Ernährung und Demenz

Ernährung und Demenz

Richtige Ernährung schützt vor Demenz

Ist es möglich, durch unsere Ernährung die Wahrscheinlichkeit an einer Demenz-Erkrankung zu erkranken, zu verringern? Ja, durchaus! Es gibt zwar keine Ernährung mit der Du Dein Alzheimer/Demenz-Risiko wegessen kannst, aber bestimmte Nahrungsmittel verringern Dein Risiko.

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Was gesund für Dein Herz ist, ist auch gut für Dein Gehirn

Aber warum ist das wichtig? Herzkreislauferkrankungen, ein hoher Cholesterinspiegel und Diabetes sind allesamt Krankheiten, die Demenz-Erkrankungen begünstigen. Wenn Du also eine Ernährung wählst, die diese Erkrankungen günstig beeinflussen, bist Du auf dem richtigen Weg.

Energiebedarf des Gehirns

Unser Gehirn verbraucht 20% unserer Energie. Um seinen Energiestoffwechsel aufrecht zu erhalten benötigt das Gehirn deshalb eine dauerhafte Zufuhr von Glucose. Ja, Du liest richtig, es braucht Glucose. Da das Gehirn über so gut wie keine Glykogenspeicher verfügt, muss Glucose ständig vom Stoffwechsel zur Verfügung gestellt werden. Das ist auch der Grund dafür, dass Menschen, die leicht unterzuckern, oder Diabetiker während einer Unterzuckerung leicht in Ohnmacht fallen.

Bevor alles schreit, ja, das Gehirn kann auch bei einer ketogenen Ernährung seine Energie aus Ketonkörpern gewinnen.

Das benötigte Substrat ist dennoch die Glucose und die Ketonkörper sind nur die zweite Wahl.

Nährstoffe fürs Gehirn

Unser Gehirn benötigt auch Eiweiß und langkettige Omega-3-Fettsäuren. Antioxidantien schützen das Gehirn vor freien Radikalen.

Omega 3
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Welche Ernährung ist gesund für Herz und Hirn? Richtig essen gegen das Vergessen!

Jede Mahlzeit sollte einen Anteil an Kohlenhydraten beinhalten. Wer es verträgt, sollte auf komplexe Kohlenhydrate, die langsam abgebaut werden, setzen. Hierzu zählen Kartoffeln und Vollkornprodukte.

Gemüse sollte täglich verzehrt werden. Wobei die Zubereitung schonend erfolgen muss. Obst in kleineren Mengen darf auch nicht fehlen.

Fetter Fisch wie Lachs, Kabeljau und Makrele enthalten viele langkettige Omega-3-Fettsäuren. Wenn Du keine gute Qualität bekommen Kannst, solltest Du allerdings darauf verzichten, da er stark belastet ist. Dann hast Du die Möglichkeit, Deinen Bedarf mit Omega-3-Fischöl zu decken.

Ideal fürs Gehirn ist Studentenfutter, da es komplexe Kohlenhydrate und mehrfach ungesättigte Fettsäuren enthält.

Eine Ernährung wie in den Mittelmeerländern mit einer ausgewogenen Mischung an Obst, Gemüse, Olivenöl, Hülsenfrüchten, Nüssen, Getreide und fettreichem Fisch, dafür aber wenig Rind- und Schweinefleisch, wird derzeit von Wissenschaftlern empfohlen, um das Risiko für Alzheimer zu senken.

Auf was solltest Du verzichten?

Fettes Fleisch erhöht das Risiko für Herzkreislauferkrankungen und erhöht den Cholesterinspiegel. Es steht außerdem im Verdacht, das Alzheimerrisiko zu erhöhen.

Verzichte auch auf Transfettsäuren, die beim Härten von Ölen (Margarine) und beim Backen und Braten, also beim hoch Erhitzen entstehen. Transfettsäuren fördern die Entstehung der Amyloid-Plaques im Gehirn, was zu einer dauerhaften Entzündung des Gehirns führen kann. Verzichte auf Protenenpumpenhemmer, da sie im Verdacht stehen Demenz zu fördern.

44 Antworten auf „Ernährung und Demenz“

  1. Mich würde jetzt sehr interessieren, ob es in den Mittelmeerländern auch wirklich weniger Alzheimer gibt als bei uns. Wenn ich die Generation meiner Großeltern anschaue, dann gehört für viele ja Fett wie Butter dazu. Nudeln oder Stampfkartoffeln ohne Butter? Geht nicht! Und das Fleisch muss auch ne schöne Fettkruste haben, für den guten Geschmack…

    1. Liebe Tanja,
      ja so ist es, oder besser so war es. Die Ernährungsgewohnheiten haben sich natürlich auch in den Mittelmeerländern stark verändert. Auch dort hat die „moderne Ernährung“ Einzug gehalten.
      Alles Liebe
      Annette

  2. Liebe Annette,

    wieder etwas gelernt. Da in der Familie meines Mannes leider Demenz vertreten war, ist uns schon deshalb eine gute Ernährung wichtig. Vielen Dank für die hilfreichen Hinweise und Tipps.

    Liebe Grüße,
    Mo

  3. Toller Beitrag! Ich selbst interessiere mich auch sehr für Ernährung, auf Grund meines noch relativ jungen Alters hab ich mir aber über Demenzernährung noch keine Gedanken gemacht. Aber ich glaube, deine Tipps sind auch für all jene sinnvoll, die sich gesund und ausgewogen ernähren wollen. Du erinnerst mich auf jeden Fall daran, wieder mal Fisch zu essen… der kommt bei mir leider zu kurz.
    Liebe Grüße, Veronika

  4. Huhu,

    schweres Thema momentan bei uns. Meine Oma ist sehr stark an Demenz erkrankt und lebt seit Juli in einem Pflegeheim. Schrecklich diese Krankheit. Wusste nicht das eine gesunde Ernährung da evtl. helfen kann. Sicherlich wichtig für Menschen die damit sowieso schon in der Familie zu kämpfen haben.

