Prostatavergrößerung, was tun?

Prostatavergrößerung

Prostatavergrößerung oder benigne Prostatahyperplasie (BPH)

Wusstest Du, dass der häufigste gutartige Tumor bei Männern die Prostatavergrößerung also die benigne Prostatahyperplasie (BPH) ist? Aus diesem Grund haben bis zu 50 Prozent aller Männer im Alter von 50 Jahren eine vergrößerte Prostata. Allerdings leiden bei weitem nicht alle Betroffenen unter Harnwegsbeschwerden. Die vergrößerte Prostata wird mit der Zeit unelastisch und führt so häufig zu einer Verengung der Harnröhrenöffnung. Dadurch kommt es zu Schwierigkeiten den Urin zu halten und zu Miktionsproblemen.

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Prostatavergrößerung führt zu Miktionsbeschwerden

Was sind Miktionsbeschwerden? Hierzu zählen ein vermehrter Harndrang (auch nachts), eine verzögerte oder erschwerte Entleerung der Blase, ein abgeschwächter Harnstrahl, Schmerzen beim Wasserlassen und das Gefühl einer nicht gänzlich entleerten Blase. Häufig kommt es außerdem auch zum Nachtröpfeln.

Sexuelle Funktionsstörungen durch Prostatavergrößerung

Eine Prostatavergrößerung führt häufig ebenfalls zu sexuellen Funktionsstörungen des Mannes. Auch hier kann die Sägepalme effektiv eingesetzt werden und das dazu weitgehend nebenwirkungsfrei. In seltenen Fällen kann es aber zu Magen-Darm-Beschwerden kommen. Dann sollte das Präparat abgesetzt werden.

Harnwegsobstruktion (Behinderung des Harnabflusses)

Für eine Harnwegsobstruktion kann es zwei Gründe geben. Zum einen kann die vergrößerte Prostata die Harnröhre einengen und zum anderen kann es zu einer Überstimulierung der glatten Muskulatur der Prostata kommen, die sich dann um die Harnröhre krallt. Beides kann, falls es unbehandelt bleibt, zu ernsten Komplikationen wie akutem Harnstau, Nephropathie, Infektionen oder Blasensteinen führen.

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Symptome der benigne Prostatahyperplasie

  • Abgeschwächter Harnstrahl
  • Anstrengung zu Beginn der Miktion
  • Gefühl der unzureichenden Blasenentleerung
  • Häufige Blasenentleerung
  • Häufiges Wasserlassen in der Nacht (Nykturie)
  • Schwierigkeiten beim Hinauszögern des Wasserlassens
  • Unterbrechung des Harnstrahls

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Heilpflanzen bei Prostatavergrößerung

Sägepalme (Serenoa repens)

Wer aufgrund einer vergrößerten Prostata Probleme mit dem Wasserlassen hat, ist also mit einem hochdosierten Sägepalmenpräparat gut beraten.

Die Sägepalme ist ein hochwirksames pflanzliches Therapeutikum, welches bei gutartiger (benignen) Prostatavergrösserung zum Einsatz kommt. Die öligen Beeren der Sägepalme (Serenoa repens) enthalten freie Fettsäuren und Phytosterole (unter anderem Beta-Sitosterol), die das Wachstum der Prostata hemmen. Beta-Sitosterol hemmt die Produktion des männlichen Hormons Testosterons. Erhöhte Testosteronspiegel stehen im Verdacht, eine Prostatavergrößerung auszulösen. Die Sägepalme hemmt zudem Entzündungen der Prostata.

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Brennnesselwurzeln

Die Heilpflanze Brennnessel (Urtica dioica) kann ebenfalls zur Prostatagesundheit beitragen. Brennnesselwurzeln und –samen wirken sowohl entzündungshemmend als auch gewebsabschwellend. Durch die Entzündung der Prostata kommt es zusätzlich zu einer Gewebeschwellung die die ohnehin schon vergrößerten Prostata nochweiter anschwellen lässt. Auch die Brennnessel lindern Miktionsstörungen. Die Brennnesselwurzeln enthalten Polysaccharide, Cumarine sowie Sterole.

Die Kombination aus den beiden Heilpflanzen stellt deshalb ein hochwirksames Therapeutikum für die Vergrößerte Prostata dar.

Brennnesselwurzel und -früchte können in seltenen Fällen mit Magen-Darm-Beschwerden oder allergischen Hautreaktionen reagiert werden.

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Rinde des afrikanischen Pflaumenbaums (Pygeum africanum)

Pygeum africanum enthält zahlreiche bioaktive Inhaltsstoffe wie Phytosterole, langkettige Fettsäuren, Triterpene und Ferulasäureester, die die Symptome einer Prostatadysplasie nachweislich positiv beeinflussen, indem es die Synthese der Hormone Testosteron und Prolaktin senkt. Des Weiteren hemmt Pygeum africanum die Erregbarkeit des harnaustreibenden Muskels, hat eine Hemmung auf die zellulären Wachstumsfaktoren und wirkt antientzündlich.

