Kurkuma, Hype oder Schatz der Natur?

Kurkuma

Kurkuma (Curcuma longa)

Das Gewürz Kurkuma kennen wir aus der exotischen Küche, aus der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) und auch aus der indischen Heilkunst Ayurveda. Curcumin ist ein lipophiles Polyphenol der Kurkumawurzel, das ihr die typische, tiefgelbe Farbe verleiht.

Der Beitrag enthält Affiliate Links & Produktempfehlung.

Seit ungefähr 50 Jahren beschäftigt sich die westliche Medizin mit der Heilwirkung von Kurkuma. Ihr Fazit: Curcumin schützt, stärkt und aktiviert die Körperzellen durch seine antibakterielle, antifungale, antivirale, entzündungshemmende und antioxidative Eigenschaft. 

Die Hauptinhaltstoffe der Kurkumawurzel, die heilkräftig wirken, sind die Curcuminoide. Sie wirken anti-oxidativ, hemmen die Lipidperoxidation und sind hervorragende Radikalfänger.

Das Problem dabei ist, dass Kurkuma sehr schlecht wasserlöslich ist und nur in geringen Mengen vom Magen-Darm-Trakt absorbiert werden kann. Wer die Heilwirkung von Kurkuma nutzen möchte, kommt daher nicht umhin, auf standardisierte Nahrungsergänzung zurückzugreifen. Auch wenn Du jetzt enttäuscht bist, der Einsatz dieser Nahrungsergänzungsmittel lohnt sich!

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Die Aufnahme des Curcumins lässt sich etwas steigern, wenn man Fett hinzugibt. Daher lohnt es sich, über die Zubereitung der sog. goldenen Milch nachzudenken. Auch wenn sie Fett beinhaltet, muss man keine Angst haben, dass man an Gewicht zulegt, denn Kurkuma kurbelt die Fettverdauung an und kann somit die Gewichtsreduktion unterstützen. Curcumin sorgt dafür, dass mehr Gallenflüssigkeit produziert wird, die wiederum die Fettspaltung im Darm anregt.

Mein Rezept für „Goldene Milch“

Kurkuma Goldene Milch
Goldene Milch, Bild Pixabay

Für die Goldene Milch brauchst Du:

Kurkuma-Paste

1/4 Tasse Kurkuma Pulver

3/4 Tasse gefiltertes Wasser

Die 1/4 Tasse Kurkuma und die 3/4 Tasse Wasser in einen Topf geben, mischen und erwärmen (nicht kochen!). Du musst so lange rühren, bis eine Paste entstanden ist. Nun die Paste abkühlen lassen und in ein sauberes, verschließbares Glas füllen. Die Paste ist im Kühlschrank zirka drei Wochen haltbar.

1 TL Kurkuma Paste

100 ml Mandelmilch

kleines Stück Ingwer

1 Prise frisch gemahlenen Pfeffer

Honig nach Geschmack

1/2 TL flüssiges Kokosöl (sollte es ausgehärtet sein im Wasserbad verflüssigen)

Zubereitung:

Die Mandelmilch jedoch nur erhitzen, nicht kochen. Die Kurkuma-Paste in die warme Mandelmilch einrühren. Honig, Kokosöl, Ingwer und den frisch gemahlenen Pfeffer hinzugeben und mischen.

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Bei welchen Erkrankungen wirkt Kurkuma?

Zivilisationserkrankungen wie Herzkranzgefäßerkrankungen, Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes melitus, chronische Darmentzündungen, rheumatisch Erkrankungen, Krebserkrankungen, chronische Schmerzerkrankungen ebenso wie neurologische Erkrankungen haben eins gemeinsam, sie alle sind zurückzuführen auf schleichende stille Entzündungsprozesse.

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Akute Entzündung versus chronische (stille) Entzündung

Akute Entzündungen sind sichtbar, sie zeigen Rötung, Schwellung und Überwärmung des entzündeten Bereichs. Chronische Entzündungen dagegen sind unsichtbar. Man kann sie im Blut messen, wenn sie einen bestimmten Schwellenwert überschreitet, aber tun sie das nicht sind sie nicht verifizierbar. Chronische Entzündungen bleiben daher Jahre oder Jahrzehnte unentdeckt. Deshalb nennt man sie auch die stillen Entzündungen (silent inflamation).

Silent Inflamation

Die stille Entzündung ist wie ein Schwelbrand, der erst nach Jahren zu einem großen Flächenbrand wird. Dann, wenn der Stoffwechsel entgleist, der Herzinfarkt zuschlägt, die rheumatische Erkrankung oder der Krebs ausbricht, hat er große Schäden verursacht, die nun nur schwer wieder zu heilen sind. Vorbeugen ist deshalb die große Chance, diese desaströsen Zivilisationserkrankungen zu verhindern.

