Osteoporose

Osteoporose

Osteoporose, wenn die Knochen ihre Stabilität verlieren

Osteoporose ist eine Stoffwechselerkrankung der Knochen, bei der mehr Knochensubstanz ab als aufgebaut wird. Mit der Zeit verlieren deshalb die Knochen ihre Stabilität. In Deutschland leiden Millionen Menschen an Osteoporose, hauptsächlich trifft es allerdings ältere Frauen.

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Medizinisch wird zwischen einer primären und einer sekundären Osteoporose unterschieden. Die primäre Osteoporose tritt mit einem höheren Alter und nach den Wechseljahren auf. Die sekundäre Osteoporose ist eine Folge von anderen Erkrankungen oder medikamenteninduziert. In diesem Blogbeitrag werde ich mich auf die primäre Osteoporose beschränken.

Wie macht sich eine Osteoporose bemerkbar?

Leider zu Anfang der Erkrankung so gut wie gar nicht. Dann kommt es zu anhaltenden Schmerzen wie Rückenschmerzen, Knochenbrüchen bei Bagatellverletzungen oder sogar Spontanbrüche ohne erkennbaren Anlass. Hinzu kommen, durch den Masseverlust, ein Körpergrößenverlust und dann ein zunehmender Rundrücken (Wittwenbuckel).

Das Alter als Auslöser

Mit zunehmendem Alter soll die Dichte der Knochen abnehmen. Ist das wahr? Klar, das kann man messen, doch hat es wirklich etwas mit dem Altwerden zu tun? Wenn das so wäre, müsste Osteoporose ja theoretisch jeden treffen, der alt wird. Tut es aber nicht. Aus meiner Sicht liegt es allerdings an unserer Lebensweise. Wir ernähren uns einerseits falsch und bewegen uns zu wenig.

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Bewegung

Viele Menschen werden im Laufe ihres Lebens immer mehr zu Couchpotatoes. Doch unser Knochen müssen bewegt werden, damit der Impuls Knochenmasse aufzubauen den Knochenmasse abzubauen überwiegt. Eine gute Festigkeit des Knochens hängt aber auch vom Muskel ab. Sind unsere Muskeln aber schlapp, geben sie dem Knochen keinen Halt und bewegen ihn auch nicht mehr ausreichend.

Ernährung

Menschen, die sich schlecht ernähren, haben ein höheres Risiko an Osteoporose zu erkranken. Wer denaturierter Nahrung den Vorzug gibt, überschwemmt hierdurch seinen Stoffwechsel mit Säuren. Diese Säuren dürfen dem Körper nicht schaden und müssen deshalb abgepuffert werden. Der Knochen enthält basische Mineralstoffverbindungen, die nun angegriffen werden. Ist die Kapazität der körpereigenen Puffersysteme erschöpft, werden dann Mineralstoffverbindungen aus dem Knochen zur Neutralisation von Säure freigesetzt. Calcium und Magnesium werden dafür aus dem Knochen gelöst, was langfristig zum Verlust von Knochensubstanz führt. Eine ausgewogene Ernährung kann darum hier wahre Wunder wirken.

Kuhmilch als Auslöser?

Da die meisten Osteoporose Patienten einen massiven Calcium- und Vitamin D-Mangel aufweisen, wird ihnen geraten, sich milchreich zu ernähren. Studien, wie die der Harvard School for Public Health, konnten aber zeigen, dass die Knochen von Milchtrinkerinnen ein höheres Bruchrisiko aufwiesen als die der Frauen, die auf Milch verzichteten. Erklärt wird dieser Zusammenhang mit der Übersäuerung des Körpers, der durch häufigen Milchkonsum ausgelöst wird. Zur Neutralisation entzieht der Körper den Knochen dann ihren Calciumvorrat, wodurch das Osteoporose-Risiko steigt.

Diagnose

Meist ist die Diagnose ein Zufallsbefund, wenn wegen einer anderen Erkrankung eine Röntgenaufnahme des Oberkörpers durchgeführt wird, oder wenn es zu einem Knochenbruch gekommen ist.

Eine Knochendichtemessung gibt dann Aufschluss, ob die Knochendichte verringert ist. Das Ergebnis der Knochendichtemessung wird als sogenannter T-Score (englisch für T-Wert) ausgedrückt. Ein T-Wert von 0 entspricht dabei der Knochendichte eines jungen und gesunden Erwachsenen im Alter zwischen 20 und 30.

