Selbstermächtigung

Selbstermächtigung

Selbstermächtigung – Was will ich wirklich?

Lebst und handelst Du aus Deiner inneren Würde heraus? Oder anders gesagt aus Deiner Macht heraus? Wie steht es um Deine Selbstermächtigung und Deiner Selbstliebe? Vielleicht verstehst Du gerade nur Bahnhof? Oder fühlst Du sogar einen Widerstand in Dir?

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Oft höre ich an dieser Stelle, Selbstermächtigung, das geht ja gar nicht, ich habe Zwänge, die ich nicht ändern kann. Wirklich? Oder spielst Du nur eine Rolle auf einer großen Bühne? Welche Geschichten erzählst Du Dir auf dieser Bühne? Deine Geschichten bauen die Kulissen der Bühne. Ändere Deine Fokussierung und schaue von innen nach außen auf Deine Geschichten, die Du Dir erzählst.

Wer bin ich eigentlich wirklich?

Dies ist die erste Frage, die Du Dir stellen kannst, um Dich wieder an Deine ureigene Aufgabe zu erinnern und den ersten Schritt hin zur Selbstermächtigung zu tun. Denn diese Aufgabe beinhaltet auch alle Deine Talente. Meist bekomme ich an dieser Stelle zu hören, ich habe so gar keine Talente. Wirklich? Zumindest hast Du das Talent einer großartigen Bühnengestalterin, Schauspielerin und Regisseurin. Denn Dein Leben gestaltest Du genau so, wie es sich gerade zeigt. Harter Stoff, ich weiß. Doch in dieser Metapher verbirgt sich eine große universelle Wahrheit: Du erschaffst Deine Realität!

Ein neues Ich
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Die Träume der Kindheit

Um Deinen Talenten und damit Deiner ureigenen Aufgabe näher zu kommen, kannst Du eine Reise in die Vergangenheit antreten. Vielleicht erinnerst Du Dich an Deinen allerersten Berufswunsch.

Bei mir war das der Wunsch, Eremit zu werden. Der Gedanke, mir ganz viel Wissen und Weisheit anzueignen, selbstbestimmt zu leben ohne das laute, hektische und oberflächliche Geschehen in der Welt und vor allem denen, die Hilfe suchten mit meiner Weisheit zu dienen, war genau das, was ich wollte. Diesen „Berufswunsch“ trieb man mir, wie Du Dir denken kannst, ganz schnell aus.

Dann wollte ich Nonne werden. In einem stillen Konvent leben und viele Bücher lesen, um Wissen und Weisheit anzusammeln, Kräuterkunde erlernen, ohne das hektische und oberflächliche Geschehen in der Welt um denen, die Hilfe suchten mit meiner Weisheit zu dienen. Das Beten und die Gemeinschaft mit ihren Zwängen, so dachte ich, könne ich schon irgendwie ertragen. Auch dieser „Berufswunsch“ wurde belächelt und ausgetrieben.

Dann eben Heilerin! Dachte ich und auf Umwegen ist es dann letztendlich so gekommen.

Was sagen Deine Kindheitsträume über Deine Talente und Deine Lebensaufgabe aus? Weisen Sie Dir einen Weg zu Deiner Selbstermächtigung?

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Umwege und Zwischenstationen

Erst einmal wurde ich Wissenschaftlerin. Ja, ich weiß, wie weit weg das vom ursprünglichen Plan war. Oder doch nicht? Da war ja dieser unbändige Drang Wissen anzusammeln, den habe ich mir so in jedem Fall erfüllt. Doch wer schon in der Forschung gearbeitet hat, der weiß, wie grell, extrovertiert und aggressiv es dort zugeht. Der Preis für meinen Erfolg war hoch, dennoch möchte ich die Erfahrung nicht missen, denn sie führte mich letztendlich zurück auf meinen Pfad.

Nach dieser Erfahrung verließ ich die Naturwissenschaft und arbeitete in der freien Wirtschaft als Partnerin in einem Systemhaus. Auch die IT-Branche ist laut, aggressiv und voll mit männlichem Imponiergehabe.

Selbstermächtigung
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Letztendlich die Zielgerade. Nach zehn Jahren in der IT-Branche eröffnete ich meine Praxis als Heilpraktikerin für integrative Medizin und Psychotherapie. Aber auch hier behielt ich vorerst den schnellen, effizienten Stil der letzten Jahrzehnte bei. Was dann dazu führte, dass ich den Eremiten in mir schmerzhaft wiederfinden durfte. Das meine ich im wahrsten Sinn des Wortes, denn all die Jahre waren durch extreme körperliche Schmerzen gekennzeichnet.

