Hormone im Trinkwasser

Hormone im Trinkwasser

Arzneimittelrückstände und Hormone belasten unser Trinkwasser. Wie kann das sein?

Immer mehr Menschen nehmen Medikamente ein und auch der Hormonmarkt ist ein Milliardenmarkt. Verhütung mittels Pille, Hormonersatz in den Wechseljahren, Hochdosishormone um schwanger zu werden, Testosteron für den Mann, Schilddrüsenhormone und so vieles mehr. Kannst Du glauben, dass die Verbrauchsmenge der Sexualhormone von 2002 bis 2009 von 12.339,3 kg auf 13.697,9 kg also 11% angestiegen ist. Nachlesen kannst Du das in der „Zusammenstellung von Monitoringdaten zu Umweltkonzentrationen von Arzneimitteln“ des Umweltbundesamtes.

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Wenn man bedenkt, in welch geringen Konzentrationen Hormone wirken, dann schockiert der kg Verbrauch noch um einiges mehr, oder? 1000000000 µg sind 1 kg. Nimmst Du zum Beispiel ein Schilddrüsenhormon ein, das 50µg Wirkstoff beinhaltet, entspricht dies 0.00000005 kg.

Wie gelangen die Hormone ins Trinkwasser/Grundwasser?

Künstliche Hormone können von unseren Körpern nicht abgebaut werden, daher scheiden wir sie mit unserem Stuhl und Urin aus. Auch Mikroorganismen können diese chemisch veränderten Hormone nicht abbauen, so dass sie im System verbleiben.

Hormoncocktail für die Tiermast

Bei den oben angegebenen Zahlen geht es nur um Sexualhormone, die Menschen in Deutschland einnehmen. Schilddrüsenhormone sind dort nicht enthalten. Genauso wenig wie die Hormone, die in der Tiermast eingesetzt werden. Wie viele kg dort eingesetzt werden, konnte ich nicht ermitteln. Da Sexualhormone fettlöslich sind, essen wir diese mit der Milch, der Butter und dem Fleisch. Und auch diese Hormone finden sich im Grundwasser, denn auch die Tiere scheiden sie über ihren Kot und den Urin aus.

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Synthetisches Östrogen

Synthetisches Östrogen, der Hauptbestandteil der Antibabypille, ist besonders abbauresistent. Zudem haben Laborversuche gezeigt, dass insbesondere die Östrogene sich im Boden vertikal verlagern. Sie dringen also in die Tiefe ein, so dass sie ins Grundwasser wandern.

Wasser aus der Flasche Vielleicht denkst Du jetzt, Ok dann trinke ich nur noch Mineralwasser aus der Flasche. Tja, da hast Du leider falsch gedacht, denn auch in Flaschenwasser finden sich hormonell aktive Substanzen. In Plastikflaschen mehr als in Glasflaschen, doch auch dort finden sich Hormone. Also alle Wasser sind kontaminiert mit Hormonen. Wasser aus Plastikflaschen nimmt noch zusätzlich hormonaktive Stoffe aus dem Plastik auf und ist noch stärker belastet. In der Veröffentlichung von Marin Wagner „Östrogene Belastung in Mineralwasser“ kannst Du mehr darüber lesen.

Es gibt doch eine Trinkwasserverordnung, wieso werden Hormone nicht ausgefiltert?

Die Trinkwasserverordnung sieht eine Kontrolle von Arzneimittelrückständen und Hormonen im Trinkwasser nicht vor. Des Weiteren werden Arzneimittelrückstände und Hormone durch die üblichen Klärverfahren nicht aus dem Trinkwasser entfernt.

Was sind die Auswirkungen der Hormone im Trinkwasser?Es gibt immer mehr Hinweise darauf, dass Östrogen im Trinkwasser unsere Geschlechtsidentifikation verändern kann. Bei Amphibien ist das in jedem Fall so. Das ist ein Grund dafür, dass es weltweit zum Artensterben von Amphibien durch Pillen-Östrogen kommt. Warum? Weil aus männlichen Amphibien durch diese Östrogene weibliche werden. Keine Männchen mehr bedeutet, diese Amphibienart kann sich nicht mehr fortpflanzen.

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Und der Mensch?

Hält das vor uns Menschen an? Sicherlich nicht. So viele Paare wollen Kinder und es klappt einfach nicht. Zwar werden unsere Männer keine Frauen, dennoch verkümmern ihre Gonaden und sie nähern sich hormonell uns Frauen an.

Kann es sein, dass auch die Zunahme der Jugendlichen, die sich in ihrem Geschlecht nicht zuhause fühlen auch mit Hormonen im Trinkwasser zusammenhängt. Nachdenken sollte man in jedem Fall darüber.

Ein sehr interessanter Artikel, der zwar nicht den Einfluss von Hormonen, sondern Herbizide auf das Geschlechtsgefühl aufzeigt, findest Du im NEXUS Magazin.

2 Antworten auf „Hormone im Trinkwasser“

    1. Liebe Steffi,
      keine Frau sollte in den Wechseljahren eine Hormonersatztherapie machen. Warum, weil zum Beispiel dadurch das Brustkrebsrisiko und das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko signifikant ansteigt. Da gibt es eine Menge Alternativen wie zum Beispiel Phytotherapie oder naturidentische Hormone (die werden, wie unsere körpereigenen Hormone vollständig von der Leber abgebaut). Ein Mann mit Testosteronproblemen kann durch Muskelaufbau seinen Testosteronspiegel eindeutig steigern. Natürliche Verhütungsmethoden sind ja auch reichlich vorhanden. Viele Erkrankungen lassen sich durch einen gesunden Lebensstil verhindern oder verbessern, so dass die Menge an Medikamenten drastisch gesenkt werden kann.
      Alles Liebe
      Annette

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