Psychologie des Glücks oder die Sicht der Dinge

Psychologie des Glücks oder die Sicht der Dinge

Glück oder Unglück, nur eine Fiktion? Die Psychologie des Glücks

Jeder von uns hat schon erkennen müssen, dass unsere Realität nichts anderes ist als eine Geschichte, die wir uns erzählen. Vielleicht spürst Du gerade etwas wie Entrüstung in Dir auftauchen, doch gib mir die Chance zu erklären, was ich meine.

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Du hast vielleicht einen Traum, sagen wir Du möchtest schon sehr lange eine Ausbildung als Yogalehrer absolvieren. Deine Selbstwahrnehmung hat Dich bisher daran gehindert, denn Du denkst vielleicht, dass Du zu ungelenk, zu dick oder zu alt dafür bist. Dein Unterbewusstsein lässt nun diesen Wunsch immer größer werden, weil Du ihn Dir verwehrst. Du beginnst zu glauben, dass Dein Leben glücklicher, zufriedener und erfüllter sein wird, wenn Du Yogalehrer sein könntest.

Das Herz unser Glücksmuskel
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Die Konsequenz

Was aus dieser Sehnsucht resultiert ist, dass Dir Dein Leben düster, ungerecht und unerfüllt vorkommt. Dein Beruf öde, lähmend und auszehrend. Dein Privatleben eingeengt, da Du glaubst, Dich nicht verwirklichen zu können.

Was Du nicht siehst, sind die Chancen, die das Leben Dir schenkt. Das neue Projekt auf Deiner Arbeit könnte Dir viel Freude machen, da es wie auf Dich geschneidert ist. Es erfordert nämlich Kreativität, Einfühlungsvermögen und Disziplin. All diese Eigenschaften sind Dir gegeben. Doch da Du Dich entschieden hast einen Traum zu träumen, der Dich in der Zukunft glücklich machen könnte, bist Du nicht in der Lage, das Glück des Augenblicks zu erkennen. Stattdessen quälst Du Dich durch Deine Arbeit und vergiftest Tag für Tag Deine Seele. Du bist keine Inspiration für andere und es wird Dir immer weniger Wertschätzung von Deinen Vorgesetzten und Kollegen entgegengebracht. Das macht Dich wütend, niemand sieht, was in Dir steckt oder wer Du wirklich bist. Dein Arbeitsleben ist nun eine einzige Qual.

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Der Sprung

Irgendwann hältst Du es nicht mehr aus und kündigst und beginnst Deine heiß ersehnte Yoga-Ausbildung. Du schwebst auf einer Wolke, auch wenn Du merkst, dass es gar nicht so toll ist, wie Du gedacht hattest. Vielleicht nervt Dich die Doktrin Deiner Lehrer, vielleicht grollst Du auch Deinem Körper, der ständig schmerzt. Aber vielleicht hattest Du auch eine völlig falsche Vorstellung davon wie es ist, ein Yogalehrer zu werden und zu sein. Aber es ist (war) nun mal Dein Traum, daher ziehst Du die Sache durch. Und dann hast Du es geschafft, Du bist Yogalehrer. Nun eröffnest Du ein kleines aber feines Yogastudio. Alles läuft prima und doch bist Du nicht glücklich. Es nervt Dich, dass Du die Stunden vorbereiten musst und dafür nicht bezahlt wirst. Du ärgerst Dich, dass Du für Dich und Dein Studio werben musst. Es ängstigt Dich, dass Du, wenn Du nicht arbeitest, nichts verdienst. Noch mehr ängstigt Dich die Unsicherheit Deines Einkommens und dass Du für Deine Altersvorsorge selbst Sorge tragen musst. Es nervt Dich für alles die Verantwortung zu haben. Nun erkennst Du, dass Du in diesem Business unglücklich bist und dass Du viel lieber Reisen für alleinstehende Frauen organisieren würdest.

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Das ganze beginnt von vorne…

Wie oft sitzen mir genau solche Menschen gegenüber, die sich in einem Leben der Fiktion verlieren und das Gute genau vor ihren Füßen nicht erkennen. Daher ist es wichtig etwas über die Psychologie des Glücks zu wissen.

Alles, was wir erleben, ist nur die Geschichte, die wir uns erzählen

Wie wir unser Leben erleben hängt nur von der Vorstellung ab, die wir in unserem Kopf haben. Glücklich sind wir nur, wenn wir denken, dass wir es sind. Zufrieden sind wir nur, wenn wir denken, dass wir zufrieden sind. Bevor Du Dir Dein Leben madig machst und neue vermeintlich bessere Leben erdenkst, wäre es da nicht sinnvoll, das Leben zu feiern und ganz auszufüllen, das Du gerade lebst? Das bedeutet nicht, dass Du nichts Neues ausprobieren kannst, doch hüte Dich davor, Dein Glück in der Zukunft zu suchen. Es gibt nur einen Moment im Leben der zählt, dieser Moment. Jedes Leben ist im einen Moment wunderbar und im nächsten erbärmlich. Alles nur eine Frage der Perspektive. Dein Leben ist nicht wunderbar und auch nicht erbärmlich, es ist beides zugleich und es will gelebt werden. Das ist die Psychologie des Glücks.

