Negatives Denken verändert das Gehirn

Negatives Denken verändert das Gehirn

Willst Du glücklich sein, dann verändere Dein Denken!

Negatives Denken verändert Dein Gehirn, denn unser Gehirn lernt durch Wiederholungen. Jeder von uns kennt das, wenn wir uns an unseren Schulstoff erinnern. Vokabeln lernen, wie hast Du das gemacht? Ich habe die Vokabeln in Englisch zum Beispiel in eine Spalte geschrieben und in die gegenüberliegende Spalte die deutsche Entsprechung. Zuhalten – nachdenken – nachschauen. Mal habe ich die Spalte mit den deutschen Begriffen abgedeckt, mal die mit den englischen Begriffen. So lange, bis alle Vokabeln gelernt waren.

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Was passiert beim Lernen?

Das Gehirn besteht etwa aus 100 Milliarden Nervenzellen. Wichtig für die Funktion des Gehirns sind vor allem die Verbindungen zwischen den Nervenzellen.

Unser Gehirn bildet z.B. ein Wort als Verbindung zwischen Neuronen ab. Es entsteht ein Netzwerk für dieses Wort.

Je häufiger wir dieses Wort üben oder benutzen, desto fester wird die Verknüpfung zwischen den entsprechenden Neuronen. Cool ist, dass sich sogar neue Neuronen dazugesellen, z.B. wenn wir mit der Vokabel noch das passende Bild, die Struktur, ein Ereignis usw. verbinden. Ein Netzwerk von Neuronen ist entstanden. Es existiert nun eine neue Struktur im Gehirn.

Die andere Seite der Medaille

Wiederholung bildet also ein neuronales Netzwerk aus, doch was, wenn man immer und immer wieder etwas Negatives denkt? Genau, man lernt und bildet ein neuronales Netzwerk aus.

Hört ein Kind zum Beispiel immer wieder es sei dumm, dann reagiert das Gehirn darauf und wird „dumm“. Wer ständig negative Gedanken pflegt, verändert seine Hirnstruktur. Wer sich einmal ganz bewusst für eine Stunde auf das Experiment einlässt, und seine Gedanken kontrolliert, wird erstaunt sein, wie häufig abwertende Gedanken auftauchen.

  • Niemand mag mich
  • Ich kann das nicht
  • Die Welt ist gefährlich
  • Dumm von mir
  • Ich bin schlecht
  • Meine Schuld
  • Ich bin dick
  • Es hat keinen Sinn, ich bin hässlich
  • Die Welt ist ungerecht
  • Immer trifft es mich
  • Alle sind besser als ich
  • Keiner mag mich

Ständig negatives Denken verändert unsere Gehirnstruktur. Wenn das Gehirn auf Pessimismus programmiert ist, werden wir ängstlich sein und wir nehmen alles als potentielle Gefahr wahr.

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Negatives wird schneller und fester verankert

Zum Überleben unserer menschlichen Art ist es wichtig, sich an negative Ereignisse lange zu erinnern, um ihnen aus dem Weg zu gehen. Positive Ereignisse sind fürs Überleben nicht so wichtig. Ein Beispiel: Wer einmal verdorbenen Fisch gegessen hat, wird Fisch lange nicht mehr anrühren, selbst wenn er hundert Mal mehr positive Fischerfahrungen gemacht hat.

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Warum Jammern gefährlich ist

Nehmen wir an, dass Du ein unschönes Erlebnis hattest und wenden wir das Lernprinzip an. Wir neigen dazu, darüber zu reden. Wir erzählen es zuhause, auf der Arbeit, Freunden oder sogar Fremden. Was passiert ist, dass wir mit jeder Wiederholung des unschönen Erlebnisses unser Netzwerk im Gehirn, das dieses Erlebnis abbildet, vergrößern und stärker werden lassen. Wir lehren uns selbst, was wir doch für ein armes Opfer sind.

Übrigens: Das ist auch der Grund, warum so viele Gesprächstherapien etc. nicht funktionieren, denn in den meisten Fällen dreht es sich während der ganzen Zeit der Therapie um das PROBLEM, das das Problemnetzwerk im Gehirn festigt und wachsen lässt.

Achtsamkeit und die Neurobiologie der Liebe
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Die gute Nachricht

Es ist möglich, unser Gehirn umzuprogrammieren. Studien zeigen, dass sich Positivität und Optimismus trainieren lassen. Wer ein negatives Netzwerk auflösen möchte, braucht vor allem Achtsamkeit, um über Reiz und Reaktion nachdenken zu können. Nur wer achtsam ist, kann beginnen zu agieren, anstatt zu reagieren.

Beginnen wir doch einfach damit, auf unsere Sprache zu achten, ist das der erste Schritt hin zu einer positiven Programmierung unseres Gehirns. Gerne helfe ich Dir dabei, Ihren Weg aus der negativen Spirale zu finden.

