Ernährung, ein komplexes Problem, oder doch ganz einfach?
Warum Ernährung heute so viele Menschen verunsichert? „Man soll ja dies nicht essen … und das ist auch ungesund … ich weiß gar nicht mehr, was ich noch essen soll.“
Diesen Satz höre ich in meiner Praxis regelmäßig.
Die Informationsflut rund um Ernährung hat dazu geführt, dass viele Menschen den Kontakt zu ihrem eigenen Körper verloren haben. Studien bestätigen diese Verunsicherung: Widersprüchliche Ernährungsempfehlungen erhöhen Stress Entscheidungsunsicherheit und fördern restriktives Essverhalten (Higgs & Ruddock, 2020).
👉 Die gute Nachricht: Ernährung ist nicht kompliziert. Sie wurde kompliziert gemacht.
Ernährung ist gar nicht kompliziert!
Die erste Maßnahme, die Du ergreifen kannst: Lies nichts mehr über gesunde Ernährung! Ja, ich weiß, Du liest gerade diesen Artikel. Aber er darf gern der letzte seiner Art sein. Denn Dein Körper besitzt ein erstaunlich gutes Regulationssystem, wenn Du aufhörst, es konstant zu übergehen.
Ernährung in einem Satz
Iss echte Lebensmittel, höre auf Deinen Körper, teste statt zu raten – und lass Ideologien weg.
Nahrungsmittel, zurück zur Einfachheit
Wenn es mir immer möglich ist, esse ich selbst angebautes Obst, Gemüse und Kartoffeln. Und ja, ich habe einen großen Garten und wecke ein.
Nicht alles wächst ja bei uns. Was ich ansonsten brauche, kaufe ich saisonal und bevorzugt regional.
Getreide baue ich auch nicht an. Da ich Zöliakie habe, kaufe ich wundervollen grünen Buchweizen, um mein Brot und meine Brötchen zu backen.
Nicht alle Hülsenfrüchte wachsen in meinem Garten, sodass ich rote Linsen und Linsen dazukaufen muss.
Fleisch und Wurst kaufe ich auch ein, doch wir machen unser Hackfleisch und unsere Glaswurst selbst.
Wahrscheinlich habe ich einiges vergessen und ich weiß, dass nicht jeder so leben will und kann wie ich, doch die Frage war ja, wie ich mich ernähre.
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Was esse ich und wie?
Da ich ein Verdauungsschwächling bin, bevorzugt mein Körper gekochtes Essen. Ich koche oft zwei Mahlzeiten. Zum Frühstück esse ich gern Gemüsesuppe, aber auch Fleisch mit Gemüse oder Nudeln jeglicher Art.
Das Mittagessen ähnelt dem Frühstück.
Mehrmals in der Woche gibt es selbstgebackene Kuchen.
Am Abend esse ich meist Brot mit Ei, Fakekäse oder Wurst. Warum Fakekäse? Weil ich allergisch auf Milcheiweiß bin.
Vor jeder Mahlzeit, auch dem Kuchen, gibt es regelmäßig Salat.
Snacke ich?
Ja. Meistens Nüsse.
Habe ich feste Essenszeiten?
Nein, ich esse, wenn ich Hunger habe.
Du siehst, ich mache es mir leicht und esse, was mir guttut und was mir schmeckt. Auch lasse ich keine Nährstoffgruppe aus.
Habe ich Nährstoffmängel?
Ja, wie jeder andere Mensch auch. In meiner Zeit als Therapeutin habe ich noch nie einen Menschen getroffen, der keine hatte. Unser Leben ist komplex und herausfordernd bis stressig, da verbrauchen wir oft mehr, als unsere Nahrung hergibt.
Teste ich auch meine Nährstoffe?
Ja, zweimal im Jahr. Es ist mir wichtig, meinen Körper gut zu versorgen. Ich war in jungen Jahren krank und habe mir zum Ziel gesetzt, gesund zu sterben.
Kennst Du Deine Nährstoffdefizite? Lass uns nachschauen. Vereinbare gern ein gratis Kennenlerngespräch mit mir.
FAQ – häufige Fragen
Ist intuitive Ernährung wissenschaftlich sinnvoll?
Ja. Studien zeigen, dass sie Stress reduziert und metabolische Marker verbessert.
Brauche ich Nahrungsergänzungsmittel?
Nicht pauschal, sondern nach Testung.
Ist eine „perfekte“ Ernährung möglich?
Nein. Und sie ist auch nicht gesund.
Wie oft sollte man Nährstoffe testen?
Je nach Belastung 1–2× jährlich.



2 Comments
Steffi Linke
„…. ich habe mir zum Ziel gesetzt, gesund zu sterben.“
Wow! Was für eine starke Aussage! Die macht gerade so einiges mit mir. Bei mir ist es „glücklich sterben“. Doch da fangen Kopf und Herz gerade gemeinsam an: Was bedeutet für mich glücklich? Wie sieht das aus? Wann empfinde ich Glück? Und was braucht’s für mein Glücksempfinden? Schon heute, hier und jetzt und jeden Tag aufs Neue….
Annette Pitzer
Liebe Steffi,
Glück ist ein flüchtiger Geist. Er kommt, will genossen werden und geht wieder. Daher ist Glück nichts, was ich anstrebe. Zufriedenheit hingegen ist für mich ein erstrebenswertes Ziel. Was macht Dich zufrieden?
Alles Liebe
Annette