helfen sie wirklich?

Hormonpräparate wirken nicht besser als einfache Feuchtigkeitsgele

Eine Studie am Massachusetts General Hospital in Boston konnte nun zeigen, dass gegen trockene Scheide und Schmerzen beim Sex hormonhaltige Vaginaltabletten allerdings nicht besser als Feuchtigkeitsgels wirken.

Meine Tipps

Lasse alle Seifenstoffe bei der Vaginalhygiene weg. Seifenstoffe schädigen das feuchte Plattenepithel nachhaltig – und zwar alle! Nach jedem Duschen oder Baden ist schließlich eine Fettpflege wichtig. Hierfür eignen sich Jojobaöl, alle Nussöle, Granatapfelöl oder Wildrosenöl. Ganz außerordentlich regenerierend wirkt Sandornfruchtfleischöl. Doch Vorsicht: Es färbt die Wäsche orange und lässt sich sehr schlecht auswaschen.

Falls Du noch menstruieren solltest, benutze auf keinen Fall Tampons, da diese die Scheidentrockenheit verstärken.

Wird mit Kondomen verhütet, muss auf eine für Kondom getestete Gleitcreme zurückgegriffen werden, da sonst die Reißfestigkeit des Kondoms nicht gewährleistet ist. Auf silikonhaltige Gleitmittel sollte verzichtet werden, da diese das feuchte Plattenepithel zusätzlich schädigen können. 

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Phytoöstrogene können hilfreich sein. Phytoöstrogene sind Pflanzenstoffe, die auf den Hormonstoffwechsel eine ähnliche Wirkung ausüben, wie vom menschlichen Körper gebildete Östrogene. Als pflanzliches Pendant zu körpereigenen Östrogenen können sich Phytoöstrogene, insbesondere Lignane und Isoflavone, an die Rezeptoren für das Hormon im Körper binden und den Hormonmangel auf diese Weise ausgleichen. Ich empfehle die Ringana CAPS-fem. Sie sorgen bei mir für ein Wohlbefinden während meiner Wechseljahre.

36 Antworten auf „Scheidentrockenheit“

  1. Wo bekommt man denn Sandornfruchtfleischöl? Da habe ich noch nie von gehört. Genau wie von Phyoöstrogenen, das habe ich auch noch nie gehört. Muss ich mir mal merken wenn es mich dann auch irgendwann mal trifft.

    1. Liebe Katja,
      schwarze Unterwäsche ist nicht gesund, da viele davon schwarze Farbstoffe enthalten, die im Verdacht steht, Krebs zu erzeugen.
      Ich werde meine Blogartikel ja weiterhin in Gruppen teilen, ich schließe nur meine Fanpage.
      Alles Liebe
      Annette

  2. Liebe Annette,

    bisher hatte ich noch keine Probleme damit. Dennoch ist mir das Thema nicht unbekannt, zumal einige meiner Freundinnen schon in den Wechseljahren sind. Deinen Artikel werde ich gleich mal in meine Favoritenliste setzen und bei Bedarf weiterschicken.

    Liebe Grüße,
    Mo

  3. Liebe Annette,

    ein wichtiges Thema für Frauen in den Wechseljahren! Ich habe ja ehrlich gesagt schön langsam ziemlich Angst davor 😉 … da scheint ja dann wirklich einiges in Umbruch zu sein.

    lg
    Verena

  4. Bisher hab ich noch keine Probleme damit und hoffe auch, dass ich vielleicht drum rum komme 🙂 Aber schön, dass du für den Fall der Fälle so viele nützliche Tipps hast. Vor allem diese Öle fand ich interessant!

    Liebe Grüße
    Jana

  5. Ein tolles Thema, wo viele nicht gerne drüber sprechen. Und so wichtig für uns Frauen. Bevorzuge seit den Wechseljahren nur Baumwollstoff. Atmet etwas. Und für die Trockenheit gibt es gute Cremes aus der Apotheke samt Beratung. Toll erklärt hast du alles.
    Liebe Grüße Caro

  6. Liebe Annette,
    Danke für den aufschlussreichen Beitrag. Leider ist das Ganze ja immernoch ein Tabu-Thema, obwohl so viele Frauen damit zu kämpfen haben. Ich habe, trotz Pille, dieses Problem zum Glück noch nicht. Aber ich würde auch eher auf Cremes statt auf Tabletten setzen.
    Bei der Hygiene versuche ich auch auf Seife und Co. zu verzichten.

    Herzliche Grüße!

  7. Danke für die Tipps. Wie sieht es bei der Anwendung der Öle in Bezug auf Allergien aus? Hast du da Erfahrungswerte? Wenn man z. B. auf Nüsse allergisch ist (sie also nicht essen kann), kann man dann das Öl auch nicht verwenden? Danke.

    1. Liebe Andrea,
      da kann man keine allgemeingültige Aussage machen, da man im Prinzip auf alles eine Allergie entwickeln kann. Bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten IgG/IgG4 reagiert man auf das Eiweiß des Produkts, hier wird das Öl fast immer Problemlos vertragen. Hat man hingegen eine echte Allergie ist Vorsicht geboten.
      Alles Liebe
      Annette

  8. Liebe Annette, die Erhaltung der Gesundheit mit Alternativen Methoden interessiert mich. Deshalb verfolge ich deine Artikel mit großem Interesse. Und finde immer wieder tolle Tipps.
    alles liebe angelique

  9. Liebe Annette, vielen Dank für diesen informativen Artikel zu einem Thema, dass doch eher selten in der Öffentlichkeit besprochen wird. Da hilft es einen fundierten Artikel zu haben.

  10. Vielen Dank für diesen interssanten Blogpost! Ich habe dieses Problem zum Glück noch nicht und hoffe das ich noch lange verschont bleibe – aber deine Tipps sind wirklich sehr hilfreich. 🙂

    Liebe Grüße
    Lisa

  11. Scheidentrockenheit ist wirklich ein sensibles Thema, viele Frauen trauen sich nicht darüber zu reden, schon gar nicht online. Daher finde ich es super, dass du deinen Teil zur Aufklärung und Bekanntmachung beiträgst 🙂 Vielen Dank dafür!

  12. Interessanter Artikel mit hilfreichen Tipps, danke dafür! Ich finde über das Thema sollte offener gesprochen werden, weil es viele betrifft und die Wechseljahre eben dazu gehören zum Frausein.

    Liebe Grüße,
    Diana

    1. Liebe Diana,
      sehe ich genauso, außerdem kann es ja auch nach der Geburt oder durch die Pille zu Scheidentrockenheit kommen.
      Alles Liebe
      Annette

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