Heute lebe ich viele meiner Talente. Ich bin nun Eremit (zusammen mit meinem geliebten Mann) und in meiner Schöpferkraft.

Anbindung an die Quelle

Als Kind haben wir noch eine starke Anbindung an die Quelle, daher kennen wir unsere Seelenaufgabe, mit der wir in dieses Leben gegangen sind, noch sehr genau. Dann kommt uns die Erziehung dazwischen. Das Wort ist scheußlich, oder? Schon als Kind konnte ich den Gedanken daran, wie man Pflanzen bindet und beschneidet, um sie in Form zu bringen, kaum ertragen. Genau das gleiche Gefühl löst das Wort Erziehung in mir aus. Es zieht uns aus unserem Seelenplan und verkrüppelt unsere Talente.

Selbstermächtigung – Du bist die Antwort

Wenn Du das verstanden hast, kannst Du es ändern. Was ist Dein Talent? Wonach sehnst Du Dich?

Wenn Du das für Dich wieder aus all Deiner Konditionierung rausgearbeitet hast, dann beschreite den Weg hin zu Deinem Lebenssinn und ermächtige Dich selbst. Manchmal hat man sich so sehr auf der Bühneninszenierung verirrt, dass man Hilfe dabei braucht, die Kulissen zu verschieben. Scheu Dich also nicht, Dir Hilfe zu suchen.

Das Prinzip Selbstermächtigung
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Selbstermächtigung – Muß ich alles hinwerfen?

Keine Angst, das muss Du natürlich nicht. Aber den Weg beschreiten schon. Eine meiner Patientinnen, sie litt an Schlafstörungen, wollte als Kind Sängerin werden. Als sie mich aufsuchte, arbeitete sie als Chefsekretären und verdiente sehr gut. Wir brauchten einige Anläufe, um die Sängerin in ihr freizulegen, aber als das geschafft war, schlief sie zum ersten Mal wieder eine Nacht durch.

Das ermutigte sie den nächsten Schritt zu gehen und sie meldete sich in einem Chor an. Danach begann ein neues Leben. Sie durchlief eine Gesangsausbildung und arbeitet heute nebenberuflich als Backgroundsängerin für viele Tonstudios. Ihr Hauptbroterwerb ist zwar immer noch derselbe, aber ihr Leben hat sich grundlegend verändert. Es ist erfüllt, obwohl sie weniger Freizeit hat.

Diese Geschichte einer Selbstermächtigung kann Dir Mut machen, auch auf die Suche zu gehen.

Mit diesem Blogartikel nehme ich an der Blogparade von Sandra Liane Braun – Raus aus dem Stress, rein ins Leben. Coach und Gedankensortiererin wenn Du sagst „Ich kann nicht mehr!“ teil.

20 Antworten auf „Selbstermächtigung“

    1. Liebe Tina-Marie,
      wir alle werden als selbstmächtig gebohren. Dann sozialisiert man uns und wir vergessen wer wir wirklich sind.
      Alles Liebe
      Annette

  1. Liebe Annette,
    Danke für Deinen Artikel zu meiner Blogparade. Ein wertvoller Beitrag mit gleich zwei Beispielen, wie man Träume (be-) leben kann.

    Für mich neu, ist das Wort „Selbstermächtigung“ oder besser: Ich hatte es nicht auf dem Schirm. Und doch verstehe und spüre ich die Kraft, die in ihm liegt. Wir sind die Hauptdarsteller in unserem Leben und sollten uns selbst dazu er mächtigen, auch die Regisseure zu sein. Nicht klagen und leiden, sondern umschreiben.

    Danke liebe „wissenschaftliche Heilerin“!

    Herzliche Grüße
    Sandra

  2. Liebe Annette,

    ein schöner und wichtiger Artikel. Vor allem heutzutage haben viele Menschen große Selbstzweifel und vertrauen nicht auf sich selber. Es ist aber auch gar nicht so einfach geworden, finde ich. Ständig wird einem ja suggeriert, dass wir so oder so sein sollen.
    Ich wollte als Kind immer Shaolin Mönch (ja, ich weiß, Mädchen dürfen das nicht) und Geschichtenerzählerin werden. Heute lebe ich zu mindestens den letzten Teil bei / mit meinem Kind aus und erfülle mir den Wunsch des Schreibens durch mein Hobby. Ein schöner Ausgleich zu meinem sonstigen Alltag.

