Meditation für Greenhorns

Medidation für Greenhorns

Was Du als Meditationsanfänger wissen solltest

Meditation die schwere Kunst der Kontemplation. Ich meditiere schon einige Jahre und was soll ich Dir sagen, ich bin immer noch nicht wirklich gut darin. Dennoch, meditieren hat mein Leben in vielerlei Hinsicht bereichert und verbessert. Hört sich für Dich widersprüchlich an?

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Auch wenn ich weit entfernt davon bin, eine Meisterin im Meditieren zu sein, hilft es mir, mich zu entspannen, friedlicher zu werden und  mich anzunehmen mit jeder Facette, die mich ausmacht. Ich bin eine extrovertierte und hochsensible Frau, allein das macht das Leben nicht einfach. Außerdem bin ich auch noch sehr ehrgeizig und zielstrebig und verausgabe mich gerne für meine Ziele. Meine Träume bleiben deshalb oft auf der Strecke. Durch die Meditation rückt alles für mich in ein anderes, liebevolleres Licht und ich kann loslassen.

Purzelnde Gedanken

Es passiert mir immer noch, dass meine Gedanken Purzelbäume schlagen, wenn ich meditiere. Ich nenne sie liebevoll meine Äffchen. Indem ich sie nicht mehr so wichtig nehme, langweiligen sie sich schnell und suchen sich immer öfter eine andere Spielwiese. Das Ergebnis ist eine tiefe Ruhe in der Meditation. Dennoch bin ich nach all den Jahren immer noch ein Meditationsnovize.

Da ich aber von der positiven Wirkung auf mein Leben überzeugt bin, möchte ich Dir hier einige Tipps für Deinen Meditationseinstieg geben. Bevor ich Dir diese Tipps gebe, möchte ich Dir meine Gründe, warum ich meditiere, nennen.

Durch Mediation fallen Deine  Masken

Meditation hilft mir, mich selber auf einer Ebene kennen zu lernen, die mir im Alltag nicht zugänglich ist. Sie gibt mir die Zeit, mich ganz auf mich zu konzentrieren und dann schnattern meine Äffchen und zeigen mir, wie abhängig ich von meinen Gedanken und Emotionen bin. Doch wenn ich sie nicht länger beachte, ziehen Sie sich zurück und ich komme bei mir an. Wo ist bei mir? Im hier und jetzt. Nur dadurch erfahre ich die Ketten, die mir mein Verstand anlegt.

Vergiss das, was Du über Meditation zu wissen glaubst!

Glaubst Du auch, dass zu meditieren bedeutet, still zu sitzen, sich zu konzentrieren und ja an nichts zu denken? Dann wirst Du scheitern. Denn es wird Dir nicht gelingen, Deine Gedanken und Emotionen zu blockieren. Freunde Dich mit den Äffchen an und gib ihnen etwas zu tun. Genau das tut man beim Meditieren. Du sagst den Äffchen, hallo hört mir mal zu, ihr habt nun eine wichtige Aufgabe zu erledigen, die wichtigste Arbeit für die nächsten fünf oder zehn Minuten. Ihr müsst den Atem beobachten. Wenn ihr abgelenkt werdet und es bemerkt, schnell zurück an eure wichtige Arbeit – Atem beobachten! Sie werden eine Zeit lang begeistert sein. Deshalb lenke Dein Bewusstsein hin zu Deinem Atem. Atme ein, Atme aus. Es wird immer einige Äffchen geben, die im Hintergrund weiterschnattern, aber sie sind eben nur Hintergrundrauschen. Du kümmerst Dich einfach nicht um sie und atmest ein und atmest aus. Du musst nichts anderes tun! So einfach ist es.

Meditation für Anfänger
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Nimm Dir diese Auszeit

Am Anfang ist es durchaus sinnvoll, sich einen festen Termin zu setzen, an dem man meditiert. Ich habe es in meine Morgenroutine eingebaut. Beginne mit 5 Minuten, das ist ausreichend, um eine Übungspraxis in Deinem Leben zu etablieren. Wähle einen Zeitpunkt, an dem Du in diesen 5 Minuten ungestört bist. Ich meditiere am liebsten am frühen Morgen, da ich ein Morgenmensch und Frühaufsteher bin.