    LG

    1. Liebe Steffi,
      das mit Deiner Oma tut mir leid. Eine gute Ernährung ist ja immer sinnvoll und hat sehr viel Einfluss auf unsere Gesundheit.
      Alles Liebe
      Annette

    1. Liebe Anja,
      auch ein Nichtraucher kann Lungenkrebs bekommen, soviel steht fest. Doch wenn man sich die Ernährung heutzutage anschaut tut jeder gut daran sich zu informieren und seine Ernährung zu verbessern.
      Alles Liebe
      Annette

  5. Mein Opa hatte Demenz und das leider wohl im Erbgut. Meine Oma hat immer auf die Ernährung geachtet, doch leider kam der Schub nach einem Schlaganfall.
    Es ist aber so spannend wie man diese Krankheit doch etwas austricksen kann. Musik ist da auch ein großes Thema.

    xoxo Vaness

    1. Liebe Vanessa,
      solchen Auslösern wie ein Schlaganfall gibt es natürlich. Dann gehört Dein Opa zu den 1% genetisch bedingten Alzheimer-Dementen. Das ist natürlich großes Pech.
      Alles Liebe
      Annette

  6. Mein erster Gedanke waren Nüsse! Davon hab ich schon häufig gelesen, dass die gut sein sollen. Obst und Vollkornprodukte esse ich häufig, Kartoffeln auch. Leider machen viele Menschen ernährungstechnisch ganz schön viel falsch!

    Liebe Grüße
    Jana

  7. Es ist wichtig sich mit der Ernährung und solchen Themengebieten zu beschäftigen. Es kann jeden treffen. Ich finde es nach wie vor immer erschreckend wie wenig die Menschen auf ihre Ernährung achten und sich dann wundern wenn sie Krankheiten oder sonstiges entwickeln. Da wären wir dann auch wieder bei der ganzheitlichen Betrachtung…
    Auf jeden Fall ein sehr informativer Beitrag!

    Viele Grüße Eileen von http://www.eileens-good-vibes.de

    1. Liebe Eileen,
      ich denke es geht meist um Bequemlichkeit. Viele Menschen denken, dass sie ihre Ernährung ja auch noch umstellen können wenn sie erkranken. Dem ist im Falle der Demenz leider nicht so. Ab einem gewissen Stadium ist es nicht umkehrbar.
      Alles Liebe
      Annette

  8. Eine gesunde Ernährung ist einfach so wichtig, deshalb überrascht es mich nicht zu lesen, dass diese auch vor Demenz schütze kann. Danke für diesen informativen und wichtigen Beitrag. In der Familie meines Mannes gibt es auch Demenzfälle und diese Krankheit ist einfach schrecklich.

    Liebe Grüße,
    Diana

    1. Liebe Diana,
      ja wer die Erkrankung aus der Nähe miterleben muss, der hat mehr als Respekt vor ihr und ist auch bereit präventiv seine Ernährung zu verändern.
      Alles Liebe
      Annette

  9. Eigentlich weiß man ja, dass gute Ernährung für die Gesundheit und zur Prävention vieler Krankheiten unabdingbar ist. Doch verfällt man oft in ungesunde Formen. Daher ist es nicht schlecht, wenn man sich das immer wieder mal bewusst macht. Danke fürs Aufmerksam machen.

  10. Liebe Annette,
    danke für die toll aufbereiteten Informationen.
    Wie wichtig unsere Gesundheit ist, spürt man erst bei Ihrer Abwesenheit.
    Wenn es aber relativ einfache Möglichkeiten der Prophylaxe gibt, dann nehme ich diese Tipps sehr gerne auf und versuche sie umzusetzen.
    Mein Problem ist nur immer, ich mag keinen Fisch 🙂

    Liebe Grüße, Katja

  11. Liebe Annette,

    wir haben in unserer Familie jemanden mit Demenz und mir wahr ehrlich gesagt nicht bewusst dass man mit Ernährung etwas beeinflussen kann. Danke für die Info – ich werde das gleich in der Familie besprechen.

    lg
    Verena

    1. Liebe Verena,
      das Problem ist, dass der Prozess ab einem bestimmten Stadium nicht mehr umkehrbar zu sein scheint. Aber ein Versuch schadet nicht.
      Alles Liebe
      Annette

  12. Kartoffeln, Getreide, Nüsse … da ist ja schon einiges dabei, was ich sehr gerne und daher auch regelmäßig in meiner Ernährung dabei habe. Da bin ich ja, denke ich, schon auf einem guten Weg.

  13. Ich bin immer wieder überrascht, welche Erkenntnisse man gewinnen kann, wenn man sich mal mit einem Thema näher und länger beschäftigt. Gesunde Ernährung und Ernährungsumstellung steht derzeit bei mir auf der Agenda. Da ich vor Demenz wirklich Angst habe, werde ich Deine Tipps ganz schnell mit berücksichtigen und einbauen. Ich finde es schrecklich, wenn plötzlich alles vergessen wird.
    Ich denke aber auch, dass früher zwar mehr fettreich gegessen wurde, aber auch anders gearbeitet wurde und vor allem gab es nicht dieses Überangebot wie jetzt. Außerdem waren früher viele Lebensmittel unbehandelt und natürlicher.
    Danke für Deinen tollen Beitrag.

    LG Manja

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