    Liebe Grüße
    Mo

    1. Liebe Mo,
      so schön Shaolin Mönch liegt ja nah an der Nonne. Heute dürfen wir allles, denn die Zeit des Patriarchats geht zu Ende. Ich schreibs an jede Wand Selbstermächtigte Menschen braucht das Land!
      Alles Liebe
      Annette

  3. Ich wusste vorher nicht was ein Eremit ist. Für mich ist es ein Fremdwort, das nicht zu unserer Zeit passt, zumindest vom Lesen her. Aber jetzt, wo ich weiß, was es bedeutet und auch was es für dich bedeutet, und wie du auf dieses Wort gekommen bist, bin ich sehr fasziniert. Selbstbestimmt leben ist zu unserer Zeit wirklich schwer. Ich weiß z.B. gar nicht, was ich als Kind werden wollte 🙁 Durch unseren Umzug nach Deutschland wurde meine Welt einfach auf den Kopf gestellt. Ich hatte auch nicht sofort die Chancen, die die Jugendlichen hatten, für die Deutsch zur Muttersprache gehört. Aber ich habe meinen Weg irgendwie gefunden und ich weiß nur eines ganz bestimmt. Ich wollte immer Mutter werden. Auch wenn es kein Beruf ist, ist es meine Berufung und obwohl ich studiert habe, strebe ich keine Karriere an, sondern kümmere mich vorerst so viel es geht um die Kinder 🙂 Danke für den Beitrag und dass meine Gedanken einfach so aus mir rausgekommen sind!
    Liebe Grüße,
    Tanja

    1. Liebe Tanja,
      genau darum geht es, seinen eigenen Weg zu gehen. Mutter sein ist Dir ein Bedürfnis und entspricht daher Deinem Seelenplan. Das zu verwirklichen ist gar nicht so leicht, denn wir Frauen sind unsere größten Feinde. Die, die Kariere wollen schauen verächtlich auf die Mutter und Hausfrau hinab. Die, die Mutter sein wollen verurteilen die harten Karrierefrauen. Und die, die beides wollen werden ebenfalls von allen Seiten angegriffen. Wir müssen lernen, dass keiner der Wege die eine Frau einschlägt besser als der andere ist. Lasst uns respektvoll eine freie Welt schaffen.
      Alles Liebe
      Annette

      1. Da hast du absolut Recht! Ich verurteile keine anderen Mütter. Die Karrierefrauen haben auch was tolles geleistet, auch wenn sie keine Mütter sein wollten. Die, die beides gemeistert haben, vor denen ziehe ich meinen Hut. Ich achte auch nicht besonders, was die anderen Mamis über meinen Erziehungsstill sagen. Ich liebe meine Kinder und erziehe sie so, wie ich gerne erzogen wäre. Wenn es jemandem nicht gefällt, sein Pech. Ich denke, was dieses Thema angeht, bin ich mit mir im Reinen 🙂 Das ist mir jetzt klar geworden. Vielen Dank!
        Liebe Grüße, Tanja

  4. Das Beispiel mit der Sängerin gefällt mir. Ich hadere auch manchmal, ob ich wirklich den richtigen Job gewählt habe. Aber eigentlich erfüllt er mich, ich arbeite mit vielen Menschen verschiedenster Kulturen zusammen und lebe mein Talent – Kommunikation und Organisation – aus. Ich bin Projekt- und Produktmanagerin. Was mir dabei etwas fehlt, ist das kreative. Das finde ich ich meinem Hobby, der Fotografie. Ich denke, jeder kann etwas tun, das ihm wirklich Spaß macht. Und ab 30+ ist es wieder einfacher, weil man dann wirklich auf eigenen Beinen steht und meistens weiß, was man will oder zumindest was man nicht mehr will.