Druck bringt Dich nicht weiter

Stell Dir noch einmal Deine Äffchen vor. Sie schnattern und schnattern und Du willst Ruhe. Was glaubst Du, hilft es, sie anzuschreien? Natürlich nicht! Wenn Du bemerkst, dass Deine Gedankenäffchen nicht mehr bei der Sache sind, lächle, nimm den Fokus weg von den Äffchen, hin zu Deinem Atem und mach einfach weiter mit Deiner Meditationspraxis. Ärgere Dich nicht, wenn es nicht von Anfang an in Deinem Sinne verläuft. Übung macht den Meister. Es wird Tage geben, an denen meditieren Dir ganz leicht gelingt und Tage, an denen Du schon beim ruhigen Sitzen aus der Haut fahren könntest. Nimm es, wie es kommt!

Dankbarkeit

In meine Meditationsroutine habe ich am Schluss für mich eine Minute Dankbarkeit eingebaut. In dieser Minute danke ich für die Segnungen meines Lebens.

Lass Dich am Anfang führen

Geführte Meditationen sind für mich zwar nicht die Königinnendisziplin, können aber ein sehr guter Einstieg in eine regelmäßige Meditationspraxis sein. Sie können auch sehr hilfreich sein, wenn Du Deinen Fokus auf ein spezielles Thema lenken willst, wie zum Beispiel Deine Gesundheit oder Ziele. Wenn Du Dir geführte Meditationen anhörst ist es wichtig, dass Dir die Stimme des Sprechers gefällt, denn wenn Du Dich mit ihr nicht wohlfühlst, kann die Meditation nur schwer gelingen.

Macht meditieren erfolgreich?

Ich weiß es nicht. Was ich aber weiß ist, dass Oprah Winfrey, Ellen DeGeneres und Clint Eastwood täglich meditieren und sehr erfolgreich sind. Sicherlich gibt es aber auch sehr erfolgreiche Menschen, die nicht meditieren.

Deine Gedanken erschaffen Deine Realität

Wenn Du es schaffst, Deine Gedankenäffchen ab und an zur Ruhe zu bringen ist es Dir möglich, Dein Potential zu erkennen und so ein anderes Leben zu kreieren. Die Äffchen schnattern, Du kannst das nicht, Du bist nicht schlank genug, Deine Schwester ist viel schöner als Du…

Im Unterbewusstsein speichern wir dieses Geschnatter ab, und vergleichen es mit Erfahrungen, die wir in der Vergangenheit gemacht haben, in denen wir beispielsweise gescheitert sind. In den wenigsten Fällen sind uns diese Gedanken bewusst, dennoch beeinträchtigen sie unser Selbstbewusstsein und machen uns klein. So limitieren wir unsere Fähigkeiten. Da Dir in der Meditation die Gedanken bewusst werden, ist es möglich, sie durch Deine Vorstellungskraft zu verändern. Das ist der Grund dafür, dass ich nach einer Meditation oft noch eine Visualisierung meiner Ziele und Wünsche anschließe.

Dein Gewinn

Meditation ist Training fürs Gehirn. Studien zeigen, dass sich unser Gehirn schon nach 8 Wochen, in denen wir regelmäßig meditieren, positiv verändert. So verdickt sich die Hirnrinde in Bereichen, die mit Aufmerksamkeit und emotionaler Intelligenz verbunden sind. Außerdem verdichtet sich die graue Substanz im Hippocampus, die für das Lernen und das Gedächtnis wichtig sind.

Es kommt zu einer verminderten Dichte der grauen Substanz in der Amygdala, die eine wichtige Rolle bei Angstzuständen und Stress spielt, was die subjektiv empfundene Stressreduktion vieler Meditierenden erklärt.

Ich wünsche Dir jetzt viel Freude mit meiner Meditation für Anfänger.

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64 Antworten auf „Meditation für Greenhorns“

  1. Hallo liebe Annette! Ja, ich glaube Dir das, dass es echt nicht einfach ist wenn man ehrgeizig und gleichzeitig hochsensibel ist. Wie schön, dass Du dann einen guten Weg für Dich gefunden hast alles ein wenig zu sortieren. Ob meditieren erfolgreich macht, weiß ich auch nicht, aber es lässt einen besser in seiner Mitte verweilen und das bringt Kraft und gute Energie. ich wünsche Dir einen schönen Tag! Alles Liebe! Sirit von Textwelle.

