Spiritualität und Gesundheit

8# Gesundheitsgeflüster der Podcast

Spiritualität und Gesundheit
Podcast Gesundheitsgeflüster „Spiritualität und Gesundheit“

Was hat Spiritualität mit Gesundheit zu tun?

Mit diesem Podcast nehme ich an der Blogparade „Was ist Spiritualität?“ von Elise Graf „Hier & Text“ teil.

Spiritualität (von lateinisch spiritus, Geist, Hauch, ich atme) bedeutet im weitesten Sinne eine Haltung des Geistes und wurde sehr viele Jahrhunderte nur mit Religion, also mit Glauben oder Frömmigkeit, in Zusammenhang gebracht.

Wir Menschen sind auf der Suche nach einem Sinn im Leben, das ist der Grund, dass sich viele von uns früher oder später im Leben mit Religionen auseinandersetzen. Doch immer mehr Menschen können sich mit Religionen im kirchlichen Sinne nicht mehr identifizieren. Die Suche geht weiter. So verwechseln viele Menschen Spiritualität mit der Ausübung von Meditation, Yoga, Mystik oder Esoterik. Wobei ich nicht sagen möchte, dass diese Praktiken nicht spirituell sein können. Wer aber ohne Geisteshaltung seine Asanas abreist, ein Retreat nach dem anderen abreist, sich ohne tieferes Verständnis durch die Meditation quält, sich einem Guru zuwendet, ohne tief im Herzen verstanden zu haben oder von einer Weissagung zu nächsten zieht, bis das Gesagte für ihn passt, ist zwar auf der Suche nach seiner Spiritualität, hat aber keinen Ahnung davon, was er eigentlich sucht.

Spiritualität als Konsumgut

Hotels, die Yoga Retreats anbieten, sprießen wie Pilze im Herbst aus dem Boden.

Hier ein Angebotsbeispiel:

2 Übernachtungen inkl. Gourmet-Pension

Reichhaltiges Buffetfrühstück mit frisch gepressten Säften von der Saftbar, Frontcooking, Vitalecke und Produkten aus der Region

Light Lunch mit Suppe, Aufstrichen & Salaten

Hausgemachte Kuchen am Nachmittag in der Haus Bar

5-Gang-Gourmet-Menü mit Auswahlmöglichkeiten (Fleisch, Fisch, vegetarisch) inkl. Salatbuffet

Inklusiv:

Entspannung im großen Premium SPA

Täglich geführte Wanderungen mit unseren Bergwanderführern

2 x geführte Mountainbike Touren pro Woche

Yoga-Einheiten

Mal ehrlich, ich habe nichts gegen Wellness, aber das hat aus meiner Sicht nicht viel mit Spiritualität zu tun.  Möchtest Du wissen, was Spiritualität für mich bedeutet, und warum ich glaube, dass Spiritualität Deiner Gesundheit nutzt, dann lade ich Dich ein, den Podcast anzuhören.

Viel Freude dabei.

49 Antworten auf „Spiritualität und Gesundheit“

  1. Nein ich glaube auch nicht, dass solche Angebote viel mit Spiritualität zu tun haben. Ich glaube aber auch nicht, dass die Anbieter darauf abziehlen, und die Zielgruppe selbst, will auch einfach mal eine Auszeit vom Alltag nehmen. Die Suche nach dem Sinn des Lebens steht hier bei niemanden im Vordergrund.
    Liebe Grüße, Veronika

  2. Sehr cooler Podcast!

    Ich finde, dass Spiritualität ein mittlerweile sehr weit gefasster Begriff ist. So wie du geschrieben hast: Wellness hat eignetlich nicht unbedingt was damit zu tun. Aber Spiritualität ist in. Also werden irgendwelche Pakete gepackt, um auf diesen Zug aufzuspringen und zu profitieren. Ob das der Sinn der Sache sein sollte? Hm…

  3. Danke für den interessanten Podcast. Das ist tatsächlich ein Thema, das jeden beschäftigt, glaube ich. Ich jedenfalls hatte das Thema Anfang des Jahres ganz intensiv und habe dann für mich beschlossen, mein Leben komplett umzukrempeln. Ende des Jahres geht’s deshalb wieder los nach Neuseeland.:-)
    LG Renate von http://www.trippics.de

  4. Eine interessante Fragestellung! Ich habe mir noch nie Gedanken dazu gemacht, was Spiritualität für mich bedeutet oder was der Begriff allgemein bedeutet. In der nächsten Woche habe ich tatsächlich einen 4-tägigen Yoga-Aufhenthalt, allerdings ohne Wellness. Meine primäre Intention ist, dass mir diese kleine Auszeit unheimlich gut 🙂 Aber natürlich bekommt man dabei auch viele Denkanstöße.
    LG Denise

  5. Sehr gute Frage! Was bedeutet Spiritualität für mich? Also, ich beantworte sie, wie ich so vieles beantworte: Gesunder Geist, gesunder Körper! Da steckt so viel Wahres drinnen. Dazu gehört so viel: Ernährung, Yoga, Qi Gong, Selbstachtung, und noch viel mehr. Das kann man in einem Wellness-Wochenende nicht lernen. Dazu gehört viele Jahre Training und auch immer wieder dran bleiben.

