Wut, warum wir sie brauchen

Wut ist gut!

Als kleines Mädchen kannte ich Wut durchaus gut. Sie war meine Freundin, denn sie war eine Richtschnur, mit der ich Ungerechtigkeit kenntlich machen konnte. Wurde ich wütend und meine Gefühl bewirkte nichts, dann kamen zornige Tränen. Irgendwann hatte man mir diese Reaktion dann abtrainiert. Mir wurde gesagt, ein Mädchen verhält sich so nicht und Tränen wären nur dafür da, mein Umfeld zu erpressen und würden meine Schwäche offenbaren. Ich lernte, Frauen sollten nicht wütent sein, sondern sanft und duldsam. Fast allen Frauen ging es und geht es bis heute so. Wir haben unsere Wut aberzogen bekommen. Doch dadurch hat man uns entmachtet und uns von unserer Power abgetrennt.

Der Beitrag enthält Affiliate Links & Produktempfehlung.

Wut ist gut
Werbung

Was hat Wut mit Deiner Kraft zu tun?

Wer sich nicht traut, Wut zuzulassen, ist nicht in seiner Kraft. Es ist sogar noch viel schlimmer, denn Wut ist eine mächtige Energie. Unterdrückst Du das Gefühl, dann richtet sich sie gegen Dich selber. Nicht umsonst sind Autoimmunerkrankungen weiblich. Wut zu unterdrücken erfordert unheimlich viel Kraft. So berauben wir uns unserer Antriebskraft. Diese mächtige Energie verschwindet nicht einfach, weil wir sie ablehnen. Sie bleibt, das nennt man in der Physik den Energie Erhaltungssatz. Sie bleibt in Dir und richtet sich dann gegen Dich, Du wirst krank. Du kannst Dir das vorstellen, wie Wasser in einem Dampfkochtopf, bei dem das Ventil verstopft ist. Irgendwann wird der Druck so groß, dass es zur Zerstörung kommt, der Topf explodiert.

Wut die Drachenenergie

Im Schamanismus nennt man die Wut auch Drachenenergie. Eine Feuerenergie. Sie dient der Reinigung. Entspricht etwas in Dir oder im Außen nicht Deiner Seelenwahrheit, weckt das den Drachen in Dir. Er speit dann die Wahrheit als heiße Flamme aus und dient so Deiner Entwicklung und der Entwicklung aller. Darf der Drache aber nicht speien, verbrennt er Dich im Inneren.  Die heiße Drachenenergie wendet sich also gegen Dich selbst. Wenn Du Deinen Zorn nicht als Deine Wahrheit aussprichst, wirst Du krank. Aber auch die Ordnung im Außen wird nicht bestehen bleiben. Ungerechtigkeit wird zur Normalität. Das ist wieder das Leben, denn Leben ist Kooperation, nicht Kampf.

Weibliche Wut
Werbung

Hüterin der Welt

Frauen sind die Hüterinnen der Welt. Ihre Wut dient allen. Wenn Du Deine nicht lebst, speist Du die Ungerechtigkeit.

Männer sind die Beschützer der Hüterin. Werden sie ihrer Aufgabe beraubt, da es nur unfreie Frauen gibt, die von ihnen beherrscht werden, werden sie korrupt und ebenfalls krank. Das nur am Rande.

Du möchtest keinen Blogartikel und keine Aktion mehr verpassen, dann melde Dich doch zu meinem Newsletter an.

Wut außerhalb der Hierarchie

Lebe Deine Wut, ohne mit dem Finger auf den/die vermeintlich Bösen zu zeigen. Bedenke, dadurch, dass Du Deine Wut nicht gelebt hast, hast Du Deinen Teil dazu beigetragen, dass die Welt ist, wie sie ist. Lass Deinen Zorn nicht wie ein Vulkan auf Dein Gegenüber kommen. Sondern lass die Energie frei, indem Du nicht länger in dem Kreislauf von Täter, Opfer, Retter verweilst. Sprich Deine Wut, Deine Wahrheit aus. Sei Du selbst und stehe in Deiner Mitte. Nur aus der Mitte heraus können sich die Dinge ändern. Dann bist Du kein Opfer, kein Täter und kein Retter mehr. Du bist Du. Selbstermächtigt in Deinem Sein.

