Warum bekommen wir in den Wechseljahren Hitzewallungen?
Das Symptom Hitzewallungen. Hitzewallungen treten plötzlich auf und halten meist nicht lange an. Sie betreffen nicht den ganzen Körper, sondern treten größtenteils am Oberkörper im Bereich von Brust, Hals und Gesicht auf. Das macht sie allerdings noch unangenehmer, denn sie sind für jedermann gut sichtbar, was vielen Frauen einen extremen Leidensdruck verpasst.
Die Stärke einer Hitzewallung kann sehr unterschiedlich sein. Das Spektrum reicht von leichter, kaum sichtbarer Hitze bis hin zu starker Hitze mit schwallartigen Schweißausbrüchen.
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Was sind Hitzewallungen?
Das Symptom Hitzewallungen tritt mehrheitlich plötzlich auf und hält nur wenige Minuten an. Betroffen ist in der Regel nicht der ganze Körper, sondern vor allem Brust, Hals und Gesicht. Genau das macht sie so unangenehm: Sie sind für andere sichtbar und erhöhen den Leidensdruck erheblich.
Die Intensität variiert stark – von einem leichten Wärmegefühl bis hin zu massiven Schweißausbrüchen mit anschließendem Frösteln.
Hitzewallungen in den Wechseljahren – das Wichtigste auf einen Blick
Ursache: Östrogenabfall und überempfindlicher Hypothalamus
Dauer: 1–5 Minuten pro Episode
Zeitraum: bis zu 15 Jahre möglich
Trigger: Stress, Alkohol, Rauchen, Medikamente
Wirksam: Lebensstil, Phytotherapie, gezielte Nährstoffe
Wichtig: individuelle Ursachen klären lassen
Symptome einer Hitzewallung
Die häufigsten Symptome einer Hitzewallung sind: ein plötzliches Hitzegefühl. Es kommt wie aus dem Nichts und breitet sich im Brustkorb, am Hals und im Gesicht aus.
Dabei kann sich die Haut, je nach Intensität der Hitzewallung, röten und unschöne Flecken bilden.
Häufig kommt es auch zu einem beschleunigten Herzschlag.
Bei starken Hitzewallungen bricht im betroffenen Körperbereich Schweiß aus. Das kann so heftig ausfallen, dass die Kleidung/Bettwäsche im Anschluss nass ist und gewechselt werden muss.
Viele Frauen empfinden im Anschluss an die Hitzewallung ein starkes Kältegefühl oder Angst.
Wie oft kommt eine Hitzewallung und wie lange dauert sie an?
Das ist ganz individuell und kann sich während der Wechseljahre verändern. Eine Hitzewallung kann daher von 1 Minute bis zu 5 Minuten dauern.
Sie treten über den gesamten Tag und die gesamte Nacht auf. Nächtliche Hitzewallungen werden als besonders unangenehm empfunden. Die Wechseljahre führen häufig zu Schlafstörungen. Hitzewallungen in der Nacht verstärken dies natürlich noch, sodass Betroffene aufgrund der Schlafstörungen extreme gesundheitliche Probleme entwickeln können.
Hitzewallungen: die Ursachen
Die Ursache liegt nicht in der Hitze, sondern im Hormon- und Nervensystem.
Der sinkende Östrogenspiegel in den Wechseljahren erhöht die Empfindlichkeit des körpereigenen Temperaturreglers im Hypothalamus.
Dieses „Thermostat“ reagiert plötzlich auf minimale Temperaturschwankungen.
➡️ Das Gehirn glaubt fälschlicherweise, der Körper sei überhitzt
➡️ Blutgefäße weiten sich
➡️ Schweißproduktion wird aktiviert
➡️ Es entsteht eine Hitzewallung
Wichtig: Hitzewallungen sind keine Krankheit, sondern eine Fehlinterpretation des Nervensystems infolge hormoneller Veränderungen.
Risikofaktoren: Wer bekommt häufiger Hitzewallungen?
Die Hormonschwankungen in den Wechseljahren, aber auch bei manchen Frauen im Zyklus, sind der Auslöser für Hitzewallungen in der Menopause.
Der sinkende Östrogenspiegel erhöht die Empfindlichkeit des körperlichen Thermostats im Hypothalamus. Dieses Thermostat reagiert dann schon auf leichte Schwankungen der Körpertemperatur. Wenn das Thermostat im Hypothalamus fälschlicherweise annimmt, dass der Körper zu warm ist, setzt eine Reaktionskaskade ein, um den Körper zum Schwitzen zu bringen, um ihn abzukühlen.
Nicht jede Frau bekommt Hitzewallungen, es gibt aber Risikofaktoren, die das Risiko für eine Hitzewallung ansteigen lassen. Dazu gehören die Einnahme bestimmter Medikamente (etwa Asthmasprays, Antidepressiva, Gerinnungshemmer) und Schilddrüsenerkrankungen.
