Biologische Hormonherapie

Biologische Hormontherapie

Was ist Biologische Hormontherapie?

Wenn wir älter werden und die Hormonproduktion nachlässt kommt es zu mehr oder weniger belastenden Beschwerden. Der Schlaf wird schlechter, wir sind weniger belastbar, Muskeln und Gelenke schmerzen, das Herz stolpert, die Konzentration und Merkfähigkeit sinkt, die Emotionen schwanken, es kann zu Schwindel kommen, hohem Blutdruck, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Verdauungsbeschwerden, dem Gefühl aufgeblasen zu sein, die Ringe und die Schuhe passen nicht mehr……..

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In der Schulmedizin gibt es für jedes dieser Probleme ein Medikament, an der Ursache ändert sich dadurch nichts

Da jedes Medikament körperfremd ist, verbraucht es für seinen Stoffwechsel auch Vitalstoffe, also Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, etc., was dann mit de Zeit zu zusätzlichen Beschwerden führt.

Die Biologische Hormontherapie ersetzt das fehlende Hormon und fehlende Vitalstoffe, wie z.B. das Vitamin D oder C und beseitigt damit die Ursache der Beschwerden.

Eigentlich muss es bioidentische Hormontherapie heißen. Denn es geht darum, die Hormone, die zu wenig sind durch solche zu ersetzen, die bioidentisch sind, also in der biochemischen Struktur vollkommen gleich, wie diejenigen, die der Körper selbst herstellt.

Wie ein Generalschlüssel, der nachgemacht wird und in alle Schlösser passt.

Hormone haben Aufgaben

Jedes Hormon hat vielfältiger Aufgaben im Körper, weswegen es zu Beschwerden führt, wenn die Produktion nachlässt oder durch Medikamente gebremst wird. Die Andockstellen an den Zellen heißen Rezeptoren und passen nur für das vorgesehen Hormon, das wie ein Generalschlüsssel in die dafür vorgesehenen Schlösser/ Rezeptoren passt.

Wenn das nachgemachte Hormon also baugleich ist, dann ist es bioidentisch oder biologisch und kann – in der passenden Dosierung –  ohne Nebenwirkungen Fehlendes ausgleichen.

Natürliche Hormontherapie
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Interview

Viele meiner Patientinnen haben bis weit in die Wechseljahre hinein eine Östrogendominanz. Die schulmedizinische Therapie setzt in dieser Zeit eine Hormonersatztherapie mit synthetischen Hormonen ein. Welche Vorteile hat die biologische Hormontherapie im Vergleich zu Hormonersatztherapie mit synthetischen Hormonen?

Da lange bevor das Östradiol, das Hauptöstrogen, absinkt schon nicht mehr genug Progesteron, das „Wohlfühlhormon“ und Östriol, das Hormon für die Haare, die Nägel, die Haut und die Schleimhäute aller inneren Organe, vorhanden ist, sollte die Therapie sinnvollerweise zuerst mit Progesteron und Östriol beginnen.

Östriol, die kleine Schwester des Östradiols kann keine Zellen wachsen lassen, kann also auch keine Zysten oder Krebs verursachen.

Es wird individuell ersetzt was fehlt, mit Hormonen, die der Körper kennt, da sie in ihrer Struktur bioidentisch sind, also 1:1 den körpereigenen entsprechen. Dadurch kommt es zu einem Ausgleich und die Beschwerden verschwinden und es gibt keine Nebenwirkungen, die gefährlich werden können.

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Viele Patientinnen erkranken in den Wechseljahren an Osteoporose. Hier setzt die Schulmedizin auf Östrogensubstitutionstherapie und nimmt massive Nebenwirkungen wie zum Beispiel ein erhöhtes Brustkrebsrisiko billigend in Kauf. Wie stehen Sie zu diesem Thema?

Osteoporosetherapie braucht neben Östradiol auch Progesteron und viele Mineralstoffe, Vitamine, Aminosäuren, basische Ernährung und Omege-3 Fettsäuren und Vitamin D3.

