Bluthochdruck (essentielle Hypertonie)

Was bedeutet essentielle Hypertonie – Bluthochdruck?

Von einer essentiellen Hypertonie spricht man, wenn der erhöhte Blutdruck nicht durch eine andere Grunderkrankung wie z.B. Nierenerkrankungen, Hormonstörungen und Aortenverengung  ausgelöst wird. Mehr als 90 Prozent der Patienten mit Bluthochdruck fallen in diese Kategorie.

Sehr häufig bleibt die essentielle Hypertonie unentdeckt, da keine Symptome auftreten. Später treten Symptome wie Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und Sehstörungen auf.

Bluthochdruck

Wer an einem dauerhaft hohen Blutdruck leidet, muss mit Folgeschäden rechnen. Durch eine Hypertonie muss das Herz stärker schlagen, was den Herzmuskel stark belastet. Der erhöhte Druck schädigt außerdem das Gefäßsystem. Wird nichts dagegen unternommen, kann es in der Folge zu Herzrhythmusstörungen, bis hin zum Vorhofflimmern und zu einer Herzinsuffizienz kommen.

Eine gefürchtete Komplikation ist auch die hypertensive Krise, bei der es zu einem akuten Blutdruckanstieg von über 230/100 mmHg kommt.  Dadurch kann es zu irreparablen Schäden des Gehirns, Herzversagen, Herzinfarkt und Lungenödem kommen. In einem solchen Fall ist es lebenswichtig, eine sofortige Notfalltherapie einzuleiten.

Naturheilkundliche Therapieansätze

Mikronährstoffe spielen beim Bluthochdruck eine nicht zu unterschätzende Rolle. Wer unter Bluthochdruck leidet, sollte seine Mikronährstoffe bei einer darauf spezialisierten Therapeutin durch eine Laboruntersuchung bestimmen lassen. Gerne stehe ich Ihnen dafür in meiner Praxis zur Verfügung (http://annette-pitzer.de/)

Welche Vitamine sollten Sie testen lassen?

Vitamin D

Wer an einem Vitamin D Mangel leidet,  dessen Risiko an einem Bluthochdruck zu erkranken, steigt um den  Faktor 3. Außerdem wirkt sich ein Vitamin D Mangel negativ auf das Nebennierenhormon Renin aus, das unter anderem an der Regulation des Blutdrucks beteiligt ist.

Vitamin C und Vitamin E

Menschen mit Bluthochdruck leiden häufig auch an erhöhtem oxidativen Stress. Oxidativer Stress kann eine Hypertonie verstärken. Studien konnten zeigen, dass sowohl der systolische als auch der diastolische Blutdruckwert durch die Einnahme von Vitamin C und E signifikant absinkt.

Dies ist z.B. bei Patienten mit sehr hohem Blutdruck der Grund, warum während einer Hochdosis Vitamin C Infusion das Gefühl von Schwindel auftreten kann, da der Blutdruck sich während der Infusion deutlich absenkt.

Folsäure, Vitamin B6 und Vitamin B12

Einige Studien konnten zeigen, dass ein Mangel an Folsäure, Vitamin B6 oder Vitamin B12 zu einem deutlichen Blutdruckanstieg führen kann. Patienten sollten deshalb nach einer labordiagnostischen Testung auf optimale Vitaminmengen eingestellt werden.

Cave

Bitte sparen Sie nicht an einem Labortest, weil Sie glauben, dass die Einnahme frei verkäuflicher Vitaminpräparate unschädlich sei. Studien konnten eindeutig zeigen, dass z.B. zu hohe Vitamin B12 Spiegel das Krebsrisiko erhöhen können. Zu hohe Vitamin B6/B12 Spiegel fördern, laut einer aktuellen Studie, auch das Lungenkrebsrisiko.

Welche Mikronährstoffe sollten Sie testen lassen?

Selen

Ein ausreichender Selenspiegel  verringert das Hypertonierisiko um bis zu 37 Prozent.

Natrium-Kalium-Verhältnis

Eine ausreichende Kaliumzufuhr schwächt die blutdrucksteigernde Wirkung des Natriums ab. Wer also zu wenig Kalium hat, bei dem kommt es durch erhöhte Kochsalzzufuhr zu einem Anstieg des Blutdrucks. Das erklärt meiner Meinung nach auch, warum nicht alle Hypertoniepatienten von einer Kochsalzreduzierung profitieren.

