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Darm ganz ohne Charme

Darm ganz ohne Charme

Wirst Du von Blähungen, hartnäckigen Verstopfungen oder unerklärlichen Durchfällen, Bauchschmerzen, Aufstoßen, Übelkeit gequält? Wer unter diesen Darmproblemen leidet, hat meist schon aufgrund seiner langen Leidensgeschichte eine Menge Untersuchungen hinter sich gebracht. Doch trotz Einsatz modernster Diagnosemöglichkeiten wurde nichts gefunden. Nach dieser Ärzteodyssee nimmt niemand mehr Ihre Beschwerden ernst und Du stehst wieder ganz alleine da. Wohlwollende Therapeuten geben Dir Abführmittel, Säureblocker oder ein Mittel gegen Durchfall, was Deine Probleme allenfalls kurzfristig etwas verbessert, aber langfristig die Beschwerden sogar verstärkt.

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Ade Lebensqualität, wenn Darmprobleme das Leben einengen

In meiner Praxis durfte ich schon viele Patienten mit Darmproblemen begleiten. Sie schildern sehr eindrücklich ihre Not.

Da ist die Hausfrau, die sich aufgrund ihrer Darmgeräusche und ihrer stinkenden Winde nicht mehr unter Leute traut.

Oder das junge Mädchen, das sich wegen ihrer ständigen Durchfälle von allen Aktivitäten zurückzieht, da sie Angst hat, nicht früh genug eine Toilette zu finden. Auch ihren Ausbildungsplatz, im Traumberuf, musste sie aufgeben.

Da ist die Schülerin, die nur abends isst, da sie Angst hat, in der Schule die Schmerzen nicht aushalten zu können.

Des Weiteren der junge Mann, der mir verschämt gesteht, dass er seinen Darm nur entleeren kann, wenn er ihn manuell ausräumt.

Da sind die vielen Patienten, die Angst davor haben, etwas zu essen, da sie befürchten, danach sofort wieder Bauchschmerzen zu bekommen.

Die Liste könnte noch lange weitergehen. Das Leid ist riesig und beeinträchtigt oder zerstört viele Lebensträume. Kein Wunder, dass viele der Betroffenen irgendwann auch in eine depressive Stimmung rutschen, oder?

Darm ganz ohne Charme

Typische Symptome:
Blähungen, Verstopfung, Durchfall
Bauchschmerzen, Übelkeit
Nahrungsmittelangst
soziale Rückzüge

Häufige Ursachen:
Dysbiose der Darmflora
gestörte Darmschleimhaut
stille Entzündungen
Stressverstärkung (nicht Stressursache!)

Wie häufig sind unklare Darmbeschwerden wirklich?

Mehr als die Hälfte der Bevölkerung leidet an unklaren Bauchproblemen. Ein schwacher Trost, dass Sie nicht alleine mit Ihrem Problem stehen. Aufgrund der organbezogenen Diagnostik kann bei fast keinem der Betroffenen ein hilfreicher Befund erstellt werden, und deshalb werden die Betroffenen häufig mit dem Stempel „psychosomatisch krank“ versehen. Nicht nur die Arztpraxen, sondern auch die Praxen der Psychotherapeuten sind deshalb voll mit „Bauchschmerzpatienten“. Mit dieser Vorgehensweise wird den wenigsten Betroffenen geholfen.

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Warum „psychosomatisch“ zu kurz greift

Die Etikettierung „psychosomatisch“ beendet häufig die Suche nach Ursachen – sie erklärt aber nichts.
Heute wissen wir: Der Darm ist ein hochkomplexes neuroimmunologisches Organ, eng verbunden mit Nervensystem, Hormonen und Immunsystem.

🔹 Darmbeschwerden sind oft biologisch erklärbar, auch wenn sie im Ultraschall nicht sichtbar sind.

Die Darmflora, das unterschätzte Steuerungszentrum

In meiner langjährigen Praxiserfahrung und als Mikrobiologin kann ich Ihnen sagen, dass die oben aufgezählten Probleme wahrscheinlich mit Ihrer Darmflora zusammenhängen.

Unter Darmflora versteht man die Summe der Bakterien, Pilze und anderer Darmbewohner, die zu 90 Prozent in Ihrem Dickdarm angesiedelt sind. Den Darm besiedeln viele Trillionen Darmbakterien. Ihre Zusammensetzung ist maßgeblich für unser Verdauungsorgan. Gewinnen die falschen Bakterien oder Pilze in unserem Darm die Überhand, dann leiden nicht nur die Verdauung, sondern auch unser Allgemeinbefinden und unsere Abwehrkräfte. Auch chronische Entzündungserkrankungen oder Allergien stehen mit dem ökologischen Gleichgewicht des Darms in Zusammenhang.

