Gastbeitrag von Diana Badenius “Die Ursprungstherapie”

Die Ursprungstherapie

Die Ursprungstherapie

Wenn wir wirklich vorankommen wollen, müssen wir zum Ursprung zurück. Dort, wo das Muster der Familiengeschichte gewebt wurde, findest Du den Ursprung.

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… geht davon aus, dass ein in der Kindheit verletztes Grundgefühl die Ursache einer Einschränkung der persönlichen Entwicklungsmöglichkeiten ist. Das Erkennen und Auflösen dieser lebenslang erlittenen Verletzung ermöglicht, auch nach langer Zeit, die ersehnte vollständige Entfaltung des ganzen Menschen. In der Folge wird der Klient, die Klientin in die Lage versetzt, auch das bis dahin ungenutztes Potenzial uneingeschränkt zu nutzen. So können schließlich alle Facetten des Ichs in Wirkung gebracht werden.

Die Ursprungstherapie baut gemeinsam mit dem Klienten/der Klientin eine Brücke, die alle Lebensphasen umfasst, um damit die Auflösung der Problematik zu ermöglichen.

Ein Beispiel für das verletzte Grundgefühl WUT

Viele Menschen reagieren mit Wut, wenn sich etwas nicht nach ihren Vorstellungen entwickelt. Etwa, wenn sie einem anderen Menschen etwas erklären und dieser es auch nach dem dritten Mal nicht versteht. Will er es nicht verstehen? Ungeduld und Wut gehen da schnell Hand in Hand. Die Erklärung kann doch nur Ignoranz sein. Oder Dummheit?

Spannend dabei: Spricht man die wütende Person auf seine Reaktion und sein Verhalten an, kann sie sehr oft gar nicht genau sagen, warum sie mit Ärger oder Wut reagiert. Ursache dafür ist die Tatsache, dass es sich um eine unbewusste emotionale Reaktion handelt. Dahinter steht eine festgeschriebene Einstellung, die bei ähnlichen Situationen immer wieder zu einem Wutausbruch führen wird.

Die Ursprungstherapie
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Emotionale Teufelskreise (oder Lebensretter?)

Muster und Glaubenssätze, die wir tief in unserem Unterbewusstsein abgelegt haben, begleiten uns ein Leben lang. Sie bieten auf den ersten Blick Sicherheit und Kontrolle, aber sie sorgen halt manchmal auch für Trauer, Ängste, enttäuschte Freude oder Wut. Und da wir immer wieder mal in vergleichbare Situationen geraten, bieten sie auch die Grundlage für einen emotionalen Teufelskreis.

Von außen mögen wechselnde Situationen nichts oder nur wenig mit dem zu tun haben, was irgendwann in der Vergangenheit erlebt und gespeichert wurde. Aber unser Unterbewusstsein gleicht ohnehin nicht die gesamte Situation mit all ihren Facetten ab, sondern reduziert das Erlebte auf ein grobes Muster. Ist es bekannt? Haben wir eine einstudierte Reaktion darauf? Na prima!

Letztlich ist dies ein absolut nützliches Verhalten: Es sichert unser Überleben. Was damals Schmerz bereitet hat, wird auch jetzt wieder Schmerz bereiten. Was damals geholfen hat, wird auch heute helfen. So unterschiedlich die Situation, von außen betrachtet, wirken mag: Es kommt darauf an, ob das im Unterbewusstsein abgespeicherte Muster passt. So sind schnelle, durchaus auch lebensrettende, Reaktionen möglich.

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Emotionale Mustererkennung

Solange sich diese „emotionale Mustererkennung“ positiv auf unser Leben auswirkt, sorgt sie für Stabilität und Sicherheit. Ganz anders verhält es sich mit Mustern, die uns nicht guttun. Fatal wird es, wenn wir nicht erkennen, dass die „einprogrammierten Reaktionen“ die Entwicklung unseres Potenzials einbremst oder ganz verhindert. Daraus resultieren Verunsicherung oder schlicht Angst.

Bei unserem Beispiel ist die Wut eine angelernte Reaktion auf Ungeduld und Erniedrigung. Hinter der Wut steht das Bedürfnis nach Anerkennung und Würdigung. Solange dieses Muster nicht erkannt und aufgelöst wird, steckt der „WUT-Mensch“ fest in seinem emotionalen Teufelskreis.

Wie kann das verletzte Grundgefühl zur Lösung kommen?

Die ersten Schritte sind die Sensibilisierung der Situation, die Selbstbeobachtung der Gedankenwelt und – ganz wichtig – das Gewahrwerden der eigenen Gefühle.

Dazu passt auch die folgende Übung.

Sensibilisierung der Situation: Unbewusstes erkennen und steuern

Der erste Gedanke, der Ihnen zum Wort „Arbeit“ einfällt, ist…

So viel fällt Ihnen in den ersten Sekunden – abgesehen von ein, zwei Schlagworten – wahrscheinlich gar nicht ein. Oder? Wenn Sie aber eine komplexere Fragestellung nutzen, etwa: „Welche Einstellung habe ich zu dem Wort Arbeit, welche Gefühle verbinden ich damit?“, dann entsteht aus dem Wort „Arbeit“ ein Bild und aus dem Bild wird eine Szene. Es werden intensivere Emotionen und Erlebnisse in Erscheinung treten und als mögliche Antwort bereitstehen.

Was Sie dabei tatsächlich tun: Sie verbinden Erfahrungen, die Sie im Unterbewusstsein geparkt haben, mit Ihren Emotionen. Wenn Sie dann erkennen, dass Ihnen Glaubenssätze, die Ihnen in Ihrer Kindheit immer wieder zum Thema „Arbeit“ erzählt wurden, in den Sinn kommen, dann erhalten Sie eine Ahnung davon, warum Sie genau diese Einstellung zu dem Thema „Arbeit“ haben.

Natürlich sind noch mehr Schritte erforderlich. Die werden ausführlich in meinem Buch beschrieben. Es ist manchmal ein langer Weg. Aber er lohnt sich.

Kurzvita

Diana Badenius
Diana Badenius

Diana Badenius, geboren in Oxford, aufgewachsen in Norddeutschland und 1996 nach Österreich ausgewandert, gestaltete die erste Hälfte ihres Berufslebens in der Hotelbranche, zuletzt als Trainerin für emotionale und soziale Kompetenz. 2009 machte sie sich als Lebens- und Sozialberaterin selbstständig und eröffnete ihre erste Praxis in Innsbruck. 2017 eröffnete sie eine Heilpraxis für Psychotherapie in Lindau am Bodensee und verlegte diese 2018 nach Gommersheim in die Südlichen Weinstraße (Pfalz).

2016 begann sie die Grundlage für ihre eigene Therapiemethode, die Ursprungstherapie, zu schaffen. 2019 erschien ihr erstes Buch „Die Ursprungstherapie“ und ein Jahr später folgten die von ihr entworfenen Ursprungskarten, die als Hilfsmittel bei der therapeutischen Arbeit eingesetzt werden. Diana Badenius arbeitet als Autorin, Trainerin, Dozentin und Ausbilderin der Ursprungstherapie in Freiburg im Breisgau, wo sie im Juli 2021 ihr neues Zuhause zwischen den Weinbergen fand.

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