51 Antworten auf „Negatives Denken verändert das Gehirn“

  1. Liebe Annette,

    ein sehr schon erklärter Artikel zum Thema negative Gedanken. Ich bin aktuell auch in einer Situation gewesen, in der ich viel schlechte Gedanken mit mir herum trug. Eine Freundin hat mir dann „den Kopf“ gewaschen und gesagt, was ich mir stattdessen sagen soll. Und ja, es hat geklappt. Ich habe mich der unangenehmen Situation mit einem ganz anderen Gefühl gestellt und es ist dadurch positiv für mich gelaufen.
    Normalerweise bin ich eher nicht der negative Typ.

    Liebe Grüße,
    Mo

  2. Huhu,

    ich bin zum Glück immer ein recht positiver Mensch und habe das Gefühl damit ganz gut zu fahren. Habe das immer für einen Mythos gehalten das negative Menschen prinzipiell unglücklicher sind, aber da ist anscheinend wirklich etwas dran.

    LG
    Steffi

  3. Hallo Annette, vielen Dank für deinen Beitrag, ich finde, negatives Denken um zu lernen ist ein langer Prozess.
    Deine Liste mit negativen Gedanken finde ich sehr gut diese gilt es abzufangen, doch wie?
    Soeben habe ich ein längeres Video darüber geschaut, wie man gelassener wird statt sich zu ärgern – da geht es um 4 Fragen die man sich stellen kann,
    ehr interessant und auch ein Weg? liebe Grüße Bettina

  4. Positives Denken kann man nur selbst wiederherstellen. Ich kenne einige Leute, die sind so negativ, da bin ich nach einer Stunde Gespräch total am Ende. Kein Wunder wenn man solche Gesellschaft zu meiden versucht. Toller Artikel, gerne gelesen

  5. Huhu,

    leider kenne ich auch einige Menschen die immer negativ denken und nur das schlechte sehen, obwohl es so viele kleine positive Dinge im Leben gibt. Die Menschen die einfach alles negativ sehen haben auch gar keinen Blick mehr für kleine positive Aspekte im Leben. Traurig, aber wahr.

    LG
    Steffchen

  6. Ja, die negativen Gedanken. Ich bin ein Spitzenkandidat im Schwarzsehen. Ich weiß um die Mechanismen, aber trotzdem ertappe ich mich immer wieder dabei, wie ich mir Dinge schlecht rede, nur um mich dann aufregen zu können – ein unangenehmer Wesenszug, den ich an mir selber nicht mag.
    Mit viel Arbeit ist es aber besser geworden. Man fährt tatsächlich besser damit, sich auf die schönen Dinge im Leben zu konzentrieren.

    1. Liebe Mila,
      das tut man. Und wenn sich dadurch auch noch viel mehr Schönes in Dein Leben tritt, dann machst Du es richtig.
      Alles Liebe
      Annette

  7. Als Depressive habe ich zu dem Thema schon vieles gelesen und gehört. Es ist nicht immer einfach, diese Negativ-Spirale zu durchbrechen. Aber es ist umso schöner, wenn man erste Erfolge sieht.

  8. Hi Anette!

    Danke für diesen wunderbaren Artikel! ich hatte bzw. habe nach wie vor noch mit gewissen Problemen zu kämpfen und kenne die Situationen sehr gut, obwohl ich von Natur aus ein sehr positiver und motivierter Mensch bin. Um ehrlich zu sein, dachte ich naber icht, dass sich negative Gedanken so auf Struktur des Gehirnes auswirken. Leider werden diese Mechanismen wohl sehr schwierig zu brechen bzw. zum unprogrammieren sein oder?

    Lg,
    Roach 🙂

  9. Ein sehr guter Artikel! Ich glaube das auch, dass man mit positiven vs. negativen Gedanken viel für sich selbst bewirken kann. Das ist ja ähnlich, wie beim Placebo-Effekt.

  10. Leider ist es ja nicht immer einfach, positives Denken zu lernen. Ein Kollege ist daran gescheitert, dabei hat er sich extra einen Coach „gegönnt“. Für mich dagegen ist es total unverständlich, wie man immer alles negativ sehen kann. Ja, es gibt schlimme und schlechte Dinge im Leben, aber doch auch so viel Gutes! Das Lächeln eines bekannten oder unbekannten Menschen, Vogelgezwitscher, eine schöne Natur oder einfach ein tolle Lied im Radio. Wie kann man sich an so etwas nicht erfreuen? Manchmal muss man bewusst nach den schönen Dingen suchen, dann wird man aber immer mehr davon finden.

  11. Kein Wunder, dass das Gehirn auch dazulernt, wenn es ständig mit negativem Input gefüttert wird. Negatives Denken kenne ich leider auch, auch wenn ich lieber ein positiver Mensch sein möchte.

    Liebe Grüße
    Jana

  12. Das mit dem negativen denken kenne ich auch zu gut. Manchmal muss man dann tief durchatmen und einen Moment in sich gehen. Dann findet man meist auch wieder etwas positives an der Situation, die so negativ erschien.
    Schöner Beitrag.