    Du verstehst schon, was ich meine. Danke für den Gedankenanstoß!

    Lieben Gruß, Bea.

  6. Hallo Annette.

    Ich denke das Spiritualität und Wellness ganz unterschiedlich sind.
    Spiritualität :
    Das Wort stammt vom lateinischen „spiritus“, was sowohl Atem, Leben, Seele, Sinn, Geist als auch Selbst-Bewusstsein bedeutet. Spiritualität beschreibt unser Verhältnis zur geistigen Welt, dem Formlosen, Transzendenten, Göttlichen, Unendlichen, einer tieferen Dimension des Daseins oder wie auch immer wir es nennen wollen.

    Wellness ist für mich, Massage, Sprudelbad, Schwimmen, Sauna usw.

    Es ist nicht böse gemeint.

    Lieben Gruß Martina.

  7. Huhu,

    okay, das ist wirklich ein interessantes Thema und eine interessante Fragestellung. Ich habe mir darüber noch nie Gedanken gemacht und wenn ich länger darüber nachdenke, dann macht das schon Sinn was du erzählst.

    LG
    Steffi

  8. Liebe Annette, das ist ein wunderschöner Podcast, der mit DEINER Stimme noch eine ganz besondere Qualität bekommt.

    Ich kann dir absolut zustimmen, dass Spiritualtät in uns allen bereits angelegt ist. Ich stimme dir ebenso zu, dass Spiritualität selten im Außen sondern vielmehr in unserem tiefsten Inneren spürbar und erlebbar ist… wenn wir sie entdecken KÖNNEN!!

    Nicht alle Menschen finden diesen Eingang zu ihrer inneren Spiritualität und Weisheit aus sich selbst heraus. Und sie folgen den unterschiedlichsten Hypes. Das mag manchmal ein Irrweg sein, machmal aber vielleicht auch ein Türöffner.

    Seit vielen Jahren kommen Menschen in meine Kloster-Auszeiten, weil sie – aus den unterschiedlichsten Gründen – den Zu- bzw. Eingang zu sich selbst nicht alleine finden. Sie sind dankbar für meine Kloster-Auszeiten, um zumindest einen Wegweiser zu finden, der sie nach innen führt und dem sie dann selbstbestimmt folgen KÖNNEN.
    Ich sehe aber auch mit einem leichten Stirnrunzeln, wie viel „da draußen“ los ist, hinter der sich lediglich eine „aufgesetzte Spiritualität“ verbirgt.
    Ich sehe auch, dass die Suche nach dem Innen häufig dann scheitert, wenn auf die äußeren Bedingungen mehr Wert gelegt wird. (Vor kurzem z.B. war ich auf der Suche nach einer neuen Kloster-Location und fand ein Kloster, das tatsächlich eher einem 4****-Sterne Hotel gleicht.) Ob das des „Pudels’s Kern“ ist, weiß ich nicht, ich kenne die Trainer dort nicht.

    Und dennoch möchte ich sagen, wenn auch nur ein einziger Mensch – wo auch immer er sucht – seine Gesundheit auf einem Nährboden von echter und authentischer Spiritualiät „anbauen“ und finden KANN, dann darf der „Input“ aus meiner Sicht auch gerne von außen kommen.
    Denn sobald die Türe für diesen Weg erst einmal gefunden ist (oder geöffnet wird), dann können wir ihn auch voller Vertrauen weitergehen. Herzlichen Dank für deinen wunderschönen Beitrag. Herzensgrüße sendet dir Silke

    1. Liebe Silke,
      ich würde so gerne einmal eine Klosterauszeit mit Dir erleben. Solche wertvollen Angebote die wirklich eine Tür öffnen können habe ich nicht gemeint. gerade hatte ich ein Erlebnis mit einer Patientin, die mir von ihrer Klosterauszeit erzählte. Sie hatte ein Schweige Retreat gebucht mit einem Fastenprogramm. Wobei ich die Kombination schon heftig finde. So weit so gut. Sie berichtete, dass sie und andere aus der Gruppe sich regelmäßig weggeschlichen hätten um zu reden und Torte zu essen. Und ja, vielleicht war auch in dieser Gruppe eine Seele, die von der Klosterauszeit profitiert hat und ihren Weg in die tiefen Ihrer Seele finden konnte.
      Alles Liebe
      Annette