  • T-Score bis -1                                                   Normalbefund
  • T-Score zwischen -1 und -2,5                     vermindert (man spricht dann von Osteopenie)
  • T-Score gleich oder kleiner als -2,5         Osteoporose

Wichtig ist es zu wissen, dass die Knochendichtemessung das Frakturrisiko nicht zuverlässig vorhersagen kann, das es weitere Faktoren wie das innere Gerüst des Knochens und die Belastbarkeit des Knochens nicht erfassen kann.

Vitamin D

In Ländern höherer Breitengrade, wie Deutschland, leiden viele Menschen an einem Vitamin D-Mangel. Warum ist das so? Der menschliche Körper kann Vitamin D selbst hergestellt, allerdings nur unter Einwirkung von Sonnenlicht!

Wer sich aber mit Sonnencreme vor der Sonne schützt, hat keine Vitamin D-Bildung genau wie die Menschen, die sich nur selten im Freien aufhalten. Je mehr nackte Haut der Sonne ausgesetzt ist, desto größer ist die Vitamin D-Bildung.

Ein niedriger Vitamin D-Spiegel erhöht indessen das Risiko für Knochenbrüche. Leider lässt sich aber die Knochendichte durch Einnahme von Vitamin D laut Studienlage nicht steigern.

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Magnesium und Osteoporose

Jeder denkt beim Thema Knochen an Calcium, nur wenige aber an Magnesium. Dennoch ist Magnesium genauso wichtig. Magnesium verursacht im Knochen eine starke Kristallbildung, die den Knochen stützt. Sorge deshalb für eine ausreichend Magnesiumversorgung.

Behandlung

Die Schulmedizin verabreicht Osteoporose-Medikamente, wie Bisphosphonate oder Alendronsäure.

Bisphosphonate verursachen aber leider häufig gastrointestinale Beschwerden wie Sodbrennen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen oder Diarrhoe.

Alendronsäure hat hingegen als Nebenwirkungen Knochen-, Muskel- oder Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen, Schwindel, Schwäche, Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen, Durchfall, Sodbrennen und Geschwüre der Speiseröhre im Gepäck.

Nicht medikamentöse Maßnahmen

Als erstes ist jedenfalls die ausreichende Bewegung und richtige Ernährung zu nennen. Des Weiteren sollte die optimale Versorgung mit Calcium, Magnesium und Vitamin D gewährleistet sein.

59 Antworten auf „Osteoporose“

    1. Liebe Doris,
      Vitamin D beugt Osteoporose vor, verbessert aber die Knochenstruktur bei bestehender Osteoporose nicht.
      Alles Liebe
      Annette

  1. Ich kenne Osteoporose aus dem Film „Das Streben nach Glück“. Vielleicht kennst du den Film! Da war zwar niemand betroffen davon, aber dort habe ich zum ersten Mal richtig davon gehört.

    Thema Couchpotato, da kenne ich leider auch ein paar in meiner Familie, die immer klagen, wie sehr ihnen alles wehtut, aber sich nicht bewegen wollen 🙁

    Liebe Grüße
    Jana

  2. Ich habe mir gerade auch einen Knochen beim Sport gebrochen. Ich sollte den Arzt mal fragen, ob eventuell ein Anzeichen für Osteoprose besteht, denn sooo heftig war der Sturz nun auch nicht. Aber ich werde das Montag mal abklären lassen und ggf. Magnesium und Calcium zusätzlich nehmen um den Knochen wieder zu stärken.

    1. Liebe Tankja,
      ja das solltest Du unbedingt abklären lassen. Aber im besten Fall bist Du nur unglücklich gefallen.
      Alles Liebe
      Annette

  3. Was bin ich froh, dass meine Mutter einen medizinischen Hintergrund hat und sie schon darauf achtet, dass bei uns alles gut läuft. Wir laufen viel (selbst meine Oma ist mit 81 noch fit wie ein Turnschuh) und Achten auch viel auf unseren Vitamin D Speicher.
    Das Thema aber ist sehr spannend gewählt.

    xoxo Vanessa

  4. Ich habe mich mit diesem Thema jetzt schon oft auseinander gesetzt, da in meinem Umfeld einige an Osteoporose erkrankt sind. Vitamin D und Magnesium habe ich in meine eigene Ernährung mittlerweile integriert, fühle mich dadurch auch fitter und belastbarer.
    Das ist echt ein total interessantes und umfangreiches Thema.

