Sonnenallergie

Sommer – Sonne – Spaß?  Von wegen, wenn der Sommer eine echte Herausforderung ist

Die Freude ist groß, endlich Urlaub und es geht ab in die Sonne. Doch dann der herbe Schlag, die Haut reagiert mit Pusteln, Juckreiz und Bläschen auf die Sonne. Nicht wenige Menschen reagieren mit einer Sonnenallergie (Polymorphen Lichtdermatose) oder auch mit Mallorca Akne auf die Sonne.

Sonnenallergie

Nur in den seltensten Fällen handelt es sich um eine Allergie, deshalb gibt es den Begriff Sonnenallergie in der Medizin auch gar nicht. Der Begriff Sonnenallergie steht für verschiedene Erkrankungen, weshalb auch eine Therapie nicht für alle Betroffenen gleich aussehen kann.

In diesem Blogartikel beschäftige ich mich nur mit drei Lichtdermatosen, nämlich der polymormphen Lichtdermatose, der Mallorca Akne und der Lichturtikaria (Urticaria solaris)

Die polymorphe Lichtdermatose (Sonnenekzem)

Das Sonnenekzem betrifft jeden zehnten Mitteleuropäer. Allerdings sind mehr Frauen als Männer betroffen und die Erkrankung tritt gehäuft zwischen dem 20.-30. Lebensjahr auf.

Leider kann sie aber in jedem Lebensalter das erste Mal auftreten. Die Symptome zeigen sich immer dann, wenn die Haut lange Zeit keine Sonne abbekommen hat und dann einer hohen Dosis UVA-Licht ausgesetzt wird. Es bilden sich an den sonnenexponierten Stellen stark juckende, fleckige Rötungen, in deren Folge sich Papeln (Knötchen) oder Bläschen entwickeln. Da diese Symptome einer allergischen Reaktion ähneln, hat sich der Begriff „Sonnenallergie“ etabliert.


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Welche Auslöser gibt es für die Sonnenallergie?

Auslöser Nummer eins sind UV-Strahlen. Das Sonnenekzem wird hauptsächlich durch UVA-Licht ausgelöst, da es tief in die Haut eindringt und die Zellen stark schädigt.

Die UV-Strahlung setzt freie Radikale frei, die dann als Auslöser Nummer zwei die Zellen weiter schädigen. Freie Radikale sind reaktionsfreudige Moleküle, die unerwünschte chemische Bindungen eingehen können. Verfügt der Körper nicht über genügend Antioxidantien, kann er die Radikale nicht abfangen.

Durch diese beiden Mechanismen reagiert die Haut mit einer überschießenden Immunreaktion Infolge dessen kommt es zu roter und entzündeter Haut.

Als Betroffene sollten Sie einige Verhaltensregeln beachten:

Setzen Sie Ihre Haut nicht zu abrupt intensiver Sonne aus. Trainieren Sie Ihre Haut, indem Sie gemäß Ihrem Hauttyp sich zuerst im Schatten, dann für kurze Zeitperioden in der Sonne aufhalten.

Tragen Sie ausreichend Sonnenschutz auf. Achten Sie beim Kauf von Sonnenschutz darauf, dass der Sonnenschutz kein Mikroplastik, keine Chemikalien, keinen synthetischen UV-Filter und keine Duftstoffe enthält. Ich selber benutze die ringana Sonnencreme FRESH sunscreen SPF 20 http://www.ringana.com/1357405

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Meiden Sie die Mittagshitze, da die UV-Strahlung zwischen 11 und 15 Uhr ihr Maximum erreicht.

Tragen Sie dünne schützende Kleidung oder geprüfte UV-Schutzkleidung.

Naturheilkundliche Vorbeugung

Vorbeugend können orthomolekulare Mittel wie Calcium, Zink,  Betakarotin (nicht bei Rauchern, da es das Lungenkrebsrisiko erhöhen kann), Vitamin B3, Folsäure, Omega-3-Fettsäuren, Tocotrienol, Astaxanthin (das Superantioxidans) oder Schwarzkümmelölkapseln in Betracht gezogen werden. Die Dosierung sollte an den Bedarf angepasst sein. Dieser lässt sich durch einen einfachen Bluttest herausfinden.

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Überprüfen Sie vor allem Ihren Vitamin D-Wert im Blut. Die meisten Menschen in Mitteleuropa haben einen eklatanten Vitamin D-Mangel. Wird dieser ausgeglichen, verschwindet aus meiner Erfahrung die polymorphe Lichtdermatose (Sonnenallergie) komplett!

Gerne testen wir Ihren Vitamin D-Spiegel, sprechen Sie mich an (Tel. Nr. 02771-833434, Email: info@annette-pitzer.de)

Vorbeugend können auch homöopathische Mittel zum Einsatz kommen. Die Mittel Hypericum D6 oder Calcium carbonicum D12 kommen hier zum Einsatz.

Meine Praxiserfahrung zeigt, dass Patienten, die eine Sonnenallergie entwickeln, nicht nur unter Mineralstoff- und Vitaminmangel leiden, sondern häufig auch übersäuert oder mit Schadstoffen belastet sind. Die Sonnenallergiebereitschaft des Körpers vermindert sich wenn die Defizite behoben werden.

Schulmedizinische Therapie

Schulmedizinisch wird die polymorphe Lichtdermatose mit einer entzündungshemmenden Creme, oft auch Cortisoncreme, behandelt. Auch Antihistaminika kommen zum Einsatz, zeigen aber wenig Wirkung. In schweren Fällen kann auch eine Phototherapie beim Dermatologen (Hautarzt) in Erwägung gezogen werden.

Naturheilkundliche Therapie

Naturheilkundlich können antioxidative und entzündungshemmende Infusionen rasch Abhilfe schaffen. Als Ersthilfe, wenn eine Infusionstherapie nicht sofort eingeleitet werden kann, können auch homöopathische Medikamente eingesetzt werden. Acidum fruoricum D6 hat sich im akuten Fall einer Sonnenallergie bewährt. Aber auch das Komplexmittel Similasan Globuli gegen Sonnenallergie kann Hilfe bieten. Auch Schüssler Salbe Nr. 11 Silicea N D4 ist als Ersthilfe geeignet.

Schwarzkümmelöl äußerlich und innerlich lässt die Symptome schneller verschwinden.

Mallorca-Akne

Die Mallorca-Akne, oder auch Sommer-Akne genannt, zeichnet sich durch juckende Pickelchen, manchmal auch Knötchen, aus. Sie entsteht durch die Benutzung einer fettreichen Creme (meist Sonnencreme) in Verbindung mit UV-Licht.

Werden hypoallergene und fettfreie Lichtschutzpräparate verwendet, tritt die Mallorca-Akne nicht mehr auf.

Lichturtikaria (Urticaria solaris)

Bei der Urticaria solaris handelt es sich um eine seltene, ernst zu nehmende Erkrankung, deren Ursachen unklar sind.

Bereits nach kurzem Aufenthalt im Sonnenlicht, bilden sich auf der Haut blassrote Schwellungen, die rasch an Größe zunehmen und zu Quaddeln werden, die stark jucken. Es besteht hier immer die Gefahr eines anaphylaktischen Schocks! Stark betroffene Personen vertragen noch nicht einmal Tageslicht.

Diese Erkrankung gehört in die Hände eines Facharztes!

Eine Antwort auf „Sonnenallergie“

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