Wenn überwiegend „Östrogene“ gegeben werden ohne den Gegenspieler und Mitspieler Progesteron, dann steigt das Brustkrebsrisiko, da Östradiol, das Hauptöstrogen, ein Gen anknipsen kann, das Brustkrebs auslöst und wenn genug Progesteron vorhanden ist, dann knipst dieses ein Gen an, das Brustkrebs verhindert.

Krank ohne Grund? Hormone aus dem Lot
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Auch Männer erleiden im Alter einen Hormonverlust. Ist die biologische Hormontherapie für sie ebenfalls ein alternativer Therapieansatz?

Auch Männer kommen in die Jahre, mit den vielfältigsten Beschwerden, allen voran z.B. Energieverlust, Schlafstörungen, Muskel- und Gelenkbeschwerden, Libidoverlust und auch Hitzewallungen sind möglich.

Auch hier ist die Biologische Hormotherapie sinnvoll. Beide Geschlechter brauchen aber auch Vitalstoffe, wie Vitamine, Mineralien, Aminosäuren, allen voran das Vitamin D3 usw.

Better Aging ist in aller Munde, was kann die biologische Hormontherapie hier bieten?

Better Aging meint nichts anderes als gesund älter werden. Wenn die Stoffe, die der Körper nicht mehr selbst ausreichend herstellt oder herstellen kann, ersetzt werden, dann gelingt das auch.

Unsere Nahrung ist meist nicht mehr ausreichend um den Körper mit allen Stoffen zu versorgen, aus den verschiedensten Gründen: ausgelaugte Böden, Giftstoffe in den Lebensmitteln, zu lange Transportwege (Vitamine sind lichtempfindlich), Haltbarkeitsmittel in Obst oder Gemüse, sogenannte Non fouling Stoffe, falsche Hormone im Fleisch oder Quecksilberbelastung der Fische  uvam.

Dr. Annelie F. Scheuernstuhl
Dr. Annelie F. Scheuernstuhl

Vita

Dr.med. Dipl.Psych.univ. Annelie Friederike Scheuernstuhl ist Fachärztin für Allgemeine Medizin, Psychosomatik und Naturheilkunde. 

Neben dem Studium der Medizin studierte sie Psychologie um eine ganzheitliche Ausbildung zu erhalten.

Sie arbeitet seit 1984 als Ärztin, hatte von 1990 bis 1996 eine Kassenpraxis am Stadtrand von München und – nach einem längeren Aufenthalt in Österreich- seit 2005 eine reine Privatpraxis in Starnberg. 

Ihr Anliegen sind sanfte, wirkungsvolle ganzheitliche Therapien, wobei ihr Spezialgebiet seit vielen Jahren die natürliche, biologische Hormontherapie ist.

29 Antworten auf „Biologische Hormonherapie“

  1. Wie wahr, genau das ist mein großes Problem bei chronischen Dingen, wenn es um die Schulmedizin geht.
    Wir streichen an der Oberfläche etwas drauf, dann sieht niemand mehr, was drunter wirklich passiert.
    Funktioniert oftmals, oft aber auch nicht.

    Schön, wenn es Alternativen gibt.

    Liebe Grüße, Katja

    1. Liebe Katja,
      aus meiner Erfahrung gibt es fast immer Alternativen. Für die wenigen Fälle wo es sie nicht gibt, schätze ich die herkömmliche Medizin sehr.
      Alles Liebe
      Annette

  2. Hört sich sehr spannend aus, besonders da es den Ursprung behandelt und nicht nur die Symptome. Habe gerade in der Schwangerschaft und danach die Auswirkungen der Hormone gespürt 🙂

    1. Liebe Barbara,
      viele Frauen leiden nach der Geburt unter dem extremen Abfall von Progesteron und fühlen sich unwohl oder entwickeln sogar eine postnatale Depression. Auch hier können bioidentische Hormone sehr gut helfen.
      Alles Liebe
      Annette

  3. Hallöchen,

    echt interessant! Davor habe ich noch nie etwas biologische Hormontherapie gehört aber klingt logisch. Wenn man so darüber nachdenkt ergibt es Sinn, dass man mit dem Alter bestimmte Sachen verliert. Eine gute alternative um gesünder zu altern 🙂

    LG

    1. Liebe Alisia,
      auch für junge Frauen, die aufgrund einer Störung nicht Schwanger werden können durchaus eine Alternative.
      Alles Liebe
      Annette