    LG Manja

    1. Liebe Steffi,
      ja eine Fehlinformation. Nirgends gibt es so viel Osteoporose wie in Ländern mit hohem Milchkonsum.
      Alles Liebe
      Annette

  5. Hallo,ich habe mich mit diesem Thema noch nicht mal auseinander gesetzt. Liegt wohl daran, was nicht da ist muss nicht kommen. Aber ich habe wohl hier etwas dazu gelernt, vor allem mehr auf mich zu achten.
    LG Jasmoh

    1. Liebe Petra,
      ich weiß, dabei ist die Tatsache schon sehr lange bekannt. wirtschaftliche Interessen gehen immer vor Menschenwohl.
      Alles Liebe
      Annette

  6. Sehr wichtiger und informativer Beitrag! Ich habe selbst Osteoporose, allerdings bedingt durch eine Nebenschilddrüsenüberfunktion. Man hat es jahrelang per Blutwerte beobachtet, bis ich dann auf eigene Kosten eine Knochendichtemessung habe machen lassen. Dabei kam heraus, dass bereits so viel Kalzium aus meinen Knochen gelöst wurde, dass ich eine Osteoporose habe. Das war dann die Entscheidung, dass ich mich 2017 habe operieren lassen und die entartete Nebenschilddrüse entfernt wurde. Seitdem ist die Ursache behoben. Kann sich die Knochendichte wieder erholen? Ich mache inzwischen regelmäßig Spot und nehme Vitamin D ein. Ich hoffe sehr, dass ich von der primären Osteoporose nicht betroffen sein werde. Aktuell bin ich Ende 30.

    Liebe Grüße,
    Diana

    1. Liebe Diana,
      eine komplexe Erkrankung, die viel zu ernst ist um sie hier zu besprechen. Ich wünsche Dir alles Gute.
      Alles Liebe
      Annette

    1. Liebe Julia,
      laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gehört Osteoporose zu den zehn häufigsten Erkrankungen weltweit und gilt daher als Volkskrankheit. In Deutschland leiden rund sechs Millionen Menschen an Osteoporose. Genau lässt sich das jedoch nur schwer sagen, da die Krankheit häufig unerkannt bleibt.
      Alles Liebe
      Annette

  7. Neben Ernährung sollte auch dossiert Ausdauersport zur Vermeidung von Ostheoporose bedacht werden. Denn die Komplexibilität ist sicher nicht zu unterschätzen.
    Ich denke auch, es gibt mehr als eine Wahrheit, wenn man die Schulmedizin betrachtet.

    Liebe Grüße, Katja

  8. Liebe Annette
    Deine Beiträge sind informativ und lesen sich sehr gut. Spannender Beitrag!

    Hast du dich auch schon mit dem Thema Atmen und Asthma auseinander gesetzt? Das würde mich aktuell sehr interessieren.

  9. Ich habe Osteoporose nie als wichtiges Thema für mich gesehen – bis ich selbst betroffen war. Bei mir ist vor allem der über viele Jahre anhaltende Vitamin D Mangel ein auslösender Faktor gewesen. Aber da gibt es noch viel mehr Faktoren die ich nicht ernst genug genommen habe.

    lg
    Verena

  10. Ohja, die mangelnde Bewegung ist auch bei mir ein Punkt. Alles ist mit den Öffis erreichbar (für mich als Studi sogar kostenlos) und wenn man sich bewegen möchte, muss man aktiv raus gehen.

    Und ich liebe Milch. Geht es hierbei nur um Kuhmilch? alle tierischen Milchsorten? Könnte ich auf pflanzliche Milch umstellen?

    Ich hoffe, ich habe es nicht überlesen. Sind auch erbliche Faktoren mit verantwortlich für Osteoporose?

    Liebe Grüße > sara

    1. Liebe Sara,
      Pflanzenmilch ist keine Milch und darf getrunken werden. Alles was vom Tier stammt ist Milch und sollte in Maßen genossen werden.
      Alles Liebe
      Annette

  11. Ich muss gestehen, dass mir das Thema Angst macht – wenn man die 50 überschritten hat, werden immer mehr solcher Themen wichtig. Wir sollten viel mehr aufgeklärt werden, was wir vorbeugend tun können – das spart einem manchen schmerzhaften Eingriff, wenn es zu spät ist. Insofern: danke für deinen informativen Artikel.