Entzündungsgeschehen beenden

Gelingt es uns, Entzündungsgeschehen zu beenden, beenden wir ebenfalls die Abwärtsspirale hin zu chronischen Erkrankungen. Wenn es gelingt, durch Kurkuma chronische Entzündungen zu beenden hat man ein potentes Mittel an der Hand, präventiv vielen Zivilisationserkrankungen den Schrecken zu nehmen.

Ernährung

Alle basischen Lebensmittel, die Polyphenole (sekundäre Pflanzenstoffe) und Ballaststoffe enthalten, wirken antientzündlich. Dies gilt genauso für aquatische Omega-3-Fettsäuren mit ihrem hohen Gehalt an EPA und DHA. Ohne diese Bausteine gelingt es uns allerdings kaum, Entzündungen einzudämmen.

Innere Haltung

Alles was uns stresst, macht uns auch sauer. Die Säure des Körpers verschiebt dann das Gleichgewicht hin zu mehr Bereitschaft eine stille, chronische Entzündung zu entwickeln oder am laufen zu erhalten.

Hochdosis Kurkuma

Die entzündungshemmende Wirkung von Kurkuma basiert dabei auf den Curcuminoiden, die Bioverfügbarkeit wird durch Piperin aus schwarzem Pfeffer, Cayennepfeffer oder Schwarzkümmel verstärkt. Die Dosis des Curcumins muss zwischen 1,4 g und 4 g täglich liegen, um wirklich dann chronische Entzündungen eindämmen zu können. Bloß dass das ist durch orale Einnahme nicht leicht zu gewährleisten.

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Eine gute Alternative sind darum Curcumin-Infusionen. Ihr Haupteinsatzgebiet liegt dabei in der komplementären Krebstherapie. Aber auch bei inflammatorischen Prozessen ist Curcumin genau wie bei Magen-Darm-, Haut-, neurodegenerativen-, kardiovaskulären-, metabolischen Erkrankungen eine sinnvolle Ergänzung zur bestehenden Therapie. Es lohnt sich daher über Kurkuma als Therapieoption nachzudenken. Gerne berate ich Dich (E-Mail: annette.pitzer@gmx.de; Tel. Nr. 02771-833434)

21 Antworten auf „Kurkuma, Hype oder Schatz der Natur?“

  1. Huhu,

    kenne Kurkuma auch nur als Gewürz, aber interessant das es auch bei Erkrankungen hilfreich sein kann. Man lernt nie aus! Goldene Milch sagte mir nichts, dass muss ich mal versuchen.

    LG
    Steffi

  2. Ich bin schon des öfteren über die Goldene Milch gestolpert! Ein Rezept, was mich wirklich neugierig macht! Vielleicht probiere ich das auch mal aus! Scheint ja gut zu tun! Ich wusste übrigens nicht, dass es stille Entzündungen gibt und dass sie jahrzehntelang unentdeckt bleiben können! Schon erschreckend!

    Liebe Grüße
    Jana

  3. Hallo Annette, danke für deinen Beitrag über Kurkuma, die Buchempfehlung und für das Rezept „Goldene Milch“ klingt gut. Sich mit Gewürzen gegen Arthrose-Schmerzen zu helfen kenne ich schon lange – aber mir ist neu, dass es auch Kurkuma-Infusionen gibt. Muss gestehen, das wäre mir etwas unheimlich. Gibt es da Kontraindikationen? Oder kann Jeder diese Therapie beginnen? Liebe Grüße Bettina

    1. Liebe Bettina,
      alles was Wirkung hat, kann Nebenwirkungen oder Kontraindikationen haben. Bevor man einen Patienten behandelt wird immer eine Anamnese gemacht, so dass man schon die Kontraindikationen kennt. Auch wird der Patient vor der ersten Infusion immer noch einmal wegen der Kontraindikationen befragt und aufgeklärt.
      Alles Liebe
      Annette

  4. Es ist noch nicht lange her, da habe ich auch ein Rezept für Gold Milch geschrieben.
    Denn ich mag es sehr, wenn die Natur Einfluss auf unsere Ernährung hat und Prophylaxe mit den richtigen Kräutern – darf ich zu Curcuma eigentlich Kraut sagen – wirkungsvoll funktioniert.

    Allerdings habe ich schon oft von Ayurveda und TCM Therapeuten gehört, dass Curcuma nicht für jeden passt und eher vorsichtig in der Dosierung sein sollte.