    Liebe Grüße,
    Lena

  13. Danke für diesen wichtigen Beitrag! Ich war tatsächlich immer eher ein pessimistischer Mensch. Seit ein paar Jahren ist es schon besser geworden, auch weil ich durch meine Multiple Sklerose Erkrankung vieles anders sehe und mehr zu schätzen weiß als früher. Und ich werde nun noch mehr darauf achten, wie ich über Negatives erzähle und wie es meine Gedanken bestimmt. Und die verlinkten Bücher setze ich mal auf meine Wunschliste, das klingt sehr spannend! Danke für den Denkanstoß.

    Liebe Grüße,
    Diana

    1. Liebe Diana,
      es ist wirklich oft so, dass uns eine Krankheit dazu bringt demütiger, dankbarere, wertschätzender und positiver auf unser Leben zu schauen. Zumindest ist das meine Erfahrung.
      Alles Liebe
      Annette

  14. Danke für den hochinteressante Artikel! Zum Glück bin ich ein sehr positiver Mensch. Scheinbar habe ich also früher oft gehört, dass ich gut bin wie ich bin. An dieser Stelle einen großen Dank an meine Eltern!

  15. Liebe Annette!

    Vielen Dank für den schönen Artikel und die Buchtipps!
    Das erste Buch wurde mir schon in der Ausbildung empfohlen… 🙂
    Tatsächlich habe ich schon mehrfach die Rückmeldung bekommen, dass ich oft zu negativ eingestellt bin.
    Ich weiß nicht wieso, andere Menschen kann ich gut aus der Negativspirale heraus holen, aber bei klappt es eher nicht so gut.
    Ich muss mich selbst immer wieder neu motivieren.

    Liebe Grüße, Cristina

    1. Liebe Cristina,
      gerade Menschen die anderen gut beistehen können vergessen darüber sich selber. Vielleicht, weil sie sich schauen die eigenen Probleme anzusehen? Oder, weil sie denken es nicht wert zu sein? Was ist Dein Grund?
      Alles Liebe
      Annette

  16. Oh ja,
    wie wahr. Man kann sich selbst wirklich vieles schlecht reden oder besser denken. Ich bin durchweg positiv und werde auch immer gefragt, wie ich das mache. Ich weiß es nicht – aber es gibt soviel Wunderbares, man muss es nur erkennen. Dagegen habe ich leider viele Menschen im meinem Freundeskreis, die sich viel kaputtdenken. Das finde ich manchmal so schade, dass sie nicht erkennen, wie toll sie eigentlich sind. Und sie glauben es einem auch nicht immer.
    Liebe Grüße
    Sandra

  17. Liebe Annette, ,mal wieder ein sehr interessanter Beitrag von dir. Das Thema beschäftigt mich persönlich auch sehr und ich habe selber gemerkt, dass negative Gedanken den Alltag erschweren. Positiv denke ist allerdings manchmal sehr schwer, doch wenn man eserstmal macht, ist es Garn nicht so schwer dabei zu bleiben.

    Viele liebe Grüße anja

  18. Du sprichst etwas sehr wichtiges an! Ich habe früher immer wieder mal negatives zu sehr an mich heran gelassen. Erst durch die Erlernung der Achtsamkeit ist mir bewusst geworden was ich da eigentlich denke. Seither bin ich jeden Tag im mentalen Training dies zu ändern. Gerade die Arbeit ist das als Lernobjekt ganz gut, hier gibt es immer wieder Situationen in denen ich bewusst entscheiden kann, wie ich reagieren will. Deine Buchtipps finde ich interessant, die schaue ich mir näher an.

    Viele Grüße Eileen von http://www.eileens-good-vibes.de

    1. Liebe Eileen,
      Wenn Deine Arbeit Dein bestes Übungsgebiet ist, übe Dich auch in Dankbarkeit Deinem Meister (Arbeit) gegenüber. Du wirst erstaunt sein, was das ändert.
      Alles Liebe
      Annette

  19. Liebe Annette,

    als Psychologin haben mich Gehirnforschungen schon immer interessiert und die Studien zu diesem Thema sind beeindruckend. Meistens wird unser Denkmuster schon sehr früh geprägt und es ist nicht so leicht diese zu ersetzen – aber natürlich geht es. Schöner Beitrag!

    lg
    Verena

  20. Hallo Annette,
    herzlichen Dank für diesen informativen Artikel.
    Ich habe mir angewöhnt, mir ein inneres Stop-Schild hoch zuhalten, wenn ich bemerke, dass mein Denken ins negative rutscht. Das funktioniert schon ziemlich gut.
    Für eine gute seelische Widerstandskraft ist es sinnvoll, von den negativen Gedanken hin zu den möglichen Lösungen zu gehen, denn das bringt viel weiter als Jammern.
    Herzliche Grüße
    Sabine

    1. Liebe Sabine,
      ein Stoppschild zu heben, wenn man bemerkt, dass die negative Gedankenspirale läuft ist eine tolle Idee.
      Alles Liebe
      Annette

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