Du brauchst Hilfe, um aus dieser Spirale auszusteigen, dann melde Dich gerne zu einem Beratungsgespräch bei mir (Tel. Nr. 02771-833434; E-Mail: annette.pitzer@gmx.de)

28 Antworten auf „Psychologie des Glücks oder die Sicht der Dinge“

  1. Liebe Annette,
    du schreibst sehr schön beispielhaft und verständlich 😉 Für mich als Erkrankte ist es immer wieder wichtig, daran erinnert zu werden, wie groß meine Selbstwirksamkeit ist.
    Danke dafür!
    Herzliche Grüße
    Tamara

  2. Liebe Annette,
    wie oft verlieren Menschen den Blick auf das Gute vor ihren Füßen, Danke für deinen Reminder – du hast so Recht, vor lauter Bäumen wird der Wald nicht gesehen – das Glück finden wir nicht unbedingt, indem wir das Alte verlassen und das Neue starten, oft beschert uns das Neue dann das Alte, weil wir selber uns ändern müssen, nicht dagegen das vermeintlich „Alte“, liebe Grüße Bettina P.S.: Das Buch von Hermann Hesse ist sehr schön, ich hab gerade einen Blick hinein geworfen :-)))

    1. Liebe Annette,

      ein gelungener Beitrag der definitiv noch einmal zum Nachdenken anregt.
      In besonders dunklen Stunden fällt es ja manchmal schwer das Gute zu sehen, was vor einem liegt. Und oft ist es ja gar nicht das Neue an sich das Glück, sondern wie wir uns selber entwickeln und verändern.

      Ich habe übrigens auch ein Buch mit Hermann Hesses Werken. Es ist schön und gehörte schon meinen Großeltern.

      Liebe Grüße
      Mo

  3. Ich habe viele Wünsche, Ideen und Träume. Am liebsten würde ich die alle und gleich erfüllen. Aber genau dann komme ich in diese Spirale. Ich mach das Beste aus dem was ich habe und fahr damit richtig gut.
    Liebe Grüße an Dich
    Sandra

    1. Liebe Sandra,
      solange es Dir nicht gelingt Dein Glück unabhängig von Deinen Wünschen, Ideen und Träumen zu spüren, bist Du weit weg vom Glück. Das ist die Spirale von der Du sprichst. Wenn Glück an etwas im Außen geknüpft ist, ist es unbeständig und flüchtig.
      Alles Liebe
      Annette

  4. Huhu,

    dein Beitrag hast du wirklich schön formuliert. Mir ist auch aufgefallen, wenn man vieles positiv sieht, dass das Leben allgemein schöne wird. Eine positive Sicht ist immer Gold wert und hilft der Seele Dinge positiver zu sehen.

    LG Steffi

  5. Liebe Annette,
    so, wie es beschrieben ist, klingt es ziemlich einfach, glücklich zu sein. Man muss es ja nur „denken“. Doch was ist mit äußeren Umständen wie beispielsweise Erkrankungen etc.?
    Die Sicht darauf würde mich sehr interessieren.
    Herzlichen Dank und lieben Gruß
    Anja

    1. Liebe Anja,
      lies Dir den Artikel bitte noch einmal durch. Ich selber war ab meinem sechsten Lebensjahr chronisch krank. Als Kind mit starken Schmerzen eine wirkliche Herausforderung. Dennoch war mir schon damals klar, dass diese Umstände nichts mit meinem Gefühl von Glück zu tun haben. Und nein, man muss es nicht nur „denken“, das ist der größte Unsinn der in der Welt als Fake News umgeht. Es ist viel leichter aber auch schwer. Du bist nicht Deine Erkrankung. Du bist ein Licht aus der Quelle. Du kannst Dir so viele positive Gedanken vorsagen wie Du kannst, oder willst es wird in Dir nichts verändern. Erst wenn Du in Deine Seele tauchst und Dein Licht findest wirst Du frei von den äußeren Umständen. Krankheit ist auch dann nicht leicht, aber Du erkennst, dass Du viel mehr bist als Dein Körper oder Deine Gedanken.
      Alles Liebe
      Annette

      1. Liebe Annette, danke für deine Antwort. Auch beim zweiten Lesen stolpere ich über den Satz „Glücklich sind wir nur, wenn wir denken, dass wir es sind.“ Wenn ich also unglücklich bin, liegt es daran, dass ich zu wenig denke glücklich zu sein? So einfach sehe ich es eben nicht.
        Ich sehe nach wie vor keine Auseinandersetzung mit dem Thema äußere Umstände/ Erkrankungen im Beitrag, vielleicht überlese ich etwas?
        Dem Ansatz, wir seien mehr als unsere Gedanken, Körper, Krankheiten… stimme ich vollkommen zu – das ist äußerst hilfreich.
        Herzlichen Gruß
        Anja

