Emulgatoren und der löchrige Darm

Emulgatoren und der löchrige Darm

Emulgatoren fördern einen löchrigen Darm und es kommt zum Leaky-Gut-Syndrom

Was haben denn Emulgatoren mit unserem Darm zu tun? Warum und wie schädigen sie die Darmschleimhaut und was kannst Du dagegen tun?

Wenn man ehrlich ist, sind Emulgatoren als Lebensmittelzusatzstoffe in der Nahrungsmittelindustrie nicht mehr wegzudenken. Doch das hat so seine Tücken. Studien konnten zeigen, dass Substanzen wie Polysorbat 80 (E433) und Carboxymethylcellulose (E466) schon in minimalen „handelsüblichen“ Dosen zu einer Entzündung der Darmschleimhaut und auch zu einer vermehrten Durchlässigkeit führen.

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Wenn Du schon an einem Leaky-Gut-Syndrom, einer Autoimmerkrankung, einem Reizdarm oder am metabolischen Syndrom mit Adipositas erkrankt bist, solltest Du besonders diese Zusatzstoffe meiden.

Du kannst mehr über das Leaky-Gut-Syndrom, also den löchrigen Darm, hier auf dem Blog lesen.

Was sind Emulgatoren?

Emulgatoren sind Hilfsstoffe, die es möglich machen, dass zwei nicht miteinander mischbare Komponenten, zum Beispiel Wasser und Fett, eine Emulsion bilden und in diesem Zustand bleiben. Wasser und Fett etwa vermischen sich erst, wenn sogenannte „grenzflächenaktive Stoffe“ hinzugegeben werden, die sowohl wasser- als auch fettlöslich sind.

Im Körper gibt es zum Beispiel die Gallensäuren, die als natürliche Emulgatoren wirken.

Emulgatoren und der löchrige Darm

Was machen die künstlichen Emulgatoren? Sie zerstören die Schleimschicht des Darms und lösen so die Darmbarriere auf.

Achtung! Auch Monalauril löst die Darmschleimhaut auf!

Monolaurin, ein Nahrungsergänzungsmittel aus rohen Kokosnüssen hergestellt, wird inzwischen gerne in der ketogenen Ernährung eingenommen. Sinnvoll ist der Einsatz gegen Viren, da es deren äußere Membran aus Lipiden auflöst, und so den Virus zerstören kann. Doch leider zerstört Monolaurin auch die Darmmukosa und führt zu stillen Entzündungen (silent inflammation) im Darm.

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In welchen Lebensmitteln findet man Carboxymethylcellulose (E466)?

  • Backwaren
  • Speiseeis
  • Mayonnaise
  • Saucen
  • Gelee
  • Fruchtmus
  • Kosmetikprodukte
  • In Tabletten und Kapseln
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In welchen Lebensmitteln findet man Polysorbat 80 (E433)?

  • Speiseeis
  • Margarine
  • Mayonnaise
  • Saucen
  • Gelee
  • Nasensprays
  • Tabletten
  • Injektionslösungen

Konsumieren wir diese Nahrungsmittel, dann schädigen wir schleichend aber kontinuierlich unsere Darmschleimhaut.

Besonders viele Emulgatoren findet man jedoch in Light-Produkten wie fettreduziertem Eis, Joghurt und Käse. Da das entzogene Fett durch Wasser ersetzt werden muss, braucht man mehr Bindemittel, um für eine gute Konsistenz im Mund zu erzeugen.

Wie kann ich dem entgehen?

Meide Fertiglebensmittel und achte bei Deinen Nahrungsergänzungsmitteln darauf, dass diese Emulgatoren nicht enthalten sind. Kurz gesagt, schon kleinste Mengen an Emulgatoren schädigen Deine Gesundheit!

Du brauchst Hilfe, dann vereinbare gerne einen Termin in meiner Praxis (Tel. Nr. 02771-833434; E-Mail: annette.pitzer@gmx.de).

22 Antworten auf „Emulgatoren und der löchrige Darm“

  1. Ein sehr sehr interessanter Artikel liebe Annette.
    Ich stehe seit meine Tochter so krank auf die Welt kam, auf Kriegsfuß mit Emulatoren und Zusatzstoffe. Wegen ihrem schweren Asthma und viele OPs achtete ihr sehr auf Inhaltsstoffe der Lebensmittel. Ich konnte es ihr gut vermitteln denn sie isst heute sehr bewusst und achtet darauf.
    Mayonnaise und Margarine gibt es nie bei mir. Mich hat verwundert dass so gar in Tabletten solche Stoffe vorkommen!?
    Liebe Grüße Caro

    1. Liebe Caro,
      wer wie wir sensibilisiert ist, der entdeckt Emulgatoren überall. Daher immer die Inhaltsstoffe anschauen und dann erst kaufen.
      Alles Liebe
      Annette

  2. Ich habe schon mal vom Leaky-Gut-Syndrom gehört, aber hätte es nicht mehr zuordnen können. Aber erschreckend ist es schon! Da kauft man vermeintlich „gute“ Lebensmittel – über den Fett- und Zuckergehalt in den meisten aufgezählten lässt sich ja streiten – und dann machen sie einen von innen krank! Sogar Nasenspray, darin hätte ich Emulgatoren ja so gar nicht erwartet! Schön, dass du darüber aufklärst!