      1. Vielen lieben Dank Annette ♥. Na, vielleicht verbringen wir beide ja irgendwann mal eine gemeinsame Kloster-Auszeit.

        Ein Schweige-Retreat mit einem Fastenprogramm kombiniert finde ich auch sehr heftig, vor allem dann, wenn es vielleicht sogar die erste Kloster-Auszeit deiner Patientin war. Kein Wunder, dass sie zeitweise „ausgebrochen“ ist. Es bedarf einer großen Überwindung und Disziplin.
        Mein 1. Schweige-Retreat war – obwohl ich davor schon einige begleitete Kloster-Auszeiten erlebt habe – eine sehr sehr große Herausforderung. Ich war in dieser Woche schon dankbar für ein kleines Lächeln eines Paters, der mir im Kreuzgang begegnet ist. Aber immerhin durfte damals wenigstens 3x täglich die köstliche Klosterküche genießen 😉
        Ich würde – nach all MEINER Erfahrung – nur Schweige-Auszeiten empfehlen, wenn jemand davor schon einmal eine begleitete und /oder mit einem Workshop kombinierte Klosterzeit erlebt hat oder Schweigen ohnehin bereits im Alltag zelebriert. Es ist dennoch eine sehr beeindruckende Erfahrung. (Aber so ganz „unter uns“: Wenn wir beide gemeinsam eine Kloster-Auszeit machen würden, dann bitte bitte MIT Gesprächszeiten 😉

        Herzensgrüße zu Dir.
        Silke

        1. Liebe Silke,
          für mich wäre ein Schweige-Retreat sowieso nichts. Wir beide uns anschweigend, kann ich mir auch gar nicht vorstellen, dann verzichte ich (schweren Herzens) lieber aufs Essen.

          Alles Liebe
          Annette

  9. Super Thema, Du hast Recht, es gibt inzwischen so viele Wellnesshotels. Ich finde auch nicht, dass Wellness und Spiritualität zusammengehören. Ich verbinde Spiritualität mit der Natur bzw. mit dem Einklang mit der Natur. Waldbaden z.B. finde ich ganz spannend und interessant, das möchte ich unbedingt mal ausprobieren. Aber ich habe auch nichts gegen ein Wellnesswochenende, auch da kann ich mich gut vom Alltag erholen. Ein gesundes Mittelmaß ist mir wichtig!

    1. Liebe Anja,
      ich habe nichts gegen Wellness, ich dachte das käme im Podcast auch rüber. Nur hat Wellness nichts mit Spiritualität zu tun, einfach gar nichts.
      Alles Liebe
      Annette

      1. Nein, Wellness und Spiritualität haben nichts gemeinsam. Im Kloster damals hat man komplett alles draußen gelassen und sich ganz auf sich und seinen Geist, seine innere Stimme konzentriert und bewusst sich Fragen gestellt, sich auf sich selbst eingelassen. Drei wertvolle Aufenthalte über Jahre.

  10. Ich glaube, Spiritualität ist nicht meine Welt. Yoga. Meditation, all das! Obwohl ich schon denke, dass es gesund ist, mehr auf sein Inneres zu achten!

    Liebe Grüße
    Jana von SimplyJaimee.de

  11. Für mich hat Spiritualität immer eine große Rolle gespielt … vor allem auch während meiner Krankheitsphasen. Derzeit steht das Thema zu wenig im Fokus weil mein Partner damit wenig anfangen kann … aber ich möchte es wieder mehr in mein Leben holen.

    lg
    Verena

    1. Liebe Verena,
      Spiritualität findet oft im Stillen statt und muss von Deinem Umfeld nicht geteilt werden. Schneide dieses Stück Lebenskraft nicht von Dir ab.
      Alles Liebe
      Annette

  12. Wellness und Gourmet Restaurant hat nichts mit Spiritualität zu tun, aber viele Menschen werden damit gekötert wenn Yoga oder Meditation dabei steht. Viele wollen ihre eigene Stimme gar nicht hören.
    Ich habe lange auch keine Stille hören wollen, ja nicht über sich nachdenken und hinterfragen. Eigentlich lag alles in mir und dann wurde ich krank. Auch hier hörte ich nicht auf meine innere Stimme, die den Zeigefinger erhob. Ich habe viel gelernt in den letzten Jahren und dabei haben mir drei Klosterbesuche bei Anselm Grün geholfen. Zu lernen mit sich alleine zu sein, in mich reinhorchen, Gebete. Viel schmerzhaftes kam hoch und manches entsetzte mich. Ich musste endlich umdenken. Das habe ich getan und bin trotz MS glücklich. Habe nicht nur die Krankheit angenommen sondern auch mich. Ich muss und will noch mehr lernen. Aber meine Depressionen habe ich dadurch nicht in den Griff bekommen. Was mir Leid und Seelenschmerz verursacht, sind meine Eltern. Ich könnte noch ewig weiterschreiben….
    Danke für diesen Podcast. Du hast eine sehr angenehme Stimme.
    Liebe Grüße Caro