        1. Liebe Anja,
          Ich durfte als junge Frau auf einer Krebsstation in einem von Nonnen geführten Krankenhaus arbeiten. Diese Erfahrung hat mich so bereichert. Alle Patienten hatten Krebs, da könnte man meinen, dass alle unglücklich waren. Weit gefehlt! Viele waren glücklich, weil sie sich dafür entschieden haben es zu sein. So viele Gespräche, die mich so viel gelehrt haben. Der Schlüssel war bei fast allen die Dankbarkeit. Dankbarkeit ist eine Art zu denken. Wer sich für Dankbarkeit entscheidet der entscheidet sich für das Glück. Es geht mir im Artikel nicht um den Aspekt von Krankheit oder äußeren Umstande, denn sie sind nicht wichtig für das glücklich sein. In meinem Leben und im Leben vieler meiner Patienten sind sie es jedenfalls nicht. Denn wer sein Glück von äußeren Umstanden abhängig macht, der hat schon verloren!
          Alles Liebe
          Annette

  6. Vielen Dank für den schönen Artikel. Ich konnte ein paar interessante Gedanken für mich selber darin finden. Es stimmt, man muss nicht ständig glücklich sein, um ein glückliches Leben zu führen. Selbst wenn es das Leben gut mit uns meint, es unserem Umfeld und auch uns selbst gut geht, freuen wir uns im Leben immer über eine extra Prise Glück.

  7. Das ist gerade in Zeiten wie diesen so wichtig, in der Gegenwart zu leben. Schwierig, aber auch jetzt können wir aus der eingeschränkten Situation das Bestmögliche machen statt ständig darüber nachzugrübeln, was alles nicht geht. Ich als Reisebloggerin, die nicht reisen kann, habe mich schon ein paarmal in den letzten Wochen in dieser Spirale verheddert und mit der Situation gehadert. Aber dann ziehe ich mich immer wieder hoch und mache was draus. Das geht. Und es macht tatsächlich glücklich.
    LG Renate von Trippics

  8. Ich bin von Natur her ein Glücks-Mensch, was hauptsächlich an meiner Einstellung zu allem liegt. Ich bin positiver Mensch, sehe in allem das Gute, wenn es nichts Gutes zu finden ist, dann halt was zum Lernen. Ich mache mir meine Welt, wie sie mir gefällt, denn das kann ich. Natürlich habe auch ich mal Tiefpunkte, aber die überwiegen niemals.
    Danke für den tollen Beitrag, mag ich sehr. Ach, an manchen Schulen ist „Glück“ ein Fach, das finde ich ganz wunderbar!

    Viele Grüße, Bea.

  9. Liebe Annette,

    Wieder ein wundervoller Beitrag von dir. Du schreibst so schön bildlich, dass man sich richtig hinein versetzen kann. Wie oft sieht man genau das offensichtliche nicht, obwohl es einem vor die Füße gelegt wird?! Man sollte wirklich versuchen sich nicht auf einen Traum zu versteifen sondern alles positive auch positiv zu sehen, so lebt es sich viel leichter.

    Vielen lieben Dank für die Erinnerung
    Liebe Grüße
    Sarah

  10. Wie heißt es so schön: „Das Gras ist immer grüner auf der anderen Seite.“ Allerdings finde ich es auch wichtig Träume zu haben und herauszufinden was einem daran hindert seine Träume umzusetzen.

  11. Du hast schon recht, man sollte das Glück genießen, das einem gegeben ist, aber irgendwie trauere ich doch einem Leben nach, das ich nicht habe(n kann). Zumindest im Moment nicht oder vielleicht auch in Zukunft nicht. Da man nur ein Leben hat, habe ich Angst, etwas zu verpassen, meine Wünsche erfüllen zu können. Nicht mal besondere Wünsche, ganz normale! Die Erfüllung dieser Wünsche wäre mein Glück!

    Liebe Grüße
    Jana

    1. Liebe Jana,
      Du machst Dein Glück von äußeren Umständen abhängig, das lässt Dich niemals glücklich werden. Glück hat nichts mit erfüllten Wünschen zu tun, aber auch gar nichts!
      Alles Liebe
      Annette

  12. Das hast du so toll geschrieben! Dein Beitrag regt wirklich zum Nachdenken an und hilft die Dinge wieder klarer zu sehen. Ich kann inzwischen sagen, dass ich glücklich bin, weil ich die richtige Perspektive habe. Aber das war nicht immer so und ich habe immer nur das gesehen, was ich nicht habe und wie mein Leben sein könnte.

    Liebe Grüße,
    Diana

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