    Liebe Grüße
    Jana

  3. Liebe Annette,
    ein spannendes Thema das du da aufgreifst. Ich hätte nicht vermutet, dass Emulgatoren in so vielen Lebensmitteln zu finden sind. Generell versuche ich, Fertigprodukte zu vermeiden, viel selbst zu kochen und vor allem frische Lebensmittel zu kaufen.

    Liebe Grüße, Hanna

  4. Huhu,

    das zeigt nur umso mehr das wir alles genau begutachten müssen was wir zu uns nehmen und uns nicht blenden lassen dürfen. Vor allem, zeigt es wie viel Sachen in den Lebensmitteln sind die wir zu uns nehmen von denen wir teilweise keine Ahnung haben. Erschreckend.

    LG Steffi

  5. Es ist entsetzlich, was wir alles essen! Und dann wundern sich alle, warum so viele chronische Leiden haben. Sehr interessanter Artikel, der nachdenklich macht.

  6. Da sieht man mal wieder was alles schlecht ist und trotzdem in den Verkauf gelangt – dennoch denke ich, dass auch hier wie immer die Dosis das Gift macht.
    Hauptsache man versucht sich größtenteils gut und frisch zu ernähren.

    LG,
    Mila

    1. Liebe Mila,
      leider trifft das in diesem Fall nicht zu. Stell Dir ein Wasser mit Fettfilm vor und dann nimm eine kleinste Menge Spülmittel (Emulgator) und tippe auf die Oberfläche. Der Fettfilm zieht sich sofort zurück. Genau das passiert jedes Mal, wenn wir Emulgatoren zu uns nehmen. Klar kann unser Körper eine Zeitlang kompensieren, doch eben nur begrenzt.
      Alles Liebe
      Annette

  7. Hallo Annette,

    interessanter Bericht! Super fände ich es, wenn Du die zitierten Studien verlinken könntest (im Notfall halt auf den Abstract). Ich lese mich immer gern weiter ein, wenn es um mögliche negative Auswirkungen von geprüften und zugelassenen Stoffen geht.

    Viele Grüße,
    Katharina

  8. Liebe Annette,

    wieder ein spannender Artikel über ein kaum besprochenes Thema.
    Wenn Du Gelee schreibst, meinst Du dann Gelatine, welches in Gelee enthalten ist? Dann wären ja auch Produkte wie beispielsweise Götterspeise dazugehörig, oder?

    Alles Liebe Katja

    1. Liebe Katja,
      es hat nichts mit der Gelatine zu tun. Emulgatoren werden zugesetzt um die Konsistenz, die der Verbraucher im Gelee mag, zu gewährleisten. So bleibt das Gelee streichfähig. Ob in einem Produkt Emulgatoren zugesetzt wurden kannst Du anhand der Inhaltstoffe leicht prüfen.
      Alles Liebe
      Annette

  9. Wieder mal was dazugelernt wie immer, wenn ich Deinen Blog lese. Ich kannte das Thema Emulsion bisher nur vom Kochen, zum Beispiel bei der Herstellung von Sauce Hollandaise. Dass Emulgatoren in Lebensmitteln schädlich sein können, war mir komplett neu. Ich werde in Zukunft mal drauf achten…

  10. Ein sehr interessanter Beitrag wieder. Ich hätte jetzt auch nicht vermutet, dass in so vielen Produkten Emulgatoren zu finden sind. Ich bin aber ehrlich – ich mag Fertigprodukte oft ganz gerne, weil ich einfach kaum Zeit zum Kochen habe. Aber ich denke, die gute Mischung macht es aus.

    liebe Grüße
    Alice von http://www.alicechristina.com

  11. Das klingt ja richtig schlimm :O :O
    Mir war gar nicht bewusst, dass solche schädlichen Produkte überhaupt zum Verkauf angeboten werden dürfen… da werde ich zukünftig wirklich besser schauen, danke fürs Aufmerksam machen!

    Alles Liebe
    Katii

  12. Liebe Annette, ein interessanter Beitrag, Es ist eine böse Falle, in die man tappt, wenn man zu viele Fertigprodukte verzehrt, die Emulgatoren enthalten: ich gebe dir Recht – frisch zu kochen ist die sicherste Möglichkeit gesund zu bleiben 🙂 lg Bettina

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