  2. Ich meditiere zwar aktuell noch nicht, habe aber schon so viel gutes gelesen. Ich habe vor, damit bald zu beginnen, aber ich weiß irgendwie noch nicht so recht, wie und wo ich anfangen soll. Die positive Wirkung aufs Gehirn soll es angeblich nicht bei allen Meditationsformen geben, deshalb bin ich doch etwas verunsichert…

    1. Liebe Tanja,
      jede Form der Meditation wirkt sich positiv aufs Gehirn aus. Auch wenn die Stille-Meditation (nichts für Anfänger) tiefer geht.
      Alles Liebe
      Annette

      1. Liebe Annette,
        Danke für diesen interessanten Beitrag! Ich habe schon oft darüber nachgedacht, zu Meditieren. Doch bei mir fehlt genau das, was was Du als wichtig unterstreichst: ein paar ungestörte Minuten.
        Viele Grüße
        Wioleta

        1. Liebe Wioleta,
          das ist nur eine Frage des Prioritäten setzens. Wenn Meditieren nicht auf Deiner Prioritätenliste steht, wirst Du nie Zeit dafür finden, was OK ist.
          Alles Liebe
          Annette

        2. Vielen Dank für die Einführung in die Welt der Meditation. Ich bin ein ziemlicher Treibauf und konnte mir bisher einfach nicht vorstellen, dass Meditation etwas für mich ist. Vielleicht probiere ich es jetzt doch mal aus, wenn ich irgendwann mal ein paar Minuten Zeit finde (mit Baby und Kind).

  3. Ja also, ich versuche das wirklich. Aber. Meine „Äffchen“ sind eher ausgewachsene Elefanten. Eine Rotte wildgewordener Elefanten, die durch die flimmernde Savanne trampeln . Wild mit den Ohren schlagen und laut tröten: „Marion, hast du auch das Bügeleisen ausgemacht? Und Milch muss auch noch auf den Einkaufszettel!“ Ich fürchte, ich bin ein hoffnungsloser Fall.

  4. Was für ein toller Artikel für Meditationsanfänger. Ich glaube (und weiß auch eigener Erfahrung) dass das Problem oftmals darin liegt, dass man an sich selbst viel zu hohe Erwartungen hat.

    Ich dachte anfangs ich müsste alles perfekt machen und alle „Regeln“ beachten. Daher finde ich besonders den Satz „Vergiss das, was Du über Meditation zu wissen glaubst!“ sehr gut und richtig!

    Liebe Grüße
    Jana

    1. Liebe Claudia,
      Du machst nichts falsch, Du hast nur eine falsche Erwartung. Akzeptiere wie es ist, das ist die erste wichtige Lektion beim Meditieren.
      Alles Liebe
      Annette

  5. Cool, danke für den tollen Beitrag! Ich habe selbst schon ein paar Mal versucht, in die Meditation rein zu kommen, bin aber oft zu ungeduldig. Aktuell probiere ich die App Headspace aus, das hat mir gut geholfen. Was ich daran so toll finde: Auch wenn eine Meditations-Einheit nur ein paar Minuten dauert, fühle ich mich danach wieder richtig frisch.
    Liebe Grüße
    Silvia

  6. Liebe Annette,

    über deine Artikel Headline musste ich sehr schmunzeln. Hat mir sehr gefallen. Meditation interessiert und begeistert mich schon lange. Sie hilft mir oft in stressigen Situationen.
    Deinen Beitrag werde ich gern weiterempfehlen.

    Liebe Grüße,
    Mo

  7. Huhu,

    ich habe schon sehr viel gutes gehört von Mediationen, aber es bisher noch nie versucht. Wäre aber wirklich mal ein Versuch wert. Mit den Tipps kann es nur gut werden.

    LG
    Steffi

  8. Toller Beitrag mit so vielen Tipps.
    Ich meditiere nicht direkt, mache aber täglich Autogenes Training und Achtsamkeitsübungen und das tut mir enorm gut. Gerade bei mir als psychisch Kranker ist es so wichtig, die Gedanken zu sortieren und ein wenig runterzukommen.