Magnesium

Eine ausreichende Magnesiumzufuhr entspannt die Gefäße und spielt deshalb auch eine zentrale Rolle beim Stressmanagement des Körpers.

Welche sonstigen orthomolekularen Substanzen sollten Sie testen lassen?

Omega-3-Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren sind, gerade für übergewichtige Hypertoniepatienten, ein Muss. Aufgrund des hohen Fettgewebesanteil kommt es zu stillen chronischen Entzündungsherden, was zu einem verstärkten oxidativen Stress führt. Führen diese Patienten moderate Dosen an Omega-3-Fettsäuren zu, senkt sich der Blutdruck, die oxidativen Schäden am Gewebe reduzieren sich und auch das Cholesterin sinkt signifikant ab.

Aminosäure Arginin

Arginin reguliert über Stickstoffmonoxid (NO) den Gefäßtonus, was zu einer Senkung des systolischen und diastolischen Blutdrucks führt.

Aminosäure Taurin

Die Aminosäure Taurin wirkt antioxidativ, antiarrhythmisch und hat einen antihypertensiven Effekt. Außerdem wirkt Taurin leicht dämpfend auf eine gesteigerte Erregbarkeit in dem es einen erhöhten Sympatikotonus vermindert.

Coenzym Q10

Studien konnten den antihypertensiven Effekt von Q10 eindeutig beweisen. Zusätzlich wirkt sich ein guter Coenzym Q10 Spiegel regenerativ auf geschädigte Mitochondrien aus, sodass Langzeitschäden einer Hypertonie vermindert werden können.

Veränderung im Lebensstil

Mehr als 75 Prozent der Blutdruckerkrankungen können durch einen veränderten Lebensstil verbessert werden. Ist das nicht eine super Nachricht?

Was können Sie tun?

  • Beheben Sie Ihren Bewegungsmangel
  • Bauen Sie Ihr Übergewicht ab
  • Ernähren Sie sich kardioprotektiv
  • Verzichten Sie auf regelmäßigen Alkoholkonsum

Sie wissen nicht, wie Sie das schaffen sollen? Gerne helfe ich Ihnen dabei. Wer einen Schritt nach dem anderen tut und auch noch kompetente Hilfe an seiner Seite hat, der kommt auf jeden Fall an sein Ziel!

Selbsthilfe

Kann man den Blutdruck mit homöopathischen Mitteln senken?

Homöopathische Komplexmittel wirken nicht wie eine allopathische konventionelle antihypertensive Therapie, da sie keine schnelle Senkung des Blutdrucks erreichen. Sie regulieren langfristig aber durchaus erfolgreich den Blutdruck. Aus diesem Grund ist es unbedingt notwendig, bei sehr hohen Blutdruckwerten mit einer konventionellen Therapie zu beginnen. Dennoch ist es möglich, diese Medikamente mit Hilfe eines homöopathischen Komplexmittels und den oben genannten Maßnahmen langfristig wieder loszuwerden. Sprechen Sie mich gerne an.

Dr. Annette Pitzer, Heilpraktikerin, Tel. Nr. 02771-833434, info@annette-pitzer.de, https://annette-pitzer.de/

Infos finden Sie hier: https://annette-pitzer.de

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2 Antworten auf „Bluthochdruck (essentielle Hypertonie)“

  1. Ein sehr aufschlussreicher Artikel, danke für Ihre Arbeit! Vitamin B12 nehme ich bereits ein, da ich mich vegetarisch ernähre.Ich werde nun aber auch mal ein großes Blutbild machen lassen und alle anderen Werte nachprüfen lassen. Vielen Dank für diesen Anstoß!

    Freundliche Grüße
    Gera Lenning

  2. Sehr interessanter Beitrag! Ich lasse mir eigentlich ca. 1 mal pro Jahr ein Blutbild erstellen, um gegebenenfalls meine Ernährung anzupassen. Zur Zeit nehme ich zusätzlich Folsäure ein Sonst konnte ich alle Mängel ausgleichen.
    Alles Liebe,
    Tina

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