Aber auch das Tabakrauchen und Übergewicht erhöhen das Risiko für Hitzewallungen.
Wie lange können Hitzewallungen auftreten?
Hitzewallungen, die aufgrund der Wechseljahre auftreten, halten 7 bis 15 Jahre an. Allerdings ist es möglich, ihnen naturheilkundlich beizukommen oder sie zumindest abzuschwächen. Sprich mich gerne an und vereinbare ein gratis 20-minütiges Klärungsgespräch mit mir.
Höre auf zu rauchen und gehe Dein Übergewicht an.
Auch mein Buch „Wechseljahre, mehr als Hitzewallungen“ kann Dir die Zusammenhänge näherbringen. Du kannst es als E-Book hier: https://blog.annette-pitzer.de/jetzt-als-e-book-wechseljahre-mehr-als-hitzewallungen/ erstehen oder als Paperback hier: https://amzn.to/4hka4yN
Trage kühlende Kleidung in Zeiten, in denen das Wetter auch noch heiß ist. Seide und Leinen eignen sich ganz besonders. Im Winter bevorzuge ich die Zwiebeltechnik. Bei kleinster Temperaturerhöhung kannst Du dann schon selbst für Abkühlung sorgen, indem Du ein Kleidungsstück ausziehst.
Bettwäsche aus Leinen oder Seide kühlen. Der Kauf einer Bettdecke aus Seide lohnt sich, denn die Hitzewallungen können Dich ja über viele Jahre begleiten.
Vermeide scharfes Essen, heiße Getränke und Alkohol, sie stellen die Gefäße weit und erhöhen die Körpertemperatur, was fast zwangsläufig zu einer Hitzewallung führen wird.
Ausdauersport trainiert Dein Gefäßsystem und gibt Deinem Hypothalamus weniger Anlass, den Temperaturregler zu betätigen. Entspannungsübungen fahren Dein System herunter, was sich ebenfalls positiv auf die Häufigkeit der Hitzewallungen auswirken kann.
Autosuggestion kann Dir helfen, Deinen Hypothalamus zu beruhigen, damit er nicht auf jede klitzekleine Temperaturschwankung reagiert.
Naturheilkundliche Unterstützung bei Hitzewallungen
Vitamin E
Eine Metastudie, in der das Antioxidans Vitamin E zusammen mit Omega-3-Fettsäuren Frauen in der Menopause verabreicht wurde, konnte zeigen, dass diese Kombination die Intensität von Hitzewallungen verringern kann (1).
Salbei
Auch Salbei, den schon unsere Ahninnen gegen Hitzewallungen einsetzten, ist eine gute Wahl. Studien konnten zeigen, dass sowohl die Intensität als auch die Häufigkeit von Hitzewallungen durch Salbe reduziert werden kann (2). Unsere Ahninnen brauchten zwar keine Studien, doch wir verkopften Menschen stehen ja darauf.
Johanniskraut
Die meisten kennen Johanniskraut als stimmungsaufhellendes Phytotherapeutikum. Dass es aber auch einen Effekt auf Hitzewallungen hat, ist weniger bekannt (3). Johanniskraut kann mit Medikamenten (zum Beispiel: Gerinnungshemmern, Antidepressiva, Hormonersatz) Wechselwirkungen haben, daher sprich eine Einnahme vorher mit Deinem Therapeuten ab. Auch kann Johanniskraut bei (falscher Anwendung) Nebenwirkungen haben, auch das ist ein triftiger Grund, mit Deinem Therapeuten darüber zu sprechen.
Phytohormone
Aus meiner Sicht sollten Phytohormone nur in Absprache mit einem Therapeuten genommen werden. Daher sprich mich gerne an, wenn Du mehr darüber erfahren möchtest.
Wann solltest Du Hitzewallungen therapeutisch abklären lassen?
Unbedingt, wenn:
- Hitzewallungen sehr plötzlich auftreten
- Herzrasen, Gewichtsverlust oder Angstzustände dominieren
- Schilddrüsenprobleme bekannt sind
- Medikamente eingenommen werden
Dein nächster Schritt
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FAQs – häufige Fragen
Sind Hitzewallungen gefährlich?
Nein, sie sind unangenehm, aber nicht gefährlich.
Warum bekomme ich nachts stärkere Hitzewallungen?
Nachts ist das vegetative Nervensystem besonders aktiv, zudem fehlen äußere Ablenkungen.
Hilft Hormonersatztherapie wirklich?
Sie kann Symptome lindern, ist aber mit Risiken verbunden und sollte kritisch abgewogen werden.
Kann Stress Hitzewallungen verstärken?
Ja, Stress aktiviert das autonome Nervensystem und verschärft die Thermoregulation.
Sind pflanzliche Mittel wirklich wirksam?
Ja, für Salbei, Vitamin E, Omega-3 und Johanniskraut gibt es gute Studien.