    Liebe Grüße Katja

    1. Liebe Katja,
      verwendet wird der Wurzelstock der Kurkumapflanze nicht das Kraut. Daher würde ich von Wurzel sprechen. Mit Kurkuma als Gewürz kann man selten etwas falsch machen (Allergien können immer auftreten, sind aber selten) als Therapeutikum sollte man es unbedingt mit einem Therapeuten abstimmen. Allerdings sind viele Mittel auf dem Markt so schlecht und niedrig im Wirkstoffgehalt, dass man wahrscheinlich sowieso nur wenig Nutzen/Wirkung/Nebenwirkung davon hat.
      Alles Liebe
      Annette

  5. Huhu,

    die Milch muss ich unbedingt mal testen. Bisher dachte ich immer es wäre ein normales Gewürz, aber da lag ich wohl falsch. Scheint vielfältig zu sein.

    LG

  6. Hey, Hey!
    Von Kurkuma habe ich schon oft gehört und auch etliches darüber gelesen. Über die Goldene Milch hingegen noch gar nichts. Würde ich vielleicht sogar mal ausprobieren. Kurkuma selbst nehmen wir zum Würzen einiger veganer Gerichte.

    Liebste Grüße,
    Sandra

  7. Liebe Anette
    Das war wirklich ein spannender Beitrag. Ich finde auch toll, dass du über den genauen Inhaltsstoff von Kurkuma eingehst und ihn erklärst und auch über die Aufnahme informierst. Ich bin ein grosser Fan von Kurkuma und habe Kurkuma auch selbst therapeutisch benutzt und auch viel über die Therapiemöglichkeiten von Kurkuma an der Uni gelernt und nachgelesen(bin angehende Pharmazeutin und interessiere mich extrem für pflanzliche Therapiemöglichkeiten). Ich finde schön, dass du erwähnst, dass es als Ergänzung bei gewissen Krankheiten sinnvoll ist darüber nachzudenken und nicht als alleinige Heilungsmethode:)

    1. Liebe Lena,
      in meiner Praxis hatte ich schon so großartige Erfolge mit Kurkuma. Nicht selten konnte die allopathische Therapie ganz wegfallen und der Patient war beschwerdefrei.
      Alles Liebe
      Annette

  8. Liebe Annette,

    zum ersten Mal habe ich von den positiven Eigenschaften Kurkumas von meinem Papa gehört. Das hatte ich mich total fasziniert. Das allerdings ein Nahrungsergänzungsmittel in diesem Fall mehr Sinn macht als das Pulver, wusste ich noch nicht. Leider wäre die goldene Milch nichts für mich, weil ich Mandelmilch nicht mag. Trotzdem hast du ja andere Alternativen aufgezeigt. Dankeschön.

    Liebe Grüße
    Mo

  9. Danke für deinen informativen Beitrag! Ich habe seit 7 Jahren MS und überlege, ob ich mir mal Curcuma Kapseln bestellen soll. Goldene Milch trinke ich auch gerne, aber eher im Herbst und Winter und auch nicht täglich. Werde mich mal genauer damit beschäftigen, danke für die Anregung!

    Liebe Grüße,
    Diana

    1. Liebe Diana,
      da kann ich Dir das beworbene Produkt wirklich ans Herz legen. Meine MS-Patienten profitieren wirklich sehr davon.
      Alles Liebe
      Annette

  10. Diese Goldene Milch habe ich mal probiert und fand sie ziemlich unappetitlich. Daher benutze ich mein Kurkuma mittlerweile auch nur noch als ganz normales Gewürz.

    Momentan stolpere ich im Netz allerdings immer wieder übers Ölziehen und da wird neuerdings zu dem Öl auch Kurkuma beigemischt, welches eine stark entzündungshemmende Wirkung z. B. auf das Zahnfleisch haben soll.

    Teilweise putzen sich die Leute mit der Kokosöl-Kurkuma-Mischung sogar die Zähne. Die Zahnbürste soll nachher die Farbe des Kurkuma angenommen haben, die Zähne sollen angeblich viel heller werden, was ich mir allerdings nicht so richtig vorstellen kann.

    LG, Kerstin

    1. Liebe Kersin,
      über das Öl ziehen findest Du auch hier im Blog Artikel. Mit Kurkuma ist es eine echte Schweinerei, ich kann es nicht empfehlen, da auch das Waschbecken sehr leidet.
      Alles Liebe
      Annette

  11. Kurkuma habe ich auch zu Hause und nutze es gerne im Reis oder in meiner Harissapaste. Aber Goldene MIlch ist nun gar nichts für mich, ich hatte einmal eine Gewürzmischung dafür und die war echt nicht berauschend. Habe es dann verschenkt. Ich nutze es dann doch lieber in Gewürzmischungen und -pasten…

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