  4. Leider kenne ich mich mit Hormonen sehr gut aus. Bei mir wurde mit 16 Morbus Basedow diagnostiziert, bei mir leider sehr aggressiv, was der Arzt nicht wirklich unter Kontrolle bekommen konnte… 🙁 Bei mir hat auch auch Naturheilkunde nicht geholfen, aber ich freue mich immer zu hören, wenn solche Therapien bei anderen anschlagen. <3
    Liebe Grüße,
    Tanja

    1. Liebe Tanja,
      im Artikel geht es nicht um Schilddrüsenhormone, sondern um Sexualhormone. So viel mir bekannt ist gibt es keine bioidentischen Schilddrüsenhormone.
      Alles Liebe
      Annette

  5. Huhu,

    heftig wie sich alles zusammensetzt mit den Hormonen und das sie so viel steuern! Man unterschätzt auch wie viel Nebenwirkungen Medikamente hervorrufen können. Ich nehme daher eh selten etwas ein und greif oft zu pflanzlichen Dingen. Das Hormontherapien auch oft helfen war mir unbekannt da ich das auch noch nie gehört hatte.

    LG
    Steffi

    1. Liebe Steffi,
      Hormontherapie im schulmedizinischen Sinne ist hier nicht gemeint. Es geht um die alternative bioidentische Hormontherapie.
      Alles Liebe
      Annette

  6. Ich bin immer froh, wenn ich deine Artikel lese. Denn sie zeigen ganz deutlich, es gibt wesentlich mehr als die klassische Schulmedizin und Medikamente aus dem Pharmalabor.
    Für mich ist es immer die Kombination aus beidem, Natur und Pharma, die je nach Notwendigkeit zum Einsatz kommen sollten.

    Wichtig, es muss jemanden geben, der beides versteht.

    Liebe Grüße, Katja

    1. Liebe Katja,
      sowohl Frau Dr. Scheuernstuhl als auch ich kennen uns mit der biologischen Hormontherapie gut aus.
      Alles Liebe
      Annette

  7. Hallo Annette,
    sehr schöner Beitrag über die Hormone, mein bester hat Sarkoidose und da war die Schulmedizin auch ganz schnell am ende, das einzige was er bekommen hat ist Cortison.
    Hilft zwar aber auf Dauer hat es massig Nebenwirkungen.
    Vielleicht gibt es ja da auch etwas aus der Natur was gut hilft und auch die Ursachen bekämpft? Ich denke auch eine Mischung aus Schulmedizin und Naturheilkunde wäre manchmal nicht schlecht. Weiter so, deine Beiträge sind immer sehr interessant und informativ.
    LG Steffi

    1. Liebe Steffi,
      der Grund für mich integrative Medizin zu betreiben waren meine eigenen schweren Krankheiten. Meine Prognose war, dass ich mit spätestens 30 Jahren im Rollstuhl sitze. heute bin ich 58 und so gesund wie nie zuvor.
      Alles Liebe
      Annette

  8. Hallo Annette, ein sehr einfühlsam geschriebener Beitrag und wichtig, vielen Dank. Ich glaube nicht, dass Jeder weiß, dass Östrogene das Brustkrebsrisiko erhöhen und welche Alternativen es gibt. Hoffentlich lesen ihn viele Frauen noch bevor sie in die Wechseljahre kommen, um sich rechtzeitig für eine Therapie entscheiden zu können, die den Körper liebevoll unterstützt statt ihm zu schaden, liebe Grüße Bettina

  9. Schön, wenns Alternativen gibt. Ich bleibe jedoch in diesem Fall bei der Schulmedizin. Dank meiner Spezialistin in dem Bereich bin ich perfekt eingestellt worden und genieße das Leben.

  10. Ein spannendes Thema, mit dem ich mich auch in Zukunft mehr befassen muss. Aktuell sind die Wechseljahre zum Glück noch kein Thema. Wenn es soweit ist, werde ich schauen, was der neueste Stand der Schulmedizin ist und welche Alternativen es gibt.