    1. Liebe Caro,
      danke für Deine Sicht auf die Spiritualität. Klosterauszeiten mit Anselm Grün sind sicherlich etwas ganz besonderes. Du hast schon ein großes Stück Weg bewältigt, vertraue darauf, dass es Dir auch mit Deinen Eltern gelingt.
      Alles Liebe
      Annette

  13. Also ich hab so nix mit Spiritualität am Hut, aber Yoga und Co. gehören für mich auch nicht dazu. Sehr spannende Fragestellung, ich glaube viele denken darüber gar nicht nach.

    Liebe Grüße aus Krakau!

    1. Liebe Michelle,
      ich kenne wirklich niemanden bei der die Aussage „ich habe mit Spiritualität nichts am Hut“ bei näherem Hinschauen standhält.
      Alles Liebe
      Annette

  14. Das hat wirklich nicht mehr viel mit Spiritualität zu tun, sondern nur noch mit Konsum. Aber da muss man, denke ich, auch unterscheiden. Es gibt durchaus Yoga-Retreats, die den Fokus anders setzen und die Spiritualität ins Zentrum rücken. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.

  15. Liebe Annette, du sagst: „ich spreche mein Leben auf einer Ebene an, die nicht mit Verstand oder Ego zu tun. Eine Weisheit in mir, die Nichts mit Bücherwissen zu tun hat. Sie ist mit mir auf die Welt gekommen.“ – ich denke, das ist eine wunderbare Beschreibung von Spiritualität. Wir können Spiritualität nicht fassen, konsumieren aber Spiritualität, indem wir Wellness-Wochenenden buchen… Darüber habe ich ehrlich gesagt noch nie nachgedacht, der Aspekt ist für mich vollkommen neu und interessant, food for thoughts, Danke! Liebe Grüße Bettina

    1. Liebe Bettina,
      ich will nicht den Eindruck erwecken, dass ich die Suche der Menschen in diesen Wellness-Oasen nicht nachvollziehen kann. Schaue ich mir viele der Kommentare an, wird mir klar, dass sehr viele Menschen sich nie mit Spiritualität auseinander setzen. Dennoch ist da etwas in uns allen, was sich danach sehnt.
      Alles Liebe
      Annette

  16. Liebe Annette,

    ich denke, dass Spiritualität jeder ein bisschen anders für sich definiert. Das hängt auch schon mit den Kulturen zusammen, denn wenn ich mir z.b. den asiatischen Raum angucke, ist die Spiritualität schon ein bisschen anders als wir das vielleicht definieren würden. Daher habe ich mit großem Interesse deinen Podcast gehört. Vielen Dank für deine Sicht der Dinge.

    Liebe Grüße, Mo

    1. Liebe Mo,
      die Äußerlichkeiten spiritueller Praktiken unterscheiden sich sicherlich zum Teil stark je nach Kultur. Doch mir geht es nicht darum, sondern um unsere ureigene Spiritualität, die keine Riten braucht.
      Alles Liebe
      Annette

  17. Ich finde es immer wieder toll, dass wir in vielen Themen gleich sind. Ich habe mir letzte Woche erst ein Buch gekauft (Jorge Bucay – Der innere Kompass“. Ich finde für mich persönlich, dass Achtsamkeit, Meditation und Spiritualität an sich zusammenhängen können aber – wie du auch schreibst – nur wenn man den Sinn wirklich versteht und offen dafür ist. Es ist auf jeden Fall eine sehr tolle Reise zu sich selbst und ich bin gespannt wie diese für mich weiter gehen wird.

    Viele Grüße Eileen von http://www.eileens-good-vibes.de

  18. Spiritualität hat meiner Meinung auch nichts mit den Yoga-Retreats & Co zu tun. Es ist eher ein Teil der dazugehört. So, wie bei Aero-Yoga ein Teil die Meditation ist. Das würde ich wiederum zu Spiritualität zählen.

    Sehr interessante Kommentare, die hier dazu zu lesen sind!
    Liebe Grüße
    Annkathrin🌿

  19. Du hast wieder einmal so recht, liebe Annette! Spiritualität und deren Methoden wie Yoga, Hamam etc sind zur Zeit einfach im Trend und wir werden damit geködert. Ich finde das nicht generell schlecht, das zeigt nur, dass die Gesellschaft dafür offener geworden ist.
    Viele Grüße
    Wioleta

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