Afrikanische Lilie Hypoxis rooperi

Eine weitere afrikanische Pflanze tut der Prostata gut. Die Wurzel der afrikanischen Lilie. Auch sie enthält Phytosterole und ganz besonders viel Beta-Sisterol. Ihr Wirkmechanismus entspricht in etwa dem der Brennnesselwurzel.

17 Antworten auf „Prostatavergrößerung, was tun?“

  1. Liebe Annette,
    der Artikel klärt sehr gut auf und ist ein wichtiges Thema. Durch meinen Beruf weiß ich darüber viel. Aber leider habe ich im Bekanntenkreis einige Männer, die daran erkrankt sind. Einer ist zu spät zum Arzt und nach einem Jahr verstorben.
    Aufklärung egal bei welchen Krankheiten so wichtig!
    Liebe Grüße Caro

  2. Liebe Annette,
    ich finde es gut, dass Du hier einen Einblick in pflanzliche Wirkstoffe gibst und dazu passende Präparate vorstellst und nicht gleich zur Einnahme von “Chemiekeulen” rätst. Außerdem konnte ich interessante Fakten mitnehmen, so war es mir neu, das u. a. auch erhöhte Testosteronwerte zu einer Prostatavergrößerung beitragen können.
    Herzliche Grüße Vivienne

  3. Hallo Annette, ein Thema, das mich noch nie berührte, sehr interessant. Pflaumenbaum und afrikanische Lilie sind mir zum Beispiel völig neu. Wirken diese Heilpflanzen nur bei Männern? Oder auch bei Frauenproblemen? lg Bettina

    1. Liebe Bettina,
      Pflaumenrindenextrakt wird zum Beispiel auch als blutstillendes Mittel eingesetzt. Ich benutze eine Zahncreme aus Pflaumenrindenasche, die meinem Zahnfleisch sehr guttut. Über die afrikanische Lilie weiß ich nicht viel, leider.
      Alles Liebe
      Annette

  4. Liebe Annette,
    toll erklärt 😉 Ich habe als Journalistin mal lange für ein Gesundheitsmagazin geschrieben, auch über dieses Thema. Zudem hatte mein Vater Prostataprobleme, die leider nicht so einfach in den Griff zu bekommen waren.
    Ich hoffe, den Artikel lesen viele, damit da etwas mehr Aufklärung herrscht.
    LG
    Tamara

  5. Liebe Annette,
    ich wusste zwar, dass die Prostatavergrößerung der häufigste gutartige Tumor bei Männern ist. Wie häufig diese vorkommt, wusste ich allerdings nicht und bin überrascht.
    Herzliche Grüße
    Anja von STADT LAND WELTentdecker

  6. Ich finde es unglaublich toll, dass man auch bei so ernsten gesundheitlichen Problemen nicht immer sofort die Chemie-Keule schwingen muss, sondern auch mit pflanzlichen Mitteln total viel erreichen kann.

    Liebe Grüße
    Birgit

  7. Liebe Annette,

    mein Opa litt damals unter einer Prostatavergrößerung und musste sich auch entsprechend behandeln lassen. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass das im ersten Schritt nicht auf pflanzlicher Basis gewesen ist. Schade, der Artikel hätte ihm bestimmt gut helfen können.
    Dafür nehme ich das Wissen jetzt mit und bin mir sicher, dass es irgendwann mal nützlich sein wird.

    Liebe Grüße
    Mo

  8. Spannend, welche Heilpflanzen alle helfen können. Brennesseln sind ja eh rgendwie eine Super-Heilpflanze. Dass man da aber jetzt Wurzeln bei Prostataproblemen nimmt, wusste ich noch gar nicht. Kann man mit den Heilpflanzen den Problemen auch vorbeugen, oder sollte man sie nur zeitweise einnehmen?

  9. Ich kam bisher noch nicht mit Prostataproblemen in Kontakt, finde aber gut, dass auf Blogs wie deinem darüber aufgeklärt wird. Gerade, weil solche Gesundheitsthemen bei Männern sehr heikel zu sein scheinen. Ich höre jedenfalls oft, dass man(n) lieber nicht zum Arzt gehen will 🙁

    Liebe Grüße
    Jana

  10. Hi Annette,
    ein sehr guter Artikel!
    Dieses Thema und eventuelle Behandlungsmöglichkeiten ist sehr wichtig.
    Ich habe einige Fälle in meinem Bekanntenkreis die an einer Prostatavergrößerung leiden und es nicht gut geendet hat oder teilweise Ehen kaputt gegangen sind.
    LG
    Stephan

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