„Die Weisheit der Wälder“, eine Buchrezension

Die Weisheit der Wälder

„Die Weisheit der Wälder“, ein New York Times Bestseller

„Die Weisheit der Wälder“ von Suzanne Simard, ist der erste New York Times Bestseller, den ich rezensiert habe. Schon von der Beschreibung auf dem Buchcover: „In diesem Buch geht es nicht darum, wie wir die Bäume retten können, sondern darum, wie die Bäume uns retten können.“, war ich begeistert.

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Wer mich kennt, weiß, dass der Wald meine Kraftquelle ist und darüber hinaus meine Schamanenseele mit Informationen versorgt. Lies dazu gerne auch den Blogartikel „Der Wald und ich – gelebter Schamanismus“. Daher hatte ich große Erwartungen an dieses Buch. Wurden sie erfüllt?

„Die Weisheit der Wälder“ – Die Lebensgeschichte von Suzanne Simard

Was denkst Du, interessiert es Dich, wie Menschen zu ihrer Passion gefunden haben? Mich sehr! Daher hat mich der Aufbau des Buches fasziniert, denn die Autorin erzählt neben ihrer Wald-Forschung, wie sie ihre Beziehung zum Wald aufbaute. Eine Kleinigkeit verrate ich Dir, sie stammt aus einer Ahnenlinie von Holzfällern ab.

Doch sie erzählt auch, wie ihre Passion für Bäume sie durch jede Lebenskrise führte und ihr Halt gab, in Abschnitten voller Hoffnungslosigkeit.

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Zwei Welten

Suzanne Simard lernt schon als Kind eine Menge über Bäume, was sie für Ansprüche haben, wie man bestimmt, welche gefällt werden und welche stehen bleiben. Kein Wunder also, dass sie Forstwirtin wird. Keine einfache Sache für eine Frau, denn die Forstwirtschaft ist männlich. Hinzu kommt, dass sie profitorientiert ist und Flächen kahlschlägt. Das Aufforsten gelingt nur bedingt und hier wird der Grundstein für ihre Forschung gelegt.

Mutterbäume und Pilzgeflechte

Auch für mich als Biologin war das Buch sehr spannend, denn die Erkenntnisse, wie Bäume kommunizieren, ihre Nährstoffe mit den jungen Bäumen teilen und in Symbiose mit Pilzen leben, haben mich schon während meines Studiums fasziniert. Doch keine Angst, da alle Fakten in die Lebensgeschichte der Autorin verwebt sind, wirst Du nicht von diesen wissenschaftlichen Erkenntnissen erschlagen. Das Gegenteil ist der Fall. Der kleine Forscher in jedem von uns wird wach und will unbedingt mehr erfahren.

Nur so viel sei verraten, ohne Mutterbäume wachsen Jungpflanzen nicht oder nur kümmerlich, selbst unter vermeintlich besten Bedingungen. Wenn ich unseren heruntergewirtschafteten, kranken Wald sehe, wünschte ich mir, dass dieses Buch Pflichtlektüre für jeden Forstwirt wäre. Man darf ja träumen.

Bäume und ihre Familie

Es ist so spannend zu erfahren, wie sich verwandte Bäume als Familie unterstützen und auch nicht verwandten Bäumen Hilfe angedeihen lassen. Bäume haben ein Gedächtnis und geben Erkenntnisse an ihre Nachkommen weiter. Bäume haben ein Sozialgefüge und unterstützen kranke, schwache und kleine Bäume. Für mich als Schamanin eine Baum Ahnen Reihe. So viele der Erkenntnisse sind psychologisch sehr wertvoll, da sie auf unsere Gesellschaft übertragen werden können. Wer dieses Buch mit Herz und Verstand liest, wird sehr vieles fürs eigene Leben lernen.

Ich will gesunde Lesetipps!

Die unsichtbare Welt

Ein Waldspaziergang ist das Schönste, was es gibt. Doch das, was wir sehen, ist nur die Oberwelt. Die für uns unsichtbare Welt im Boden ist magisch. In ihr leben die Pilze, die mit ihrem Myzel unendlich lange Kommunikations- und Versorgungswege ausbilden. Diese Wege nutzen die Bäume zum Kommunizieren. Spannend oder? Dieses symbiotische Netzwerk gewährleistet die soziale Interaktion. Natürlich profitiert auch der Netzwerbetreiber von dieser Verbindung.

Nun will ich nicht noch mehr verraten, denn Du sollst ja ganz viele Aha-Momente bei der Lektüre des Buches haben.

„Die Weisheit der Wälder“ – Fazit

„Die Weisheit der Wälder“ ist ein Buch, das autobiographisch und wissenschaftlich zugleich aufgebaut ist. Dadurch ist es spielerisch möglich, die wissenschaftlichen Fakten zu erfassen. Wer dieses Buch liest, dem öffnet sich eine Welt der Magie. Lerne von den Wäldern etwas über Verbundenheit, Struktur der Ahnenlinie, Großzügigkeit und Demut. Wir glauben, wir seien die Spitze der Schöpfung, doch sind wir das bei weitem nicht!

2 Antworten auf „„Die Weisheit der Wälder“, eine Buchrezension“

  1. Ich kenne Peter Wohlleben und bin fasziniert, was er über Bäume und Wälder schreibt, die Einblicke, die er gewährt.
    Sie kannte ich noch nicht, doch mir scheint, das Buch ist genau so faszinierend.
    In diese Welt einzutauchen und sie besser zu verstehen, zeigt Zusammenhänge, die so wichtig sind, gerade jetzt, in dieser Zeit – ein neuer Zugang zum Leben!
    Es kommt umgehend auf meine Bücherliste Annette, danke!

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