  11. Hormone sind A….
    Also wirklich. Man mag gar nicht glauben, was die alles beeinflussen. Ich finde es gut, dass du immer wieder Alternativen aufzeigst bzw. auch Themen ansprichst, an die man vielleicht nicht gleich denkt. Und ich hoffe, dass ich von den Wechseljahren dann doch noch ein wenig verschont bleibe.
    Liebe Grüße
    Sandra

  12. Interessant, was ein Hormonmangel so auslösen kann! Ich musste bei der Auflistung ganz schön schlucken, denn vieles davon kommt mir vereinzelt auch bekannt vor! Ich dachte immer, es hätte eher was mit dem Monatszyklus zu tun. Aber vielleicht hat es ja doch andere Gründe!

    Liebe Grüße
    Jana

  13. Liebe Annette,

    meiner Meinung nach setzten wir viel zu wenig auf natürliche Substanzen. Zum Glück bin ich nicht oft krank, aber es entsetzt mich doch immer sehr, wie schnell so ein synthetischer Stoff verschrieben wird. Das mit der biologischen Hormonersatztherapie werde ich mir sicherlich merken. Denn irgendwann bin ich auch in dem Alter, an dem das Thema wichtig für mich werden wird.
    Herzlichen Dank für diesen informativen Artikel.

    Liebe Grüße
    Mo

    1. Liebe Mo,
      die biologische Hormontherapie nutzt auch jungen Frauen, zum Beispiel bei PMS oder unerfülltem Kinderwunsch.
      Alles Liebe
      Annette

  14. Hallo

    Ich bin seit 2018 plötzlich in den Weckseljahren aber volles Programm keiner wusste was ich habe ich konnte nicht mehr arbeiten über 2 Monate ging das Theater bis ich dann heraus fand das es Bioidentische Hormone gibt. Ab da ging die Suche los mit Ärtzen die sich auskennen Leider habe ich nur eine Gynäkologin die dieses Progesteron verschreibt hier bei uns gefunden mir geht es besser aber öfter sind Symtome wieder da ich denke das auch Östrogen fehlt da ich kein Uterus mehr habe seit ich 33 bin. Ich kann die Bioidentischen Hormone nur empfehlen hatte auch vorher etwas aus dem Buch von John Lee gelesen natürlich muss ich auch Vitamin d und B12 einnehmen weil ich ständig Mängel aufweise es steigt und plötzlich sakt der wert wieder ab daher täglich ! Ich finde es schade das die Ärtze sich dafür nicht wirklich interessieren und einen so laufen lassen und dann wird man als Pyschologisch krank eingeordnet..Wer irgendwelche schrecklichen Symptome plötzlich bei sich feststellt sollte ersteinmal einen Hormonstatus durchführen lassen und dann sich Ärtze suchen die sich spezialisiert haben auf Bioidentische Hormone !!! (Heilpraktiker) zB.

    1. Liebe Kathrin,
      danke, dass Du Deine Geschichte mit uns teilst. Sie ist gar nicht so ungewöhnlich, leider! Nur eine Anmerkung eine fehlende Gebärmutter verändert die Hormone nicht, da diese in den Eierstöcken produziert werden. Östrogen gibt es nicht als bioidentisches Hormon. Ist auch nicht wirklich sinnvoll, da wir ja die Menopause nicht aufhalten wollen, sondern nur die Symptome lindern reichen phytotherapeutische Wirkstoffe und bioidentisches Progesteron in den allermeisten Fällen aus. Heilpraktiker sind keine Ärzte, das muss ich aus rechtlichen Gründen klarstellen.
      Alles Liebe
      Annette

      1. Es stimmt nicht, dass es die Östrogene – Östradiol und Östriol – nicht auch bioidentisch gibt! So sie benötigt werden, werden sie von mir auch verschrieben, in individueller Dosis und durch-speicheltest kontrolliert.
        Lieben Gruß
        Dr.med. Dipl.Psych. Annelie f. Scheuernstuhl

        1. Liebe Frau Dr. Scheuernstuhl,
          da durfte ich jetzt also auch etwas dazu lernen, danke! Aus was für einem Grundstoff werden diese bioidentischen Östrogene – Östradiol und Östriol denn hergestellt? Da ist jetzt die Chemikerin in mir neugierig.
          Alles Liebe
          Annette

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