Deine Verantwortung ist es, die Wut nicht in Zorn und Verurteilungen zu verwandeln, denn dann wirst auch Du schuldig, da diese Kraft zerstört und nicht erschafft. Du bist eine freie Frau, die fähig ist, Leben zu erschaffen.

Wut ist ein Geschenk
Werbung

Nutze die Wut weise!

Nutze die Wutzeit, die Drachenzeit, dazu Altes, Falsches und Unpassendes zu verbrennen. Sprich daher klar und deutlich Deine Wahrheit aus, damit sich Dein Leben und die Welt zum Positiven ändern kann. Du kennst die Drachenzeit sehr gut, sie zeigt sich bei uns Frauen kurz vor der Menstruation. Wer seine Wut unterdrückt, leidet in dieser Zeit häufig an PMS. In der PMS zeigt sich die unterdrückte Emotion als Launenhaftigkeit, als Stimmungsschwankung und einen zum Platzen aufgeblähten Körper.

Löse die Verstrickungen

Nutze Deine Wut, um alles, was Dir nicht entspricht, was nicht wahr ist, abzutrennen. Alles, was nicht mehr Deiner Wahrheit entspricht, trenne ab, lasse los und betrete Deine neuen Wege. Dadurch, dass Du Deine Wut unterdrückt hast, hast Du Dich mitschuldig gemacht. Daher verurteile nicht, sondern vergib Dir und den anderen. Es gibt keine Opfer, Täter, Retter. Es gibt nur das Ich-bin. Löse die Verstrickungen Deines Lebens durch die lebensfördernde Feuerenergie, die vorwärts geht und lebensbejahend ist. Hass, Groll und Angst sind negative Energien. Sie unterdrücken Liebe und Vertrauen. Nutze die Drachenenergie auch als Kraft des Verzeihens.

Gefühle als Wegweiser

Alle Deine Gefühle sind Deine Wegweiser. Auch die Wut. Mach Dich frei und höre auf Deine Gefühle zu bewerten. Es gibt keine guten oder schlechten Gefühle. Erst so wirst Du zur freien, selbstermächtigten Frau. Spüre Dein Feuer, Deine Lebendigkeit, Deine Macht und gib Dich frei. Finde den Mut, in die Wut zu gehen und erobere Dir Deine Macht zurück.

Be Angry
Werbung

18 Antworten auf „Wut, warum wir sie brauchen“

  1. Liebe Annette,
    stimmt Wut tut gut! Wir brauchen Sie und vor allem Frauen müssen zu Ihren Emotionen zurückfinden. Auch ich habe lange probiert, Wut zu unterdrücken, mittlerweile lasse ich auch solche Emotionen zu. Sie sind wichtig und richtig und ich finde es schön, dass Du das mit Deinem Artikel in unser Bewusstsein zurückrufst.
    Herzliche Grüße und alles Liebe
    Vivienne

  2. Bei mir wurde auch versucht, die Wut abzuwürgen. Das hat zum Glück nicht funktioniert, und sie ist mir erhalten geblieben. Eigentlich gut, aber manchmal ist sie schwer zu steuern. Deshalb freue ich mich über den Buchtipp. Vielleicht lerne ich ja, meine Wut in die richtige Richtung zu lenken…
    LG Renate von Trippics

    1. Liebe Renate,
      Du bewertest Deine Wut und willst sie lenken oder steuern, Du würgst sie so immer noch ab. Lass ihr ihren freien Lauf!
      Alles Liebe
      Annette

  3. Hallo Annette, dass sich so viele Autoren mit der Wut beschäftigen zeigt, was für eine mächtige Emotion das ist 🙂 vielen Dank für die Buchvorstellungen. Was ist denn mit Jähzorn? Wird in den Büchern auch besprochen, wie es dazu kommt und wie man damit umgeht? Das würde mich mal interessieren, liebe Grüße Bettina