    1. Liebe Miriam,
      egal was Du machst, ob meditieren, achtsam sein oder Autogenes Training alles ist genau richtig, wenn es Dir hilft.
      Alles Liebe
      Annette

  9. Liebe Annette, deinen Bericht habe ich mir nun von Anfang bis Ende durchgelesen. Du hast mir Mut gemacht, es doch nochmal zu probieren mit der Meditation. LG Birgit und schönen Sonntag

  10. Hallo Annette, vielen Dank, ich habe deine kleine Meditation gleich ausprobiert, sie hat Spaß gemacht und wird mir sicher noch oft eine Hilfe sein, zur Ruhe zu finden. Die Gedanken als Äffchen zu bezeichnen finde ich eine süße Idee! Eigentlich meditiere ich aber nicht, das war mir bislang zu still, für mich dagegen wie gemacht ist die Feldenkrais – Arbeit, die Lektionen bringen mich ins jetzt, zur Ruhe und machen mich wunderbar beweglich. Oder die konstruktive Ruhe, wohl geordnete Gedankenbilder aus der Franklin-Methode, im liegen imaginiert. Darauf greife ich oft zurück, liebe Grüße Bettina

    1. Liebe Bettina,
      wie wundervoll, dass Dir die 5-4-3-2-1-Mediation gefallen hat. Danke für Deine Anregungen um zur Ruhe zu kommen gibt es natürlich viele Methoden. Für jede von uns die passende.
      Alles Liebe
      Annette

  11. Ich meditiere seit Anfang des Jahres auch über eine App die mir mein Neurologe empfohlen hatte. Ich bin begeistert und fühle mich sehr wohl damit, auch ich bin noch nicht perfekt aber genau das lernt man in der Meditation. Es ist auf jeden Fall eine gute Möglichkeit etwas zu ändern, man muss ich damit nur ein wenig beschäftigen und darauf vertrauen.

    Viele Grüße Eileen von http://www.eileens-good-vibes.de

  12. Ich habe es selbst noch nie ausprobiert, aber es klingt auf jeden Fall interessant! Bei mir gehen die Gedanken auch schnell auf Reisen! Das kenne ich vor allem, wenn ich versuche einzuschlafen! Die halten mich dann noch lange wach, diese Äffchen 🙂

    Liebe Grüße
    Jana von Simplyjaimee.de

    1. Liebe Jana,
      zum Einschlafen kann das rezitieren eines Mantras sehr hilfreich sein. Das Gehirn ist beschäftigt und schnattert nicht weiter.
      Alles Liebe
      Annette

  13. Huhu,
    Vielen Dank für den interessanten Beitrag. Ich selbst meditiere nicht, finde es aber super wenn jemand damit wieder zu sich selbt finden kann und seine innere Ruhe findet.
    Liebe Grüße

  14. Ich hab mich bisher nur ein paar Mal an Meditation versucht und habe auch das Problem, dass ich einfach immer viel zu unruhig bin. Aber gerade in stressigen Zeiten will ich es mir mehr angewöhnen und üben. Wie du selbst sagst, bis man Profi ist dauert es ewig, wenn man es überhaupt mal schafft.

  15. Habe schon so oft davon gelesen, aber noch nie ausprobiert. Finde das Thema super spannend aber habe mich irgendwie noch nicht „überwinden“ können. Nach deinem Beitrag steht das Meditieren jetzt aber echt auf meiner to-do-list!
    LG Lisa

  16. Liebe Annette,
    Ein wirklich schöner Beitrag zum Thema Meditation. Ich meditiere ab und an, wenn ich mich unglaublich gestresst fühle und einfach keine Ruhe finde. Es hilft wirklich, um einfach mal runter zu kommen, sich neu zu erden und mit neuer Kraft an Sachen ran zu gehen. So ist es zumindest bei mir!

    Liebe Grüße
    Sarah

  17. Meditation ist definitiv etwas mit was ich mich in nächster Zeit mehr beschäftigen möchten. Einfach um zu sehen ob es mir hilft, und wenn nicht, hats bestimmt nicht geschadet.

    Danke für deinen Einblick!

    Alles Liebe,
    Julia

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