    1. Liebe Katrin,
      Angst ist ein schlechter Berater. Nimm die Herausforderungen des älter Werdens mit Freude an. Infos zur Prävention findest Du auf Gesundheitsgeflüster oder auf vielen Seiten im Netz.
      Alles Liebe
      Annette

  12. Ein sehr interessanter Beitrag gerade in Bezug auf das Kuhmilch Themas. Ich trinke seit einigen Wochen Soja Milch, irgendwie hatte ich mit der Kuhmilch mich nicht mehr anfreunden können. Es fasziniert mich immer wieder aufs neue wie teilweise auch Lebensmittel oder schlechte Gewohnheiten die Gesundheit so stark beeinflussen können. Man muss wirklich immer mehr auf sich selbst achten und sich mit solchen Themen beschäftigen.

    Viele Grüße Eileen von http://www.eileens-good-vibes.de

    1. Liebe Eileen,
      Selbstverantwortung ist der einzige Weg. Deshalb stelle ich hier auf Gesundheitsgeflüster das nötige Wissen zur Verfügung.
      Alles Liebe
      Annette

  13. Super Beitrag, liebe Annette. Früher sagte man, trink viel Milch, ist gut für die Knochen… war mal wieder ein Trugschluss, wie so vieles früher. In meiner Familie väterlicherseits kommt häufig Osteoporose vor, auch meinen Vater hat’s erwischt und sein Witwenbuckel wird immer schlimmer. Aber ohne die Behandlung wäre es schon viel weiter fortgeschritten. Ich lasse mir einmal im Jahr die Knochendichte messen. Gerade nach so Aktionen wie mein Armbruch im Sommer – da kriege ich gleich Panik!

    Danke dass Du mir mit Deinem Beitrag Mut machst, dass ich was tun kann.

    Liebe Grüße, Bea.

    1. Liebe Bea,
      es ist ungewöhnlich, dass ein Mann so starke Osteoporase entwickelt. Du tust gut daran da gegenzusteuern.
      Alles Liebe
      Annette

  14. Hallo Annette, danke für deinen wichtigen Beitrag. Osteoporose kann Jeden treffen und Aufklärung ist wichtig. Interessant wie sich das Thema Osteoporose und Mikronährstoffe entwickelt – als ich studierte war Calcium das non plus ultra und Vitamin D, von Magnesium war in den Vorlesungen damals nicht die Rede … Liebe Grüße Bettina

  15. Liebe Annette,

    der Vitamin D Mangel ist ein sehr wichtiges Thema und wird sogar von Ärzten sehr unterschätzt. Dabei hat dieses Vitamin auf so vielen Ebenen Einfluss auf unsere Gesundheit. Mir selbst war vor allem der Zusammenhang mit Magnesium nicht bewusst. Das hat mir letzte Woche meine Zahnärztin erklärt – dass Vitamin D alleine gar nicht hilft wenn man gleichzeitig nicht auch auf den Magnesiumhaushalt achtet.

    lg
    Nena

  16. Mit dem Thema habe ich mich noch gar nicht auseinandergesetzt. Ich muss aber tatsächlich aufpassen, dass ich mich ausreichend am Tag bewege, da ich mittags bis abends nur neben meinen Schülern sitze und eigentlich fast keine durchgängige Bewegung habe. Danke für diesen Beitrag!

  17. Liebe Annette,
    ich bin ja sehr interessiert für deine Themen rund um die Gesundheit. Das mit der Milch finde ich interessant. Ein Mythos, der sich schon lange hält.
    liebe grüße angelique

  18. Liebe Annette,

    wenn ich ehrlich bin, dann habe ich das Thema Osteoporose ziemlich weit verdrängt. Dabei sollte ich das wohl besser nicht tun. Dein Artikel war wieder einmal sehr aufschlussreich und vieles war mir wirklich unbekannt.

    Liebe Grüße,
    Mo

    1. Liebe Mo,
      verdrängen ist Lebenswichtig, aber in diesem Fall nicht notwendig, da man einfach Vorbeugen kann, wenn man das Wissen darum hat.
      Alles Liebe
      Annette

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