Heilkraft der Bäume und das Wood Wide Web

Es freut mich sehr, im Rahmen dieses Gastbeitrags den geschätzten Lesern dieses Blogs meine Arbeit mit Bäumen näherzubringen. Vor über 30 Jahren begann ich, eine tiefere Verbindung zu Bäumen aufzubauen – lange bevor das Waldbaden populär wurde und die Wissenschaft uns die Zahlen lieferte, warum es so wohltuend ist. Um in das Thema „Heilkraft der Bäume“ und das Wood Wide Web einzutauchen, würde sich jeder Baum eignen, doch heute soll es die Ulme sein. Das war der Wunsch der Gastgeberin Dr. Annette Pitzer, dem ich sehr gerne nachkomme.

Ask und Embla

Gerne erzähle ich hier etwas zur Geschichte der Ulme und hoffe, dass der eine oder andere Leser die tiefe Verbindung zwischen uns Menschen und unseren großen Geschwistern, den Bäumen, spüren kann. Im Falle der Ulme ist diese Verbindung uralt: Die Ulme taucht in der nordischen Schöpfungsmythologie als einer der zwei Bäume auf, die Odin und seine Brüder bei einem Spaziergang am Strand fanden. Der eine Baum war eine Esche, die sie Ask nannten und aus der dann der Mann geformt wurde. Der andere Baum war die Ulme, die sie Embla nannten und aus der die Frau geformt wurde.

Ich sehe hierin einen Hinweis, dass die Ulme ein Kommunikationsbaum ist – schließlich wurde die Frau aus der Ulme geformt, und Frauen sind bekanntlich die kommunikativere Spezies, was von Neurologen bestätigt wird. Auch der Name der Esche „Ask“ ist spannend, da er phonetisch dem englischen Wort für „Fragen“ ähnelt und somit in den Verstand und die Rationalität führt, die eher als männlich betrachtet werden. Aber das nur als Gedanke am Rande.

Laut der nordischen Mythologie wurden die Menschen also aus Bäumen geformt.

In Bezug auf die Astrologie wird die Ulme dem Sternzeichen Zwilling zugeordnet, das ebenfalls für Kommunikation steht. Da die Zwillinge gerade Geburtstag haben, gratulieren wir ihnen herzlich.

Atem und Kommunikation

Bäume begleiten uns durch das Jahr und beeinflussen unser Sein, ob wir das wahrnehmen oder nicht. Unser ganzes System, unsere geschätzten 70 Billionen Zellen, die unseren wunderbaren Körper formen, sind vollständig mit diesen Wesen verbunden. Schauen wir uns um, haben wir die Möglichkeit, bewusst mit den Bäumen zu atmen. Dabei können wir uns vergegenwärtigen, dass Bäume oder Pflanzen im Allgemeinen den Sauerstoff produzieren, den wir zum Leben brauchen.

Wir atmen also genau jetzt das ein, was uns die Pflanzen zur Verfügung gestellt haben. Da ein Großteil der Erde mit Wasser bedeckt ist, stammt natürlich ein Großteil davon von Algen, die ebenfalls Pflanzen sind. Atmen wir ein, können wir den Sog erleben, der uns immer aufwärts zieht; es ist unter anderem dieser Auftrieb, der uns seit dem ersten Atemzug Halt gibt. Wir kommen also allein schon durch das Atmen in Kontakt mit den Bäumen. Schauen Sie einen Baum an, atmen Sie bewusst ein, und die Welt wird Ihnen gleich anders entgegentreten.

Schon sind wir tief in der Kommunikation mit der Natur und den Bäumen, insbesondere mit der Ulme, die uns gerade ihr Feld zur Verfügung stellt.

Bäume als lebendige Wesen

Bäume sind lebendige Wesen, mit denen wir in direkten Kontakt treten können und die uns in unserem Alltag unterstützen. Die Arbeit des Zellbiologen Bruce Lipton macht deutlich, dass das Umfeld unsere DNA formt. Diese Erkenntnisse, die er in seinem Buch „Intelligente Zellen“ 2006 veröffentlichte, bilden heute die Grundlage meiner Arbeit als Wahrnehmungstrainer.

Alles beginnt mit Wahrnehmung. Stellen Sie sich vor, nichts zu sehen, zu hören, keinen Windhauch auf der Haut zu spüren, nichts tasten zu können und auch nichts zu riechen – wo wären wir dann? Im Wald werden alle Sinne bedient, wir nehmen wahr, und vieles, was uns zuvor noch schwer erschien, darf leicht werden. Stehen Prozesse an, dürfen diese sich leicht gestalten. Wir sind bei guten Freunden, die uns immer Schutz, Wärme und Nahrung gegeben haben. Warum sollten sie uns in anderen Bereichen nicht helfen können?

Und damit schon mein erster Tipp an Sie, geschätzter Leser. Heben Sie den Kopf, schauen Sie sich um und atmen Sie bewusst ein. Der Sauerstoff, den Sie gerade einatmen, wurde von den Pflanzen bereitgestellt – ein kleines Wunder der Natur, das uns ständig begleitet.

Vita

Christian Kindlimann

Seit über 30 Jahren arbeitet Christian Kindlimann mit Bäumen und Naturwesen. In der Begleitung von Menschen kreierte er den Namen “Wahrnehmungstrainer”, da dies genau beschreibt, was in seiner Arbeit geschieht: Die Wahrnehmung wird geschult und so neue innere Wirklichkeiten gestaltet. Bäume sind dabei ideale Partner für die Persönlichkeitsentwicklung und unterstützen die Verwirklichung eigener Visionen und Träume. Im Rahmen dieser Tätigkeit entwickelte Christian Kindlimann die Flusssein-Baumessenzen und nutzt die natürlich bestehende Quantenverschränkung, um tiefe, ganzheitliche Verbindungen zwischen Mensch und Natur zu fördern. 

www.flusssein.ch

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