    1. Liebe Bettina,
      Wut, denke ich, hat einen Auslöser und ein deutliches Ziel. Jähzorn hingegen ist Willkürlich und nicht auf positive Veränderung ausgerichtet. Jähzorn ist häufig eine schlechte Eigenschaft eines Menschen, wohingegen Wut mit der Situation und nicht mit der jeweiligen psychischen Konstitution zu tun hat.
      Alles Liebe
      Annette

  4. Liebe Annette,
    ich merke täglich im Umgang mit meinem Kind, wie wichtig und befreiend es ist, der Wut Raum zu geben.
    Schade, dass du es in deiner Kindheit ganz anders erfahren hast.
    Herzlichen Gruß
    Anja von STADT LAND WELTentdecker

  5. Wenn ich, nachdem ich deinen Artikel gelesen habe, darüber nachdenke, wüsste ich zur Zeit gar nicht, worüber ich wütend sein soll. Außer natürlich über Corona. Aber das Virus lässt sich vermutlich von meinem Wutausbruch nicht beeindrucken. Viele Grüße Birgit

  6. Ich denke schon, dass Wut auch positive Kräfte freilegen kann. Wenn man nicht aufpasst, kann man sich jedoch auch in Wut so hineinsteigern, dass sie eher destruktiv ist. Auch in der Wut muss man sich selbst richtig wahrnehmen.

  7. Nach der Lektüre deines Blogartikels überlege ich gerade, was mich zuletzt wütend gemacht hat. Hm, nachhaltig in Erinnerung geblieben ist mir keine derartige Situation. Aber vermutlich ist das ein gutes Zeichen, schließlich hätte ich es mir sonst gemerkt.

  8. Liebe Annette,

    wenn man sie richtig und wirkungsvoll kanalisiert, kann Wut sicher auch sehr positiv sein.
    Das große Problem ist wahrscheinlich, dass man sich sehr schnell und einfach in eine negative Abwärtsspirale begeben kann.

    Ich werde mir mal intensiv deine Buchempfehlungen näher betrachten.

    Danke für die interessanten Tipps.
    Viele Grüße, Katja

    1. Liebe Katja,
      Wut kann nicht in eine Abwärtsspirale führen, denn sie ist ein „heißes“ Gefühl, dass schnell wieder verraucht, wenn man sie freigibt. Tut man dies nicht, behält man also das „Feuer“ in sich, dann kommt es zu einem „Schwelbrand“ der einem fertig macht.
      Alles Liebe
      Annette

  9. Ich habe Wut auch immer für etwas negatives gehalten, ich bin zwar oftmals wütend (natürlich nur aus gutem Grund), aber fühl mich dann immer schlecht danach. Dein Beitrag hat mir die Augen geöffnet. Nicht verdrängen, sondern wirklich mal raus lassen, sonst kann sich das negativ auf den Körper auswirken!

    Liebe Grüße
    Jana

  10. Ein sehr interessanter Beitrag.
    Wut hat für mich nicht nur etwas Negatives, weil ich mich sehr über jemanden ärgerere. Wut hat in meinen Augen durchaus eine positive Seite. Sie kann für mich Ansporn sein etwas in Gang zu bringen oder neue Wege zu suchen, was ich wahrscheinlich ohne diese Wut gar nicht machen würde.
    Konkret: Weil ich mich in meinem ehemaligen beruflichen Umfeld über eine Vorgesetzte mehr als geärgert habe, habe ich den Weg in die Selbstständigkeit eingeschlagen und damit zu meinem Traumberuf Fotograf gefunden.

  11. Ohjaaaa, die Wut-Tränen. Die kenne ich. Ich kann auch richtig wütend werden, muss ich sagen. Wobei das selten passiert. Meist geht es dann um Ungerechtigkeiten oder dass etwas nicht verstanden wird.
    Ich habe aber auch im Coaching gelernt, wie man Wut kanalisieren kann um neues zu wagen und Dinge zu ändern. Sie gibt Ansporn die Gleichgültigkeit nicht bieten kann.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.