  5. Hach ja, ich bin auch nicht das geworden, was ich damals werden wollte! Genau wie bei dir wurden meine Berufswünsche nur belächelt! „Was, du willst Archäologin werden?“ Nein, mach lieber eine Ausbildung, hieß es von meinem unfähigen Berufsberater! „Was, du willst Psychologie studieren?“ Wieder mach lieber eine Ausbildung, diesmal von meinen Eltern! „Verdiene selbst Geld, ein Studium finanzieren wir nicht mit! “ Letztendlich war ich in einer Ausbildung gelandet, die mich seelisch gequält hatte! Ich hatte es zwar irgendwie geschafft, diese Zeit zu überstehen und sogar einen sehr guten Abschluss zu bekommen, aber hätten sie mich nicht gleich nach der Abschlussprüfung vor die Tür gesetzt, wäre ich so oder so gegangen! Jahre später habe ich dann doch noch studiert! Ich finde, besonders in Sachen Ausbildung und Berufswunsch sollte man dringend auf sein Herz und nicht auf andere Menschen hören! Immerhin muss man mit der Arbeit sehr viel Lebenszeit verbringen und die sollte nicht von negativen Gedanken beeinflusst sein!

    Liebe Grüße
    Jana

  6. Ich finde es toll, dass Du das geworden bist, was Du schon immer wolltest, liebe Annette! Bei mir war das auch wie bei Dir – mir wurde alles schlecht- und ausgeredet! Ich wollte als kleineres Kind Nonne werden, genau wie Du, ich kannte ja auch einige, die sehr gütig und zufrieden waren. Danach Tierärztin, was allerdings mit meinem schulischen Leistungen nicht gepasst hat, deshalb habe ich schon umgeschwungen auf Tierpflegerin, was meine Eltern mir nie erlaubt hätten.

    Ich bin nur Zahnarzthelferin geworden, weil der Traum, Polizistin zu werden (den hegte ich ab 12 und habe mich auch darauf vorbereitet), nicht möglich war, ich bin sozusagen „ausgemustert“ worden. Also war Zahnarzthelferin nie mein Traum, sondern einfach nur „Hauptsache überhaupt Geld verdienen“! Ich war sehr unzufrieden, hatte alle Fortbildungen die möglich waren, sogar das Zahnmedizin-Studium habe ich begonnen. Da merkte ich, dass das nicht mein Weg war! Das Studium zur Tierheilpraktikerin öffnete mir die Augen!

    Bei meinen Kindern rede ich nicht rein. Sie dürfen genau das werden, was sie wollen und ich unterstütze sie – auch wenn ich das schräg finde. Mein Kleiner will bisher Eremit werden, das ist total okay.

    Lieben Gruß, Bea.

  7. Ich habe mich zuvor noch nie mit dem Thema Selbstermächtigung befasst finde es aber sehr interessant. Eine Freundin von mir wollte auch immer singen, ist aber Lehrerin geworden – sie war ziemlich unglücklich bis sie in ihrer Freizeit einem Chor beigetreten ist. Da ist also auf jeden Fall was wahres dran!
    LG Lisa

  8. Ich sehe in der Problematik der Selbstermächtigung ebenfalls ein ganz besonders frauenbezogenes Problem. Hier muss dringend ein Umdenken stattfinden, denn Selbstermächtigung bedeutet Selbstwert und Selbstwertgefühl und sich etwas erlauben und zutrauen, das eigentlich vollkommen selbstverständlich sein sollte. Danke für den schönen Artikel.

  9. Huhu,

    ich finde deinen Beitrag sehr wichtig und sehr informativ und interessant gestaltet.

    Ich glaube wir alle haben irgendwann selbstzweifel, daher ist es umso wichtiger nicht zu vergessen wer man ist und was man möchte.

    LG
    Steffi

  10. Hallo Annette,
    ein tolles Thema, auf das dich die Blogparade brachte, gratuliere 🙂 und vielen Dank für den schönen Artikel. Ich finde deine Berufswünsche waren wirklich sehr ausgefallen, Eremit oder Nonne – und doch hast du es geschafft, sie teilweise wahr werden zu lassen, so sehe ich das zumindest. Kinderwünsche ernst genommen, ich arbeite noch dran – ich wollte ein Leben frei wie die Adler im Wind führen und etwas mit Pferden machen. Auf dem Papier gibt es die Kombination schon, ich habe Kreativitätstechniken „alleine glücklich mit dem Pferd“ entwickelt, der Businessplan liegt in der Schublade, aber noch traue ich mich nicht, mein Startup aus der Taufe zu heben, meine „Erstjob“ als Ernährungswissenschaftlerin ist mehr als attraktiv … liebe Grüße Bettina

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