⚠️ Gerät dieses Ökosystem aus dem Gleichgewicht (Dysbiose), entstehen genau jene Symptome, die Betroffene verzweifeln lassen.

📌 Studien:

Cryan JF & Dinan TG, Nature Reviews Neuroscience, 2012

Thursby E & Juge N, Biochemical Journal, 2017

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Die Rolle der Darmschleimhaut

Nicht nur die Bakterien sind entscheidend, auch die Barrierefunktion der Darmschleimhaut.

Ist sie gestört („Leaky Gut“):

  • gelangen bakterielle Bestandteile ins Immunsystem
  • entstehen stille Entzündungen
  • verstärken sich Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • reagiert der Darm überempfindlich

📌 Studie: Bischoff SC et al., Gut, 2014

Was kannst Du konkret tun?

Den Status der Darmflora und die Beschaffenheit der Darmschleimhaut kann man sehr einfach über einen Labortest ermitteln. Mit meinem Programm für Darmgesundheit (mikrobiologische Therapie) kann sich die Darmschleimhaut regenerieren und eine optimale Besiedelung mit den erwünschten Darmbakterien etablieren.

Zielgerichtete Diagnostik statt Raten

Der Zustand der Darmflora und der Darmschleimhaut lässt sich einfach und präzise über Stuhltests erfassen:

  • bakterielle Zusammensetzung
  • Pilzbelastung
  • Entzündungsmarker
  • Schleimhautparameter

Mikrobiologische Therapie

Mit einer individuell abgestimmten mikrobiologischen Therapie kann:

  • die Darmschleimhaut regenerieren
  • das bakterielle Gleichgewicht wiederhergestellt werden
  • die Darmfunktion nachhaltig stabilisiert werden

👉 Nicht symptomunterdrückend, sondern ursachenorientiert.

👉 Du musst mit Deinen Darmbeschwerden nicht alleine bleiben.
Wenn Du verstehen möchtest, warum Dein Darm rebelliert und was ihm wirklich hilft,
buche Dir jetzt ein kostenfreies Klärungsgespräch.

Mehr Informationen findest Du hier:

https://annette-pitzer.de

Fazit: Dein Darm ist kein Psycho-Problem

Darmprobleme ohne „sichtbaren Befund“ sind:

  • häufig
  • erklärbar
  • behandelbar

Aber sie brauchen:
✔️ Wissen
✔️ präzise Diagnostik
✔️ Geduld
✔️ Fachkundige Begleitung

Häufige Fragen (FAQ)

Sind meine Darmbeschwerden „nur psychisch“?
Nein. Psychische Faktoren können Symptome verstärken, sind aber selten die primäre Ursache.

Hilft eine Darmspiegelung?
Sie schließt Erkrankungen aus, zeigt aber keine funktionellen oder mikrobiologischen Störungen.

Wie lange dauert eine Darmsanierung?
Je nach Ausgangslage mehrere Wochen bis Monate – dafür nachhaltig.

Kann ich vorher alles essen?
Nicht immer. Ernährung ist Teil der Therapie, aber nicht der alleinige Schlüssel.

7 Comments

    • Annette Pitzer

      Liebe Julia,
      danke, dass Du Deine Erfahrung mit uns teilst. Ja Darm und Gehirn hängen stark zusammen. eine Darmstörung kann z.B. depressive Episoden auslösen und Stress kann Darmprobleme verursachen.
      Alles Liebe
      Annette

  • Jana

    Oh je, das möchte ich mir gar nicht vorstellen! Ich habe zwar auch nicht den empfohlenen Ernährungsrhythmus, komme damit aber ganz gut klar. Aber sicher kann ich bezüglich meiner Darmflora auch noch viel besser machen!

    Liebe Grüße
    Jana

  • Mo

    Liebe Annette,

    zum ersten Mal mit dem Thema Darmflora habe ich mich tatsächlich erst beschäftigt, als ich ein Buch geschenkt bekam, in dem der Darm Hauptthema war. Ich finde, dass das ein sehr faszinierendes Organ ist und so eng mit dem restlichen Körper verknüpft ist. Mit Bauchschmerzen sollte wirklich niemand stehen gelassen werden. Gut, dass du dich so super um deine Patienten kümmerst und sie vor allem auch ernst nimmst.

    Liebe Grüße
    Mo

    • Annette Pitzer

      Liebe Mo,
      mir als Mikrobiologin ist die Gesundheit unseres Darms natürlich ans Herz gewachsen. Mein Steckenpferd sozusagen.
      Alles Liebe
      Annette

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